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Das Semester ist vorbei – ab in die Highlands! Teil 1 – Die Vorbereitung

Das Semester ist vorbei – ab in die Highlands! Teil 1 – Die Vorbereitung

Nach 15 Vorlesungswochen und zwei Wochen Prüfungsphase hieß es für mich: ab aufs Fahrrad und in die isländischen Highlands. Mit zwei Freunden, die auch ihr Erasmus-Semester in Reykjavik absolviert haben, startete ich eine mehrtägige Fahrradtour im Land von Eis und Feuer.

Da mir schon in Deutschland klar war, dass ich in Island viel Fahrrad fahren würde, hatte ich mein Mountainbike für das Auslandssemester mitgenommen. Mir war noch nicht klar, ob ich die Insel umrunden will oder mit dem Fahrrad überqueren – aber eine Bikepacking Tour stand ganz weit oben auf der To-do-Liste. Dasselbe galt auch für Fynn und Linus, zwei Freunde, die auch für ein Erasmus Semester an die Reykjavik University (RU) gekommen sind.

Wo geht es hin?

Linus hatte eigentlich den Plan, die Straße F35 zu fahren, mit der man die Insel einmal überqueren würde. Allerdings machen die Straßen im isländischen Inland, den Highlands, erst Mitte bis Ende Juni für Autos auf. Wir hätten zwar mit Fahrrädern die Strecke fahren können, allerdings ist die Strecke auch für Rettungsfahrzeuge gesperrt. Falls sich also jemand verletzt hätte oder ein Fahrrad kaputt gegangen wäre, hätten wir einen Helikopter rufen müssen. Also musste ein Alternativplan her. Die Highlands wollten wir schon gerne sehen. Mit der App Komoot fanden wir die Straße F550. Auch das ist eine Highland Straße, die allerdings nur etwa 40 Kilometer lang ist. Sie war zwar zur Zeit der Tour (Ende Mai) gesperrt, man hätte im Fall eines kaputten Fahrrads aber nur maximal 20 Kilometer rauslaufen müssen.

Also entschieden wir uns anstatt die Insel von Norden nach Süden zu überqueren (was etwa eine Woche gedauert hätte), eine 300 Kilometer Runde von Reykjavik aus zu fahren und dabei die 40 Kilometer auf der F550 mitzunehmen.

Vorbereitung

Um böse Überraschungen zu vermeiden, braucht es für eine Tour wie wir sie gemacht haben eine gute Vorbereitung. Das haben wir spätestens am zweiten Abend gespürt, aber dazu im zweiten Teil mehr. Zunächst musste die genaue Route und die Anzahl an Übernachtungen festgelegt werden. Dabei half uns die Karte von cyclingiceland sowie Komoot. Vorsichtshalber entschieden wir uns pro Tag nur etwa 60-80 Kilometer zu fahren, sodass wir auf 3 Übernachtungen kamen. Da es auf unsere Strecke kaum Einkaufsmöglichkeiten gab, entschieden wir uns, Lebensmittel für die ganze Zeit mitzunehmen. Die Wasserversorgung war hingegen kein Problem. In Island kann man das Wasser aus fast jedem Fluss ohne Probleme trinken und unsere Route führte an einem Fluss entlang.

Um nicht unnötiges Gewicht mitzuschleppen, nahmen wir entwässerte Lebensmittel mit. Für das Frühstück waren Haferflocken eingeplant, für das Abendessen Couscous, Kartoffelbrei aus Pulver und asiatische Instant Nudeln. Für das Mittagessen mussten Müsliriegel, Nüsse und Knäckebrot herhalten. Als Geheimtipp wies sich Tomatenpaste aus der Tube heraus. Mit ihr wurde das Knäckebrot fast zur Delikatesse.

Packen und los geht’s!

Nachdem wir alle Lebensmittel gekauft hatten, ging es ans packen. Linus hatte wasserdichte 15 Liter große Schlauchtaschen dabei, in die unsere zwei Zelte und zwei von drei Schlafsäcken und Isomatten reinpassten. Diese Taschen befestigten wir oben auf den Gepäckträgern. Den Rest verstauten wir in Gepäckträgertaschen, von denen jeder zwei hatte.

Am nächsten Morgen ging es dann los. Wir brachten die Taschen an den Fahrrädern an und wogen sie interessehalber mit einer Kofferwaage. Mit Gepäck wogen die Fahrräder zwischen 30 und 40 Kilogram (ohne Gepäck etwa 15 Kilogram).  Das Gewicht spürten wir vor allem beim Bergauffahren. Wir fuhren zur Hallgrimskirkja um ein Startfoto zu machen und los ging es. Was wir auf der Fahrt so erlebt haben, gibts im nächsten Teil. Zum Beispiel , wie es dazu kam, dass wir an einem Tag 130 statt der geplanten 75 Kilometer gefahren sind.

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