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1 Woche, 2 Hauptstädte und 30 neue Bekanntschaften

1 Woche, 2 Hauptstädte und 30 neue Bekanntschaften

Ein Erasmus-Semester hat den Vorteil, dass ich nicht so weit weg von zu Hause ist. Denn alle teilnehmenden Länder liegen in Europa (einschließlich der Türkei). So konnte ich für eine wichtige Konferenz zurück nach Deutschland.

Die Herbstkonferenz des Studierendenforums im Tönissteiner Kreis e.V.

Die letzten Wochen waren etwas anstrengend für mich. Auch das gehört zum Studium dazu (ja, leider auch in einem Auslandssemester). Für die Herbstkonferenz des Studierendenforums im Tönissteiner Kreis e.V. (SF) bin ich nach Berlin geflogen. Das ist eine ziemlich coole Sache, wird übrigens auch vom DAAD gefördert und die nächste Bewerbungsphase startet im Frühjahr 2022. Bewerbt euch unbedingt! Ihr werdet unglaublich viele beeindruckende Persönlichkeiten kennenlernen, Erfahrungen im Projektmanagement sammeln und vor allem gesellschaftsrelevante Themen anstoßen. Zum Beispiel bin ich im SahelForFuture-Projekt aktiv, indem wir die traditionelle (militärisch-politische) Sicherheitsperspektiven um andere Aspekte wie Klima, Nahrung und Bildung erweitern wollen. Dazu stehen wir in Kontakt mit Wissenschaftler/innen und wollen als langfristiges Ergebnis ein Policy-Papier mit unseren Eindrücken verfassen, das wir zum Beispiel an das Auswärtige Amt weitergeben können.

1958 gegründet, dient der Tönissteiner Kreis zum überparteilichen Dialog von Entscheidungsträgerinnen und -trägern in der internationalen Zusammenarbeit. Das SF ist im Prinzip die Jugendorganisation und organisiert sich hauptsächlich über die Projektarbeit.

Ich habe mich Anfang des Jahres beworben, nachdem ich das Programm zufällig auf LinkedIn, einer Art „Karriere-Facebook“, gesehen hatte. Danach wurde ich zur Herbstkonferenz (HerKo) im Oktober eingeladen. Obwohl es auch die Möglichkeit einer Onlineteilnahme gab, habe ich mich für Präsenz entschieden. Denn man lernt Menschen immer bei den kleinen Zwischenpausen, beim Kaffeeholen etc. kennen. Und die Strecke Rom-Berlin ist per Flugzeug mit ungefähr zwei Stunden sehr gut machbar. Zudem war das Ansteckungsrisiko minimal, da ich geimpft bin und das SF ein konsequentes Hygienekonzept mit Tests hatte. Auf der HerKo fand ich mich in einem Kreis von circa 30 beeindruckenden Persönlichkeiten wieder. Studierende von Unis wie Harvard oder Princeton, aber auch Repräsentanten aus der Diplomatie oder Entwicklungshilfe waren anwesend. Das soll euch aber keinesfalls abschrecken! Ich wurde ja auch als Student aus Mannheim aufgenommen. Eigentlich verteilt auf der ganzen Welt haben wir uns in Berlin wiedergefunden, um durch Zusammenarbeit und Dialog die Völkerverständigung weiter voranzutreiben und insbesondere Jugendliche aus verschiedenen Ländern miteinander in einen Austausch zu bringen. Denn das SF lebt von der Projektarbeit, die aufgrund unserer unterschiedlichen Standorte überwiegend online stattfindet. Das ist ein Vorteil, denn man ist so nicht ortsgebunden oder muss aufwändig reisen, um sich ehrenamtlich zu engagieren.

Der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz: Mein persönliches Highlight war die spontane Berlintour um drei Uhr morgens.

Natürlich habe ich meinen Berliner Trip auch dazu genutzt, um einem alten Freund Ethan einen Besuch abzustatten. Gerade nach den harten Covid-Lockdowns war es sehr schön, ihn nach drei Jahren wieder zu sehen. Und es ist allgemein auch beeindruckend, im Regierungsviertel bei Nacht ein Glas Tee zu trinken, Lichter zu bewundern und seine Hündin, Maddy, zu streicheln.

Mit Maddy und Ethan
Mit Maddy und Ethan an der Spree

Jetzt bin ich wieder heil in Rom zurück und muss viele Mid Term-Äquivalenten wie Präsentationen und Debatten vorbereiten – aber dazu erfahrt ihr schon bald mehr von mir ;).

Ciao, a presto!

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