studieren weltweit
Money, money, money …

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… would be helpful to study abroaaaad. Ein Auslandsaufenthalt ist leider meistens mit Kosten verbunden – allerdings sollte dich das trotzdem nicht daran hindern ins Ausland zu gehen! Und je nachdem wohin du gehst, ist der Unterschied zu Deutschland vielleicht gar nicht so groß. Ich habe dir hier mal alles aufgeschrieben, was mir geholfen hat und erkläre dir, wie ich mein Studium am anderen Ende der Welt finanziert habe.

Als allererstes lässt sich sagen, dass du deinen Aufenthalt am besten so früh wie möglich planen solltest. Wenn du jetzt schon weißt, dass du nächstes Jahr ins Ausland möchtest, dann leg doch ab heute schon mal immer ein bisschen Geld zur Seite. 40 Euro im Monat merkst du gar nicht so doll, aber in ein paar Monaten freust du dich dann über diese Extra-Unterstützung 😊

Damit es bei dir am Ende des Monats nicht nur trockenes Brot gibt (immerhin in Herzform), lies dir meine Finanzierungstipps durch 🙂

…. bekommst du mit einem Stipendium!

Dann jetzt aber die wichtigste und größte Unterstützung für mich: das Erasmus+ Stipendium. Schau doch mal beim International Office deiner Heimatuni vorbei, da sind alle Partneruniversitäten aufgelistet. In Köln hat jedes Institut eigene Partneruniversitäten und dann gibt es auch fächerübergreifend nochmal welche, an denen man sich jeweils bewerben kann. Was viele aber nicht wissen: Du kannst sowohl einmal in deinem Bachelorstudium als auch in deinem Masterstudium mit dem Erasmusgeld gefördert werden. Also let’s go! Im Bachelor war ich in Nizza, jetzt La Réunion – fast acht Monate Erasmus. Und ich würde am liebsten direkt das nächste Erasmus-Semester planen.
Wenn du aufmerksam meinen Blog verfolgt hast, weißt du ja, dass La Réunion zu Frankreich gehört und somit in die Ländergruppe 2 eingeteilt ist. Das heißt konkret, dass ich monatlich 540 Euro bekomme. Solange ich die vorgegebenen Leistungspunkte erreiche, muss ich dieses Geld auch später nicht zurückzahlen (wie das sonst bei manch anderen Finanzierungshilfen der Fall ist). Dieses Geld habe ich einerseits für die Flugbuchung verwendet. Andererseits kostet mein Zimmer in der WG hier mit 380 Euro auch knapp 50 Euro mehr als das in Köln, Erasmus+ hilft mir da wirklich sehr. Und um nicht doppelt zu zahlen: vermiete doch dein Zimmer in Deutschland für die Zeit unter!

…Kaufe lokal!

Ein weiterer Kostenpunkt, den ich vorher unterschätzt hatte, sind die erhöhten Preise im Supermarkt hier. Da ich auf einer Insel lebe, wird vieles aus dem Festland importiert. Dadurch sind die Preise viel höher als bei uns im deutschen Supermarkt. Am meisten habe ich das bei Milchprodukten und Drogerieartikeln gemerkt. Eine Freundin, die mich besucht hatte, hat mir netterweise Shampoo und Sonnencreme mitgebracht😊. Und ich freue mich jetzt schon auf meinen Joghurt zuhause, für den ich dann keine 4,40 Euro mehr ausgeben muss :D.
Dann kannst du dich natürlich noch für Auslands-BAföG bewerben. Das ist auch unabhängig davon, ob du generell das BAföG bekommst oder nicht. Natürlich gibt es auch noch ganz viele andere Stipendien, für die du dich bewerben kannst. Manche sind auch kombinierbar, also schau da gerne mal nach.

…I work all night, I work all day to pay the bills I have to pay…

Ganz so schlimm wie ABBA es singt, ist es bei mir nicht, aber ich habe trotzdem einen Nebenjob. Dieser wurde durch Corona damals komplett auf das Home-Office ausgelegt. Dadurch hatte ich das Glück, dass ich digital aus La Réunion weiterarbeiten konnte.
Und dann habe ich mir hier eher durch Zufall auch noch einen Job geangelt: Als ich auf La Réunion ankam, hatten wir von der Uni aus direkt einen „cours d’intégration“. Hier wurden uns hilfreiche Informationen, wie beispielsweise Angaben zum nächsten Arzt oder generell zum Unialltag gegeben. In diesem Zusammenhang wurde auch kurz das Thema Finanzierung angesprochen und das von der Stadt Saint-Denis ins Leben gerufene Bildungsprogramm Plan Anglais vorgestellt. Dieses Projekt wurde entwickelt, um Kindern der école maternelle (entspricht unserem Kindergarten) und Grundschule, spielerisch Englisch beizubringen. Da ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt hatte, doch Lehramt zu machen und mir meine Babysitter- und Patenkinder sehr fehlten, dachte ich mir, dass das ja perfekt passen würde. Also direkt beworben. Die Bewerbungsvoraussetzungen waren folgende:

  • Gute Englischkenntnisse (mindestens B2), deshalb wurden Erasmus-Studenten auch so gern genommen
  • Verfügbarkeit zwischen 11:30 und 13:30 Uhr an mindestens einem der Arbeitstage: Montag, Dienstag, Donnerstag oder Freitag.
  • Vorerfahrung in der Arbeit mit Kindern
  • Spaß an der Arbeit mit Kindern
    … nach einem dreistündigen Coaching ging es dann auch ein paar Wochen später direkt los. Ich habe eine Gruppe von insgesamt 14 Kindern, die zwischen vier und sechs Jahren alt sind. Immer Montagmittag gehe ich in die Schule, hole meine Kinder aus der großen Klasse raus und führe sie eine Stunde lang mithilfe von Spielen, Zeichnungen und Reimen an die englische Sprache heran. Die Unterrichtssprache soll durchgehend Englisch sein, was sich aber manchmal als ganz schön schwierig herausstellt, wenn die Kinder noch gar kein Wort Englisch sprechen. Und ich sage dir: 14 Kinder zu bespaßen, ist auch ziemlich anstrengend. Was machst du, wenn Kind 1 weint, weil Kind 3 es gehauen hat, Kind 4 gleichzeitig auf Toilette muss, Kind 5 mit einem Kugelschreiber die Wand anmalt und Kind 2 plötzlich nicht mehr da ist? Also nach dem Montag kann ich direkt wieder Wochenende gebrauchen :D.
viele Stühle und Tische vor einer gelbgestrichenen Wand mit Tafel
Das ist mein Klassenzimmer!

… If I got me a wealthy man, I would not have to work at all…

Und falls es mit dem „reich heiraten“ nicht klappt, kannst du mit ein paar Sachen zusätzlich auch in deiner Freizeit noch ein wenig Geld sparen. Und zwar veranstaltet die Gastuni manchmal kostenlose Aktionen. Bei uns gab es beispielsweise einmal im Monat ein Frühstücksbuffet und wöchentliche kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Improvisationstänze. Über die Sportabteilung der Uni konnte man bei uns beispielsweise einen kostenlosen Tauchkurs machen oder zum raften gehen. In Saint-Dénis ist sonntags das Freibad für alle kostenlos! Und dann noch der altbekannte Tipp: Koche häufiger selbst (mit deinem auf dem Markt eingekauften lokalen Gemüse und deiner WG oder FreundInnen!) 😊

Hast du noch Fragen?

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