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On y va: Mein Start ins Auslandssemester in Lüttich

On y va: Mein Start ins Auslandssemester in Lüttich


Lüttich ist zwar nicht die einwohnerstärkste Stadt der Wallonie, dafür aber das kulturelle Zentrum der französischsprachigen Region Belgiens. Neben den Lütticher Waffeln ist die Stadt für viele Museen und die Opéra Royal de Wallonie bekannt – und sie ist die Heimat meiner Austauschuniversität, die Université de Liège.

Ich heiße Merle, bin 21 Jahre alt und studiere eigentlich Medien- und Sozialwissenschaft im 2-Fach-Bachelor an der Ruhr-Uni Bochum. Aktuell mache ich jedoch ein Auslandssemester in Lüttich. Warum meine Wahl genau auf diese Stadt gefallen ist, werdet ihr in einem kommenden Blogpost über meine Mission erfahren.

Ankunft und erste Eindrücke

Mein Start in Lüttich war etwas hektisch. Das Semester beginnt hier am 7. Februar, und mein deutsches Semester endete am 4. Februar. Die letzte Woche habe ich also nicht wie erwartet entspannt mit Packen und Abschied nehmen von meiner Familie verbracht, sondern mit Klausuren und Semesterabgaben.

Zwei Stunden nach der Abgabe meiner letzten Klausur ging es dann am 3. Februar endlich los. Da meine Heimat Recklinghausen nur circa 200 Kilometer von Lüttich entfernt ist, haben meine Eltern mich mit dem Auto gefahren. Die Fahrt war sehr unspektakulär, und ohne Grenzkontrolle oder großartig viel Stau haben wir meine Unterkunft im Zentrum der Stadt (quartier du centre) erreicht. Das Wetter war traumhaft sonnig und bevor es für meine Eltern wieder auf die Heimreise ging, war noch Zeit für einen Spaziergang, um die berühmten Lütticher Waffeln und eine Portion belgische Pommes zu probieren.

Am Freitag war der Welcome Day, den das International Office der ULiège organisiert hat. Nach einer Vorstellung der Uni und der Fakultäten gab es eine kleine Stadtführung, inklusive Waffeln und dem Aufstieg auf die Montagne de Bueren, eine Treppe mit 374 Stufen. Allerdings hat es den ganzen Tag geregnet und gestürmt, und das Wetter ist über das Wochenende auch nicht viel besser geworden. So habe ich meine ersten Tage vor Ort hauptsächlich in meiner WG mit ausräumen verbracht. Als ich mich am Sonntag aus der Wohnung gewagt habe, um mich mit anderen Erasmus-Studentinnen für einen Besuch auf dem Sonntagsmarkt zu treffen, hat es so doll geregnet und gestürmt, dass wir in ein Café flüchten mussten und dort mehrere Stunden festsaßen.

Ausblick auf die nächsten Wochen

Seit Dienstag, den 8. Februar, habe ich auch schon meine ersten Kurse an der Uni, wobei es erst „so richtig“ in der Woche vom 14. Februar losgehen wird. Das belgische Französisch unterscheidet sich besonders in der Aussprache mehr vom französischen Französisch als gedacht, und ich muss viele Wörter nachschlagen. Aber ich bin sicher, dass ich mich mit der Zeit immer mehr verstehen werde.
Lüttich als Stadt konnte ich auf Grund des schlechten Wetters noch nicht so intensiv erkunden wie gehofft. Allerdings steht der Frühling schon in den Startlöchern und ich hoffe einfach auf mehr Sonne, oder zumindest weniger Regen.

Ich lasse mich überraschen, was die nächsten fünf Monate in Lüttich für mich bereit halten und freue mich, wenn ihr meine Posts hier auf dem Blog, auf Instagram und auf Twitter verfolgt.

À tout à l’heure und bis bald!
Merle

Kommentare
  1. Jumana

    12. Februar 2022

    Liebe Merle, mich würde sehr interessieren, was du alles mitgenommen hast 😀 Ich wünsche dir eine ganz tolle Zeit in Lüttich und freue mich auf deine Beiträge! 🙂

    1. Merle

      14. Februar 2022

      Liebe Jumana,
      wahrscheinlich habe ich viel zu viel mitgenommen! Ich habe z.B. eine Bettdecke mitgenommen, da die Bettdecke in der Unterkunft andere Maße hatte und ich mir sonst neue Bettwäsche hätte kaufen müssen.
      Grundausstattung an Lebensmitteln und Kosmetik-Reserven, eine Yoga-Matte und Küchenutensilien, wie einen Smoothie-Maker, habe ich auch eingepackt. So habe ich mir hier vor Ort den ersten Einkauf gespart (sowohl von der Zeit, als auch vom Geld her!).
      Ich bin auch sehr gespannt auf deine Beiträge. Liebe Grüße!

Hast du noch Fragen?

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  • Instagram Post von Merle

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    Das ist er also: Mein letzter Post als Correspondentin für @studierenweltweit. 🌍 Offiziell ist mein Auslandssemester erst Mitte Juni vorbei, doch ich bin schon seit ein paar Tagen wieder in Deutschland. Wie einige von euch schon mitbekommen haben, war mein Auslandssemester eine eher schwierige Zeit. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, die Zeit in Lüttich zu verkürzen und meine Klausurenphase aus Bochum zu absolvieren.Meiner Mission - Französisch lernen und studieren - konnte ich leider wenig gerecht werden. Mehr dazu könnt ihr im Fazit auf meinem Blog nachlesen.Neben der ganzen Enttäuschung und Trauer, welche die letzten Monate mit sich gebracht habe, gab es doch auch schöne Erfahrungen. Ich bin dankbar für die tollen Menschen, die ich in Lüttich kennengelernt habe. Dankbar für die Reisen, die ich innerhalbs Belgien unternehmen konnte. Und dankbar für die ganze Unterstützung, die ich aus allen möglichen Ecken erhalten habe. 💗Mein Erasmus-Semester war nicht die beste Zeit meines Lebens. Trotzdem bereue ich meine Auslandserfahrungen nicht, weil sie mich nachhaltig geprägt haben. Und ich bin verdammt stolz auf mich, dass ich diese Zeit geschafft habe! 👏🏻Das Ende meines Semesters in Belgien heißt übrigens auch, dass das Ende meines Bachelors immer näher rückt. Nach einem Praktikum im Herbst werde ich mich im kommenden Wintersemester meiner Bachelorarbeit widmen. Wohin es für meinen Master danach gehen soll, weiß ich noch nicht genau. Erstmal möchte ich aber in Deutschland bleiben. Doch wer weiß? Vielleicht wage ich dann erneut das Abenteuer Auslandssemester… 🗺#studierenweltweit #erlebees #belgien #luettich #liègeguillemins #visitliege #semesterabroad

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