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Günstig Wohnen in Irland – geht das überhaupt?

Günstig Wohnen in Irland – geht das überhaupt?


Das Leben im viertteuersten Land der EU erfordert nicht selten einen besorgten Blick auf den Geldbeutel. Imponierende Miet- und Lebensmittelpreise können schnell den Spaß an einem Auslandsaufenthalt verderben. Glücklicherweise ist Irland für den normalen BAföG-Bezieher kein Land der Unmöglichkeit, wenn man weiß, an welchen Stellen man sparen kann.

einstöckiges Haus mit Garten

Das Wohnen in kleinen, einstöckigen Häusern ist typisch irisch – und sehr gemütlich. Dieses Häuschen teile ich mir mit zwei weiteren Ladies.

Die Sache mit der Wohnungssuche

Die Jagd auf ein gemütliches Zimmer war bei mir zum Glück sofort erfolgreich. Zugegebenermaßen hatte ich dabei auch Hilfe. Eine Studienkollegin, die im vergangenen Jahr hier in Limerick gelebt hat, hat mir viel von ihrer Wohnung erzählt und mir gleich die Kontaktdaten des Vermieters gegeben. Da ich mich früh gemeldet hatte, konnte ich mir sogar noch ein Zimmer aussuchen. So hat sich das Thema schnell für mich erledigt.

Generell gibt es bei der Wohnungssuche in Limerick aber drei Sachen zu beachten:

  1. Warum du nicht ins Wohnheim ziehen musst, um Geld zu sparen.
    Unzählige amerikanische Filme locken mit verheißungsvollen Bilder von wilden Partys im Wohnheim. Meine Meinung: muss nicht sein.
    Auf dem Campus starten die Mieten für ein Zimmer bei ca. 450 Euro monatlich, man lebt dort in Wohngemeinschaften mit bis zu acht Studenten. Diese Form des Wohnens findet man genau so auch außerhalb des Campus in Häusern, die meistens von privaten Grundbesitzern vermietet werden. Dafür veröffentlicht die Uni auf ihrer Homepage im Mai und November Listen mit Kontaktdaten. Ein Zimmer dort kostet durchschnittlich 300 Euro und selbst inklusive Nebenkosten bleibt man noch unter den Campuspreisen. Meine kleine Nachbarschaft, Elm Park, befindet sich in Sichtweite zum Campus, keine fünf Minuten zu Fuß, und ist wärmstens zu empfehlen.
  2. Warum du schon vor Abreise mit der Wohnungssuche beginnen kannst.
    Grundsätzlich gilt: Das Bauchgefühl entscheidet. Bei der Unterkunft auf dem Campus ist man natürlich immer auf der sicheren Seite und kann den Sprung ins kalte Wasser wagen. Falls mal etwas nicht in Ordnung sein sollte, hat man im International Office direkt kompetente Ansprechpartner. Ich bin bis jetzt allerdings immer das Risiko eingegangen, vorher nur Bilder von den Wohnungen off campus zu sehen, und bin damit soweit gut gefahren. Wenn der Kontakt mit dem Mieter stimmt und das Gefühl auch, gibt es eigentlich keinen Grund, misstrauisch zu sein. Aber das entscheidet jeder natürlich allein.
  3. Wann du mit der Wohnungssuche anfangen solltest.
    Der frühe Vogel fängt den Wurm! Limerick ist eine dieser Studentenstädte, in denen Wohnraum immer knapp ist. Sobald der Platz an der Uni sicher ist, würde ich mich daher auf die Suche machen. So erspart man sich eine Menge Stress. Aber keine Panik! Mir hat mein Vorlauf von fünf Monaten mehr als genug gereicht.

Tipps fürs Sparen im Alltag: billiger fahren, Sport machen, Bücher lesen.

Die Universität Limerick hat für einen wirklich kleinen Aufpreis ein riesiges Angebot an sportlichen Aktivitäten, und auch für die Sportmuffel unter uns gibt es ein ansehnliches Freizeitprogramm (bald mehr dazu). Wer sich da involviert, muss in keinen anderen teuren Sportverein mehr eintreten.

Die Uni verkauft auch Bücher und Fahrräder, allerdings würde ich da empfehlen, in entsprechenden Geschäften in der Innenstadt nachzuschauen. Dort gibt es nämlich den Studentenrabatt, den es auf dem Campus nicht gibt. Deswegen gilt: Angebote vergleichen, es ist nicht immer dort am günstigsten, wo die meisten Studenten sind.

Vom Campus aus fährt auch ein Bus für nur 10 Euro direkt bis nach Dublin, da muss man per Internetsuche bei anderen Anbietern schon einige Euro mehr auf den Tisch legen.

Aufgepasst bei der Städtewahl

Die Lebenserhaltungskosten sind in Irland so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Dublin ist die teuerste Stadt der Insel, das Leben dort kostet rund 35 Prozent mehr als in Berlin. Nach Cork steht Limerick auf Platz drei der Liste, die durchschnittlichen Ausgaben hier entsprechen etwa denen der deutschen Hauptstadt. Übrigens: Die Datenbank Expatistan bietet sich optimal an, um weltweit Städte an ihren Preisen zu vergleichen.

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