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7 Tipps, wie man sein Gastland kennenlernen kann

7 Tipps, wie man sein Gastland kennenlernen kann

Wie kann man sein Gastland gut kennenlernen? In diesem Blogbeitrag habe ich ein paar Tipps zusammengetragen, mit denen das vielleicht gelingt. Davon sind manche mehr, manche weniger offensichtlich, aber auf jeden Fall alle Lockdown-friendly.

Eine Person, die in die Luft springt und in die Kamera lächelt
So sehr freue ich mich in Tschechien zu sein und mehr über das Land zu erfahren!

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich beschrieben, wie ich mich kurz vor meiner Abreise aus Brünn in nun weniger als einer Woche fühle. Das ich noch nicht wirklich bereit bin zu fahren, weil ich das Gefühl habe, noch nicht alles von Tschechien gesehen und kennengelernt habe. Aber mal ganz ehrlich, eigentlich kann man ja nie alles sehen oder alles über ein Land wissen. Trotzdem habe ich für diesen Blogbeitrag versucht, mal ein paar Tipps zusammen zu tragen, wie man das vielleicht ein bisschen schaffen kann und wie man sein Gastland ein wenig besser kennenlernt. Und das Beste? Alles geht auch bequem von zuhause aus, sollte es gerade einen Lockdown, wie gerade bei mir in Tschechien, geben!

1. Reisen

Klar, ein wenig offensichtlich, aber wohl die Nummer 1, wenn man ein Land wirklich kennenlernen möchte. Denn durchs Reisen sieht man nicht nur verschiedene Orte, sondern bekommt auch ein Gefühl für das ganze Land.

Da Reisen natürlich nicht wirklich Lockdown- und Corona-freundlich ist, kann man so lange ja auch einfach nach Reise-Vlogs im Internet suchen. Dadurch bekommt man schon mal einen ersten Eindruck. Meistens wird dadurch die Vorfreude auch noch verstärkt und man erfährt vielleicht schon den einen oder anderen Tipp.

Für mein Gastland Tschechien kann ich dir diesen YouTube-Kanal empfehlen: The Honest Guide. Er wird von zwei Männern aus Prag betrieben, die auch viele (Reise-)Tipps in ihren Videos geben. Einen kleinen Einblick von ihnen, wie Brünn ist, bekommst du übrigens hier.

2. Die Sprache lernen

Kultur wird oftmals auch mit Sprache verbunden. Ein weiterer Weg, sein Gastland und die Kultur kennenzulernen, kann also auch über das Lernen der Sprache sein.

In meinem Tschechisch-Kurs habe ich nicht nur die tschechische Sprache und Grammatik gelernt, sondern auch gleichzeitig etwas über Tschechien selbst. In verschiedenen Lektionen haben wir nämlich mal über tschechisches Essen, aber auch mal über tschechische Städte gesprochen.

Info-Tafel mit dem tschechischen Wort für spazieren (procházet se)
Mein neues Auslandssemester-Hobby!

3. Kurse in der Uni über das Land belegen

Dies ist auch eine super Möglichkeit, mehr über sein Gastland herauszufinden. Manchmal bieten Universitäten auch solche Kurse extra für Austauschstudierende an.

Zugegeben, ich selbst habe diesen Tipp nicht wirklich selber befolgt. Einfach, weil der angebotene Kurs nicht in meinen Stundenplan gepasst hat. Trotzdem war die Tschechische Republik in einigen von meinen Vorlesungen ein Thema. Das hat mich total gefreut, da ich dadurch mehr über Tschechien erfahren habe und wie verschiedene Themen hier behandelt werden.

4. Playlist mit Künstler*innen des Gastlandes

Musik begleitet dich auch eigentlich immer? Wie wäre es denn damit, eine Playlist nur mit Künstler*innen aus deinem Gastland zu erstellen?

Genau das habe ich auch gemacht. Manche Songs sind dort in tschechischer, aber auch in englischer Sprache. Es ist auf ein jeden Fall ein sehr durchmischter Mix geworden. Wenn dich meine Playlist mit ausschließlich tschechischen Künstler*innen interessiert, findest du sie hier.

5. Googeln

Ist wieder mal ein Feiertag? Oder fragst du dich, wofür diese eine Statue in deiner Stadt steht? Einfache (und wahrscheinlich auch offensichtliche) Antwort: Google es doch einfach! Dadurch erfährst du nämlich nicht nur mehr über die Kultur, sondern kannst zum Beispiel beim nächsten Stadtrundgang ein paar Fakten über die Stadt raushauen.

Am Anfang meines Erasmus fanden in Tschechien so einige Feiertage statt. Anstatt mich nur über die freien Tage zu freuen, wollte ich auch wissen, was denn überhaupt gefeiert wird. So habe ich mehr zum Tag der Entstehung des tschechoslowakischen Staates und zum Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie herausgefunden und dabei mehr über die Geschichte Tschechiens gelernt.

Eine Straßenbahn in Brünn, die mit der tschechischen Flagge geschmückt ist.
An staatlichen Feiertagen in Tschechien fährt die Tram in Brünn meist beflaggt.

6. Bücher einheimischer Autoren lesen

Ähnlich wie der Tipp mit der Playlist kann man sich auch ganz einfach mal mit Büchern einheimischer Autoren*innen vergnügen. Denn oftmals sind ja auch verschiedene geschichtliche oder gesellschaftliche Themen des Landes in einer Geschichte verwoben.

Auf meiner Leseliste befindet sich gerade das Buch „The Unbearable Lightness of Being“ von dem tschechisch-französischen Autor Milan Kundera. Die Geschichte spielt sich in Prag in den späten 1960ern und frühen 1970er ab. Mein erster Eindruck ist, dass das Buch sehr philosophisch ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

Foto von dem Buch The Unbearaable Lightness of Being von Milan Kundera
Bin momentan erst auf Seite 18, aber der erste Eindruck ist gut!

7. Spazieren gehen

Spazieren gehen ist auch eine Möglichkeit, sein Gastland kennenzulernen. Denn bei jedem Spaziergang sieht man einen anderen Teil, eine andere Statue, ein anderes interessantes Gebäude, worüber man mehr erfahren möchte. Und man kann sich nebenbei Notizen machen, was man zu späterem Zeitpunkt noch alles besuchen möchte.

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich absoluter Fan von Spaziergängen bin. Hätte mir das jemand vor einem halben Jahr erzählt, hätte ich vermutlich gelacht. Doch jetzt, gerade während des Lockdowns, ist es so ziemlich das einzige, was man noch machen kann, außer vielleicht Einkaufen. Und mir gefällt es wirklich total, da ich jedes Mal etwas anderes von Brünn sehe und ich mehr über die Stadt lerne.

Eine Haltestelle in Brünn in funktionalistischer Bauweise
Die Obilní Trh Haltestelle, die ich während eines Spaziergangs gesehen habe. Sie kann dem Architekturstil des Funktionalismus zugeschrieben werden.

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, gestaltet sich das Kennenlernen des Gastlandes eher schwierig und kann auch mal frustrierend sein. Doch gerade jetzt sollte man seine Zeit im Gastland einfach genießen und sich nicht so doll stressen, denn wie anfangs gesagt: Man kann nie alles über ein Land lernen!

Ich hoffe, ich konnte dir dennoch mit diesem Blogbeitrag den einen oder anderen Tipp geben, wie du dein Gastland gut kennenlernen kannst, auch ganz bequem von Zuhause aus.

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