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Was soll ich bloß anziehen!? Kleiderfragen bei -20 Grad

Was soll ich bloß anziehen!? Kleiderfragen bei -20 Grad

Brrrr, minus 20 Grad. Das klingt ungemütlich, aber es gibt ein paar Tricks, wie man sich auch in kalten Temperaturen ganz gut draußen bewegen kann. Fangen wir mal von vorne an.

Drunter…

Je nach Temperatur empfiehlt es sich, lange Unterwäsche oder auch nur eine Strumpfhose anzuziehen. Ab wann welche Dicke in Frage kommt, hängt von eurem Kälteempfinden ab. Ich trage bis -9 dicke Feinstrumpfhosen und ab -10 lange Skiunterwäsche. Dazu gehören für mich Wollsocken über normalen Socken. Was das Material angeht schwören viele Finnen auf natürliche Materialen wie Wolle, vor allem Merinowolle.

…und drüber?

Toppahousut! Toppahousut (warme Hosen zum Drüberziehen) gibt es in vielen verschiedenen Ausprägungen. Die klassische Toppahousut ist eine leicht gefütterte weite wasserfeste Hose, ähnlich einer Skihose, aber eben nicht so funktional. Es gibt auch ungefütterte Toppahousut für „wärmere“ Frühlings- und Herbsttage oder weniger klobige Hosen, oft aus Softshellmaterial. Diese Hosen zieht man über die normale Kleidung und im Normalfall am Ankunftsort (Uni, Büro, Restaurant, Fernzug) wieder aus. Das kann etwas nervig sein, weil man seine Schuhe ausziehen muss.

Ach ja, Schuhe!

Welche Schuhe ihr tragen solltet hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Grundsätzlich gilt: Glatt und eisig = Sohle mit flachem Profil, schneebedeckte Wege = gutes Profil. Glatt und vereist wird es in erster Linie, wenn Schnee schmilzt und dann wieder gefriert, heißt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Hier hatte es seit es geschneit hat nicht mehr über null Grad, dementsprechend liegt auf den Wegen festgetretener Schnee mit ordentlich Grip – aber kein Eis!

Winterlandschaft mit gefrorenem See
♫ Minus zwanzig Grad und es wird noch kälter, lalalala lalala ♪

Und der Rest?

Natürlich sollte eine anständige Jacke her. Am besten sollte sie etwas länger sein, also ein Parker oder ein Mantel, damit die empfindliche Gegend um die Hüften  und im Idealfall die Oberschenkel oder sogar die Waden geschützt sind. Daunen halten besonders warm und sind gleichzeitig platzsparend, aber nicht gerade mit dem studentischen Geldbeutel verträglich. Alternativ gibt es sehr wärmende Kunstfaserfüllungen, die noch dazu den Vorteil haben, dass ihr auf Produkte tierischen Ursprungs verzichten könnt.

Dazu kommt natürlich die heilige Dreifaltigkeit aus Mütze, Schal und Handschuhen. Schneehosen sind übrigens nicht das einzige Wintergadget aus der Kindheit, das man in Finnland als Erwachsender problemlos tragen kann. Auch Fäustlinge sind super beliebt. Profi-Tipp: Wenn es sehr kalt ist, kann man unter die Fäustlinge noch normale Handschuhe anziehen.

Und für alle Ensemblemitglieder gilt natürlich: Am besten wasserfest. Dann steht auch spontanem Schneeengel machen nichts mehr im Wege. So, jetzt aber raus and die frische Luft, Kinder!

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