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Winter ohne Heizung: 5 Überlebenstipps

Winter ohne Heizung: 5 Überlebenstipps

Es ist Dezember; und trotzdem in Kathmandu tagsüber weiterhin die Sonne scheint, sinken die Temperaturen stetig ab. Leider gibt es in den meisten Gebäuden hier keine Heizung – das gilt auch für mein Zuhause und mein Büro. Hier findet ihr 5 Tipps, um unter diesen Bedingungen nicht zu erfrieren.

1. Heißes Wasser trinken

Anfangs fand ich es immer merkwürdig, wenn Nepali mir ganz selbstverständlich ein Glas heißes Wasser angeboten haben. Das ist mir so noch nie begegnet. Natürlich trinke ich gerne heiße Zitrone, Tee, oder Kakao, aber heißes Wasser ohne alles? Inzwischen finde ich das ganze nicht mehr komisch, sondern ziemlich sinnvoll. Wenn ich aufwache ist mir meistens kalt, und mein übliches Glas Mineralwasser macht das nicht unbedingt besser. Anders verhält es sich mit heißem Wasser – das wärmt von innen und macht es einfacher, das kuschelige Bett zu verlassen. Auch tagsüber ist heißes Wasser super, wenn es kalt ist aber man gerade keine Lust auf Tee oder Kaffee verspürt. Es schmeckt eben neutral – also genauer gesagt nach nichts – und kann daher in größeren Mengen genossen werden als andere, oft zu süße Heißgetränke.

Auch in Restaurants und Cafés bekommt man immer ein Glas heißes Wasser serviert.
Auch in Restaurants und Cafés bekommt man immer ein Glas heißes Wasser serviert.

 2. Soviel wie möglich anziehen

Wer nicht frieren möchte, muss sich mehr anziehen. Das ist ziemlich logisch, aber das deutsche „mehr“ reicht in Kathmandu oft nicht aus. Mit Strumpfhose, Unterhemd, Kuschelpulli und Winterjacke kann man dem deutschen Winter gut trotzen, aber hier reichen diese Essentials leider nicht aus. Ich greife inzwischen zu mehr als einem Unterhemd, einer zweiten Jacke, und nachts sogar zu meiner Thermounterwäsche, die ich sonst nur zum Skifahren trage. Durch das Lagensystem bin ich flexibel unterwegs und kann einfach eine Schicht abwerfen, wenn es mir doch mal zu heiß wird. So dick eingepackt sehe ich vielleicht aus wie ein Eskimo in Alaska, aber immerhin friere ich nicht!

Drei Pullover, Schal, Mütze, Decke - so laufe ich aktuell Zuhause rum!

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3. Mit Wickeltechnik schlafen

Am schlimmsten ist Kälte in der Nacht, wenn sie einen vom Schlafen abhält. Neben einer (oder mehren) warmen Decken hilft da vor allem eins: Die richtige Technik beim Zudecken. Mir wird am schnellsten an den Füßen und Händen kalt, vor allem wenn diese während der Nacht unter der Decke herausschauen. Um das zu verhindern, verwende ich meine Bettdecke jetzt wie einen Schlafsack. Ich lege mich auf die eine Seite und rolle dann mit der Decke zur Seite, sodass ich am Ende komplett eingewickelt bin. Auf diese Weise sind alle Körperteile bedeckt und auch wenn ich mich im Schlaf hin und her wälze, bleibt das höchstwahrscheinlich so!

4. Eine elektrische Heizung organisieren

Wie schon gesagt gibt es in den meisten Gebäuden in Kathmandu keine Heizungen. Eine mögliche Alternative sind jedoch elektrische Heizkörper: Die Geräte erhitzen Luft mit Hilfe von elektrischer Energie und können folglich ganz einfach an eine Steckdose angeschlossen werden. Ich habe inzwischen einen kleinen Elektroheizer in meinem Büro stehen, der meinen Arbeitstag um einiges angenehmer macht. Falls es noch kälter wird, muss ich mich wohl um ein weiteres Gerät für mein Zimmer bemühen…

elektrische Heizung, Wärme
Mein Lebensretter auf der Arbeit.

5. Viel bewegen

Ein letzter Tipp, der garantiert immer hilft, ist Bewegung. Das muss nicht gleich eine intensive Sporteinheit sein – meistens reichen schon ein paar Sprünge auf der Stelle oder ein kurzer Spaziergang, um die Muskeln aufzuwärmen. Wenn man solche kurzen Aktivitätsphasen in seinen Alltag einbaut, hat man zudem ganz nebenbei schon etwas für seine Gesundheit und körperliche Fitness getan. Meine Lieblingsübung zum Aufwärmen ist der Hampelmann, der mich schon nach wenigen Minuten ins Schwitzen bringt. Etwas unangenehm, wenn mich jemand beim Rumspringen im Büro erwischt, aber ich habe ja eine gute Erklärung!

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