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Auslandssemester? Eigentlich nicht… bis ich in Schweden gelandet bin


Hätte mir zu Beginn meines Studiums jemand die Frage gestellt, ob ich ein Auslandssemester machen möchte, hätte ich mit einem klaren „Nein“ geantwortet. Zu weit weg, zu viele Unsicherheiten, zu kompliziert – dachte ich damals. Heute sitze ich tatsächlich in Schweden und erzähle euch, warum ich mich für den hohen Norden entschieden habe. 

Wenn mich jemand fragt was mich ausmacht, dann ist es wahrscheinlich die Kombination aus Studium und Arbeit

Studium+Trainee


Offiziell bin ich Vollzeitstudentin und gleichzeitig in einem Unternehmen angestellt. Anders als im klassischen Werkstudentenmodell arbeite ich während des Semesters nicht, sondern ausschließlich in den Semesterferien (Vollzeit). Dafür erhalte ich dennoch monatliches Gehalt. In Summe verbringe ich dadurch fast so viel Zeit im Unternehmen, wie duale Studenten. Ich habe während der Vorlesungszeit den Vorteil, mich vollständig auf mein Studium konzentrieren zu können.


Ich studiere in Vollzeit Betriebswirtschaft (BWL) und habe zuvor meine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement absolviert. Neben meiner Zeit an der Hochschule arbeite ich fest in einem Unternehmen im Rahmen eines Trainee-Programms. Nebenbei arbeite ich also weiterhin in meinem Ausbildungsunternehmen, da ich nicht auf die Praxis verzichten wollte.

Warum ein Auslandssemester?

Hätte mich jemand am Anfang des Studiums gefragt, ob ich ein Auslandssemester machen will, hätte ich mit „Nein“ geantwortet. Doch meine Meinung änderte sich im laufe der Zeit. In jeder neuen Vorlesung, die ich seit vier Semestern besuchte, sagten verschiedene Dozenten: „Ihr habt die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu machen. Nutzt die Chance! Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung.“ Diese Worte haben sich immer mehr eingeprägt. Mit der Zeit habe ich verstanden, dass das Leben zu kurz ist, um solche Chancen nicht zu ergreifen. Also habe ich mich umgehört und jeder, der ein Auslandssemester absolviert hatte, berichtete im Nachhinein positiv darüber – auch wenn es zwischendurch natürlich kleine Herausforderungen gab. Diese Mischung aus neuen Eindrücken, schönen Momenten und persönlichem Wachstum hat mich gereizt.

Mich hat schon immer der Gedanke fasziniert, für eine gewisse Zeit in einem anderen Land zu leben. Die Möglichkeit, in ein anderes Umfeld einzutauchen, alles mitzunehmen, was geht und dabei nicht nur fachlich, sondern auch persönlich über mich hinauszuwachsen. Ein neues Land, neue Menschen, eine andere Kultur und gleichzeitig die Chance, beruflich und akademisch wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Da ich ein sehr organisierter Mensch bin, musste ich mich erstmal über die Rahmenbedingungen informieren:

  • Wie finanziere ich das Ganze? 
  • Welche Länder stehen zur Auswahl? 
  • Welche Sprachkenntnisse brauche ich?
  • Welche bürokratischen Hürden kommen auf mich zu?

Das hört sich zu Beginn stressig an. Aber ich kann euch beruhigen, es war das Gegenteil! Das „International Office“ meiner Hochschule hat mich dabei unterstützt. Ich wurde über Partnerhochschulen, Finanzierung und über alle Anforderungen informiert.

Wenn ihr über ein Auslandssemester nachdenkt, macht bei eurem „International Office“ einen Termin und lasst euch beraten. Der Bewerbungsprozess kann je nach Universität variieren. Wichtig ist nur, dass ihr euch rechtzeitig bewerbt. Von mir wurde nur ein Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und mein aktuelles Notenblatt verlangt.

