studieren weltweit
Einfach mal spontan sein!

Einfach mal spontan sein!

In meinem sonst durchgetakteten Alltag in Deutschland bleibt manchmal wenig Zeit für Spontanität. Ein Grund mehr, einfach mal das zu tun, was einem in den Sinn kommt. Aber auch, um sich besser kennenzulernen, war der spontane Inseltrip nach Naxos genau das Richtige!

Die letzten Wochen habe ich auf verschiedenen Veranstaltungen andere Erasmus-Studierende kennengelernt. Wie beispielsweise auf dem wöchentlichen Sonntags-Beach-Day, von dem ich in der Erasmus-Facebook-Gruppe erfahren habe. Um gemeinsam die Zeit und das Wetter vor Unibeginn auszunutzen, haben  wir uns in einer kleineren Gruppe dazu entschlossen, einfach zusammen wegzufahren. Unsere Gruppe bestand aus fünf Deutschen namens Susanna, Magda, Annica, Elli und mir und den drei Belgiern Tine, Wout und Ward. Manchmal wechselten wir ins schnell Deutsche, aber wir gaben uns Große Mühe, die meiste Zeit auf Englisch zu sprechen und versuchten uns gegenseitig zu helfen, wenn einem Mal ein Wort nicht einfiel. Wohin es ging und wann wir fahren würden, haben wir einfach einen Tag vorher beschlossen. Das einzige was wir wussten, war das wir die Zeit genießen und die Chance nutzen wollten, schon jetzt vor Uni-Start eine der vielen Inseln Griechenlands zu besuchen.

Auf Airbnb haben wir eine Wohnung für acht Personen gefunden. Da wir auch nicht genau wussten, wie lange wir bleiben werden, reservierten wir erst mal nur die erste Nacht. Aus einer Nacht wurden dann am Ende vier Nächte. Die Fahrt mit der Fähre hat auch problemlos geklappt. Auf der Fähre herrschte Maskenpflicht sowohl drinnen als auch draußen. Was sich aber mit dem Fahrtwind ganz gut aushielten ließ. Mit dem Studierenden Ausweis meiner griechischen Partnerhochschule hätte ich 50 % auf die Fahrt bekommen. Dieser Studentenrabatt gilt auch für alle anderen Fahrten mit der Fähre. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber noch fast keiner von uns den Ausweis seiner Partnerhochschule bekommen, weshalb wir es einfach mal mit dem Acceptance Letter als Beleg, probierten. Später erfuhren wir, dass es den Rabatt eigentlich nur mit dem Studentenausweis gibt. Glücklicherweise trafen wir auf einen freundlichen Angestellten, der uns trotzdem den Rabatt gewährt hat.

Foto von drei weiteren Erasmus Studierenden und mir auf der Fähre nach Naxos.
Ein Bild von Susanna, Elli, Wout und mir auf der Hinfahrt nach Naxos.

Guten Morgen Naxos!

Gegen frühen Mittag waren wir dann endlich in Naxos angekommen! Das erste was wir sahen, war die wunderschöne Hafenpromenade. Überall waren kleine Boote und Tavernen. Die kleinen Häuschen waren alle weiß und die Stadt schien wie leer gefegt. Da wir ja schon Ende September hatten, war die Insel kaum noch vom Tourismus berührt. Aber genau das war das Schöne daran. Die Insel strahlte eine ruhe aus,  sodass wir sofort das Gefühl von Urlaub hatten.

Am ersten Tag haben wir den Hafen und die Stadt von Naxos erkundet. Ein paar typische Dinge wie den Besuch des Tempeltors von Apollo bei Sonnenuntergang durfte natürlich nicht fehlen. Da traf man dann doch noch ein paar Touristen. Wir spazierten den Hafen entlang und machten auch einen Halt am nächstgelegenen Strand. Am Abend bei einem typischen griechischen Abendessen in der Taverne, planten wir dann die nächsten Tage. Aus einer spontanen Idee ergab sich meistens die nächste. Für den darauffolgenden Tag standen einige Ziele auf unserer Liste. Deshalb beschlossen wir uns zwei Autos zu mieten und alle Ziele nacheinander abzufahren.

Nachdem wir zwei Strände der Insel besucht hatten, war unser nächstes Ziel der höchste Punkt von Naxos. Der Berg Zas. Ich muss aber zugeben, dass wir ihn nicht ganz erklommen haben, sondern nach der Hälfte umkehren mussten, da das Wetter immer schlechter wurde und uns das passende Schuhwerk fehlte. Trotzdem gehörte auch dieser Punkt am Ende zu einem meiner Highlights in diesen Tagen. Vom Berg ging es weiter zum Tempel von Dimitra, wo es für Studierende auch wieder einen Preiserlass von 50 % für das Museum gab.

Auch die kleinen Dörfer in der Mitte der Insel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir hatten gehört, dass es hier besonders gutes griechisches Essen geben sollte, da die meisten Lebensmittel dort selbst angebaut werden. Wir entschieden uns für ein Dorf namens Apiranthos und spazierten durch die kleinen Gassen, die uns manchmal wie ein Labyrinth erschienen. Da die Saison bereits am Ende ist, hatten viele Restaurants und Tavernen schon geschlossen oder boten nur einen Teil der Karte an. Trotzdem fanden wir ein nettes Restaurant und teilten uns an diesem Abend ganz viele Vorspeisen, wie es in Griechenland so üblich ist.

Ausflug ins Paradies

Es gab nicht mehr viele Boote, die noch Ausflüge anboten. Wir fragten in verschiedenen touristischen Geschäften, wo uns die meisten leider absagten. Auch die Frau unseres Hotels war sehr bemüht und telefonierte für uns einige Reiseanbieter ab. Wir hatten Glück und fanden noch einen Ausflug. Offiziell soll es der Letzte der Saison gewesen sein. Diesen ließen wir uns natürlich nicht entgehen und machten einen Tagesausflug zu den kleinen Nebeninseln Kofounisia. Alle waren total begeistert. Die Inseln waren nicht stark bewohnt aber wunderschön, um hier für einen Aufenthalt an verschiedenen Stränden Halt zu machen.

Im Vordergrund sieht man das klare und blaue Meer. Im Hintergrund die Stadt von der Insel.
Tagesausflug auf eine der kleinen Nebeninseln namens Pano Koufonisi.
Rechts sieht man eine Personengruppe aus sechs Personen, die vor dem Tempeltor des Apollo stehen. Im Hintergrund sieht man das Meer und die Stadt von Naxos.
Wir schauten gemeinsam auf die letzten Tage zurück und waren super glücklich diesen spontanen Entschluss gefasst zu haben.

Bis zum nächsten Mal!

 

Kommentieren

Bitte beachte, dass dein Kommentar nach dem Absenden erst von unserer Redaktion gesichtet werden muss. Aus diesem Grund kann das Erscheinen deines Kommentars etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Mehr über #Reisen

Inspiration für Menschen mit Fernweh: Reiseziele weltweit