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Cocktailbar statt Mensa – 7 Unterschiede im Unialltag

Cocktailbar statt Mensa – 7 Unterschiede im Unialltag


1. Die Mensa: gibt es nicht

„Heute Mittag treffen wir uns dann in der Mensa?“ Diese in Deutschland so gängige Form der Verabredung weiß man in Australien erst so richtig zu schätzen. So etwas wie eine Mensa gibt es hier nämlich nicht!

Dafür gibt es auf dem Campus zahlreiche Cafés, Restaurants und einen Food-Court, wie man ihn vielleicht aus dem Einkaufszentrum kennt. Die Auswahl reicht von asiatisch, mexikanisch, amerikanisch bis hin zu italienisch. Durchweg ist das Essen sehr hochwertig und lecker, aber eben auch entsprechend teurer. Dennoch macht es Spaß, sich durch die vielen Gerichte zu probieren.

2. Die Uni-Bar: Cocktails und Softdrinks rund um die Uhr

Zwischen zwei Vorlesungen gemütlich zwischen Palmen sitzen und einen Cocktail schlürfen – habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber in der Uni-Bar ist das möglich. Dort werden ganztägig Cocktails, Bier, Wein und Softdrinks ausgeschenkt: Das zeigt der Blick in die Speisekarte.  Neben einer Terrasse mit Blick über das Unigelände gibt es dort auch die Möglichkeit Billard zu spielen.

3. Die Bibliothek: von quiet zones bis Playstations und Sofas

Nicht nur Bücher finden sich in einer Bibliothek in Australien. Bereits die vielfältige Auswahl an Arbeitsplätzen unterscheidet sich deutlich. Es gibt verschiedene Zonen, in denen man sich normal, leise oder gar nicht unterhalten darf. Hier gibt es Arbeitsplätze für Gruppen, aber auch Einzelplätze.  Für die, die sich entspannen möchten, stehen zahlreiche Fernseher und sogar Playstations bereit. Ob man das eher als gute Möglichkeit, den Kopf frei zu bekommen oder als unnötige Ablenkung sieht, bleibt jedem selbst überlassen.

4. Das Jurastudium: ganz anders durch das „common law“

Das Jurastudium in Australien unterscheidet sich deutlich von dem in Deutschland. Ein wesentlicher Unterschied ist das Rechtssystem. Während Deutschland vom kodifizierten Recht geprägt ist, arbeitet man in Australien mit dem Common Law, das sich neben Gesetzen vor allem auf Gerichtsentscheidungen stützt. Das Jurastudium findet hier als Bachelor- bzw. Master-Programm statt. Dabei ist es wesentlich flexibler als in Deutschland, da man eigene Schwerpunkte in der Kurswahl setzen und so die eigenen Interessen und Neigungen vertiefen kann. Außerdem haben nahezu alle Studenten ein Nebenfach, welches von Kriminologie, Journalismus, Soziologie bis hin zu Naturwissenschaften reicht.

5. Die Prüfungen: Zu spät abgeben ist relativ

Während man in Deutschland jahrelang auf das alles entscheidende Staatsexamen hinarbeitet, gibt es hier den genau umgekehrten Weg. Zehn Prozent meiner Note kann ich beispielsweise in meinem Global Law Kurs durch regelmäßige und aktive Teilnahme am Tutorium verdienen, weitere zwanzig Prozent durch vier kurze Tests, dreißig Prozent durch eine 1500 Wörter umfassende Hausarbeit und schließlich vierzig Prozent durch eine Abschlussklausur. Dieses System bietet die Möglichkeit seine Note durch kontinuierliche Mitarbeit zu erarbeiten und verhindert Bulimielernen kurz vor der einzigen Klausur. Auch in den USA läuft es wohl so, wie Ksenia aus Los Angeles berichtet.

Eine besondere Ausprägung des Lebensmottos der Australier „no worries“ gibt es auch bei Prüfungen: Gibt man eine Hausarbeit zu spät ab, ist man nicht etwa durchgefallen, sondern bekommt nur einen Abzug von zehn Prozent!

6. Die Vorlesungen: Mehr Diskussionen, enger Kontakt

Der Unterrichtsstil ist durch einen wesentlich persönlicheren Kontakt zu den Dozenten geprägt. Auch die Vorlesungen sind viel interaktiver, sodass sich oft interessante Diskussionen entwickeln. Deshalb ist es auch empfehlenswert, die Vorlesungen vorzubereiten anstatt nachzubereiten, um aktiv an der Diskussion teilnehmen zu können.

Gewöhnungsbedürftig ist auch das Ende einer Vorlesung, wenn man als Einziger anfangen möchte zu klatschen. Das ist hier sehr unüblich. Es fühlt sich aber für mich immer noch unhöflich an, sich einfach umzudrehen und zu gehen!

7. Hilfreiche Apps fürs Studium

In Form von Apps erhält mein Unterstützung im Unialltag:

Andere Länder, andere Unis –  hier erfährst du noch mehr über Unterschiede an den Hochschulen im Ausland.

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