Zu Beginn meiner Planung war die Finanzierung der wichtigste Punkt. Leider habe ich zu dieser Zeit nicht an ein Stipendium gedacht, weshalb Nicht-Partnerhochschulen für mich nicht in Frage kamen. Da kam das Wort „Erasmus“ auf, als es um die Finanzierung ging. Aber was ist das überhaupt? Kurz gesagt, Erasmus ist ein Programm der EU, das Studierende im Ausland unterstützt (Finanzierung, Organisation, etc.). Mit finanzieller Unterstützung ist gemeint, dass Studierende für ihre Zeit im Ausland circa 650 € (ggf. zuzüglich weiteren Zuschüssen), je nach Reiseziel, erhalten.

Da nun die Finanzierung feststand, stellte sich mir die Frage, in welchem EU-Land meine Reise beginnt.

Warum der hohe Norden als neue Heimat?

Ein wichtiger Punkt für mich war die Sprache. Ich wollte in ein Land gehen, in dem gut Englisch gesprochen wird. Somit habe ich die Möglichkeit, meine eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern. Klar, warme Länder wie Spanien haben mich auch gereizt – schon alleine weil ich das Meer liebe. Aber gleichzeitig dachte ich mir, dass ich jederzeit in typische Urlaubsregionen reisen kann. Viel spannender fand ich die Idee, ein Land kennenzulernen, das ich sonst vermutlich nie besucht hätte. 

Die oben genannten Kriterien gelten vor allem für skandinavische Länder. Der Norden hat mich sofort fasziniert. Besonders Schweden ist dabei hervorgetreten. Schweden sind bekannt für Nachhaltigkeit, technologischen Fortschritt und eine hohe Lebensqualität. Ich wollte mich selbst davon überzeugen! Besonders die Erfahrungsberichte meiner Hochschule haben mich überzeugt. Viele Studierende erzählten, dass das Studium in Schweden sehr praxisorientiert ist. Es gibt viel Eigenarbeit, Gruppenprojekte, Recherche und Präsentationen. Genau das habe ich gesucht! Für mich war es wichtig, dass ich auch in meinem Arbeitsleben von meinem Auslandssemester profitiere.

Letzte Vorbereitungen


Nachdem alles Organisatorische geklärt wurde und ich die Zusage für einen Platz an der Högskolan i Gävle in Schweden erhalten habe, begann die Wohnungssuche. Auch dies lief reibungslos ab. Von der schwedischen Uni´ erhielt einen „Welcome Letter“ mit Infos über die Wohnungssituation. Dabei standen zwei Wohnungsgesellschaften zur Auswahl. Eine, die direkt von der Universität für Studierende organisiert wird und eine unabhängige Wohnungsgesellschaft, die Studentenwohnungen direkt am Campus vermietet. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich für die Unterkunft am Campus entschieden. Die Geschichte dahinter hat eine eigene Storytime verdient. Auf meinen Social-Media-Kanälen erfahrt ihr mehr dazu!

Ich habe mich für eine wunderschöne 21-qm-Wohnung entschieden. Diese liegt direkt am Campus und einem Park.

Hier seht ihr meinen ersten Eindruck auf meine neue Wohnung.

Ausblick

In diesem ersten Beitrag wollte ich vor allem auf meine Beweggründe für ein Auslandssemester und meine Länderwahl mit euch teilen. In den nächsten Artikeln werde ich noch tiefer auf verschiedene Themen eingehen. Unter anderem:

  • Finanzierung (Erasmus)
  • Meine ersten Tage und Wochen in Schweden
  • Der Unialltag
  • Verschiedene Freizeitmöglichkeiten

Ich freue mich darauf, euch Schritt für Schritt mitzunehmen und einen authentischen Einblick in mein Semester in Schweden zu geben.

Kommentare
  1. ILikeGävle

    24. Oktober 2025

    Cool, dass du aus Gävle berichtest. Ich war 2017 zum Erasmus dort.

    1. Emely

      10. November 2025

      Wie toll !!!! Falls du Tipps hast, gerne her damit 🙂

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