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Fortbewegungsmittel auf Malta –  so kommst du von A nach B

Fortbewegungsmittel auf Malta – so kommst du von A nach B


Malta: Eine Insel, die nur so groß wie München ist – da sollte es doch eigentlich ein Leichtes sein, von einem Ort zum anderen zu kommen. Oder etwa nicht? Wie es auf Malta mit dem Verkehr und den Fortbewegungsmöglichkeiten aussieht und wie du dich am besten zurechtfindest, erfährst du hier.

Achtung: Linksverkehr!

Ein rot-weißer Zebrastreifen auf der Straße, mit Farbe ist die Warnung "Look right" auf den Boden geschrieben
An einigen Kreuzungen gibt es extra Hinweise, um ausländische Touristen zu warnen.

Wer sich noch an dem seit Kindertagen vertrautem „links-rechts-links“ orientiert, läuft in Malta Gefahr, vor einer Windschutzscheibe zu landen. Hier herrscht Linksverkehr und das erfordert auch als Fußgänger tatsächlich schon einiges an Umgewöhnung. Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir in Malta ein Auto zu kaufen oder zu mieten, solltest du das erst recht im Hinterkopf behalten. Hinzu kommt, dass die Straßen sehr eng und zugeparkt sind und uns vertraute Verkehrsregeln teils nur nach individuellem Ermessen eingehalten werden.
Dementsprechend gilt auch:

Fahrräder? Fehlanzeige!

Sich ein Fahrrad in Malta auszuleihen ist einfach, damit zu fahren aber deutlich schwieriger. Im Stadtverkehr der größeren Städte gibt es kaum ausgebaute Radwege. Mir wäre es definitiv zu gewagt, hier mit dem Fahrrad zu fahren und tatsächlich sehe ich auch kaum bis gar keine Radfahrerinnen und Radfahrer. Auf dem Land hingegen gibt es einige ruhige Wege, auf denen man sicherlich mal eine schöne Fahrradtour starten könnte – vorausgesetzt, die Steigungen machen einem nichts aus.

Wer dem Bus nicht winkt, hinkt dem Bus hinterher

Am einfachsten und günstigsten lässt es sich daher in Malta mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Mit etwa 80 Buslinien ist Maltas Verkehrsnetz gut ausgebaut. Die Busse sind klimatisiert und es gibt freies WLAN. Aber Achtung, es gilt, einige Unterschiede zu beachten: Busfahrerinnen und Busfahrer erwarten von den Wartenden ein eindeutiges Handzeichen, um an der Haltestelle auch tatsächlich anzuhalten. Mit Blick auf die Busfahrpläne ist es ausschlaggebend, DASS die Buslinie angeschlagen ist. WANN sie dann tatsächlich kommt, bleibt eine Überraschung. Auf die angegebenen Zeiten ist leider häufig kein Verlass, sodass du durchaus auch mit Verzögerungen, überfüllten Bussen oder spontanen Planänderungen rechnen musst. Aber auch daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Hilfreich ist außerdem die Tallinja App, mit der du deine Routen planen und Busabfahrtszeiten in Echtzeit anzeigen lassen kannst.

Für jeden das richtige Ticket

Eine Busfahrt kostet je nach Jahreszeit 1,50 bis 2,00 Euro, die direkt beim Einsteigen bezahlt werden (Achtung, passendes Kleingeld oder die Kreditkarte dabei haben!). Viel praktischer ist es aber, sich eine Tallinja Card zu besorgen. Hier zahlst du vorher und kannst im Anschluss eine bestimmte Anzahl an Fahrten zurücklegen, indem du einfach die Karte beim Einstieg auf einen Scanner hälst.

Ein Mädchen steht vor einem Werbeplakat und hält eine Busfahrkarte in die Kamera.
Am Busbahnhof in Valletta erhälst du viele Buskarten und kannst dich bei Fragen zu Karten oder dem Busfahrplan beraten lassen.

Taxi, bitte!

Wem das Warten auf den Bus irgendwann zu bunt wird oder wer nach einem gelungenen Abend nachts noch nach Hause kommen möchte, der hat auch die Möglichkeit, sich eine Abholgelegenheit zu organisieren. Zum einen gibt es mehrere E-Roller zum Ausleihen, zum anderen verschiedene (teils auch bei uns vertretene) Unternehmen, die über ihre Apps unkompliziert und bequem einen Fahrservice anbieten. Die Preise verhalten sich dabei ähnlich zu denen in Deutschland oder sind sogar günstiger. Generell empfiehlt es sich aber natürlich, das Taxi mit anderen Leuten zu teilen, um Geld zu sparen.
Tipp: Achte definitiv auf ein Unternehmen, das von Anfang an Festpreise transparent festlegt. So vermeidest du böse Überraschungen am Ende einer Taxi-Fahrt.

Meeresrauschen statt Asphaltruckeln

Als Inselstaat komplett von Wasser umgeben, ist auf Malta tatsächlich auch das Schiff ein weitverbreitetes und praktisches Fortbewegungsmittel. Um die vollen Straßen Maltas zu meiden, kannst du dich von einer Fähre über das blaue Meer treiben lassen. Das bedeutet nicht nur eine schöne Aussicht auf die Hafenkulisse, sondern meistens auch eine leichte Zeit- und Stressersparnis. Von der Hauptstadt Valletta fahren für 1,50 Euro (mit Rückfahrt 2,80 Euro) täglich im halbstündlichen Takt Fähren in die benachbarten Städte Sliema und Cospicua.

Kleine und große Boote im Wasser vor dem Hafen
Von einem Ufer zum anderen geht es mit dem Boot sehr schnell und man hat gleichzeitig immer was zu gucken.
Ein Mädchen steht auf einem Schiff, ihre Haare sind vom Wind ins Gesicht geweht und im Hintergrund ist das Meer
Auf der Fähre von Malta nach Gozo kann es auch mal ganz schön windig werden.

Fazit: Kleiner Staat, große Auswahl

Fortbewegungsmittel gibt es viele und je nach Komfort, Zeit, Geldmitteln und persönlicher Präferenz ist für jeden und jede etwas dabei. Laufen muss niemand, obwohl das durch die kleinen Gässchen Maltas natürlich zur Abwechslung auch mal sehr schön ist und sich lohnt! Viele Wege führen zum Ziel.

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