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Abschied nehmen

Abschied nehmen

Abschied nehmen, sicher nicht der schönste Teil des Auslandsaufenthalts, gehört aber dazu und das nicht nur einmal: Erst verabschiedete ich mich für lange Zeit von meiner Familie und Freunden, später von neuen Freunden, die ich in Island kennengelernt habe.

Sich zu Hause verabschieden

Ich bin im Januar 2021 nach Island gegangen. In Deutschland war zu dieser Zeit strenger Lockdown, man durfte sich draußen nur mit einer Person außerhalb des Haushalts treffen. Dementsprechend hatte ich mich sowieso nur sehr selten mit Freunden getroffen und habe mich auch nicht so richtig verabschiedet. Online konnten wir uns schließlich auch verabreden, wenn ich in Island war.

Während ich mich von meiner Familie verabschiedete, die ich sonst alle ein bis zwei Wochen sehe, schaute ich schon nach vorn auf eine aufregende Zeit. Ich war froh, mal wieder was Neues zu sehen, als die eigenen vier Wände oder immer gleiche Spaziergänge.

Vor allem mit meiner Familie habe ich über regelmäßige Anrufe und Videotelefonie Kontakt gehalten. Außerdem habe ich speziell für meine Familie einen Cloudordner eingerichtet, in den ich (zumindest am Anfang) regelmäßig Fotos hochgeladen habe. Das kam sehr gut an und war für mich einfacher, als immer wieder Fotos zu schicken.

Ich stehe mit meinem Gepäck an einer Bushaltestelle.
Ende August ging es für mich wieder zurück nach Deutschland. Hier warte ich gerade auf den Bus zum Flughafen in Island.

Abschied von neuen Freunden in Island

Während des Auslandssemesters habe ich mich entschieden, meinen Aufenthalt zu verlängern. Statt der geplanten fünf blieb ich acht Monate und schrieb meine Bachelorarbeit in Island.

Die meisten Leute, die ich während des Semesters kennengelernt hatte, waren Austauschstudierende. Nachdem das Semester vorbei war, ging es für viele von ihnen wieder nach Hause. Hier fiel mir der Abschied schwer. Viele würde ich so bald nicht mehr sehen. Und während sich die meisten auch auf zu Hause freuten, hatte ich ein bisschen das Gefühl, alleine zurückzubleiben. Das legte sich jedoch schnell wieder. Für den Sommer kamen Praktikant*innen an die Uni, mit denen ich mich anfreundete und ich unternahm mehr mit Studierenden, die ihren ganzen Master in Island absolvierten.

Abschied nehmen von Island und Rückkehr nach Island

Knapp acht Monate nachdem ich in Island angekommen bin, ging es dann auch für mich nach Hause. Wieder musste ich mich von Freunden verabschieden, teilweise ohne zu wissen, ob und wann ich sie wieder sehen würde. Gleichzeitig freute ich mich, wieder nach Hause zu fahren, mich doch mal ein bisschen im Sommer in Deutschland zu wärmen und Freunde von zu Hause wieder zu treffen. Ganz loslassen konnte ich Island jedoch nicht. Ich konnte mir einen Praktikumsplatz für mein Pflichtpraktikum sichern, sodass es für mich bald wieder nach Island geht.
Durch soziale Medien und Messenger ist es sehr einfach geworden, mit Freunden Kontakt zu halten. Außerdem hat es mir immer geholfen, statt im Abschiedsschmerz zu versinken, nach vorne zu blicken und sich auf neue Erfahrungen zu freuen.
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