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Mein erstes College-Football Spiel – Game Time

Mein erstes College-Football Spiel – Game Time

Im vorherigen Teil drehte sich alles um die amerikanische Pre-Game Tradition vor einem Football-Spiel, das sogenannte Tailgating. Jetzt kommen wir aber zum Highlight eines jeden Football-Tages und zwar dem eigentlichen Spiel. Das ist eine ganz große Show.

Beaver Stadion mit Fans
Das Beaver Stadion in seiner vollen Pracht.

Die Pre-Game Show

Nachdem das Ticket erfolgreich gescannt wurde, ging es ins Stadion. Das Beaver-Stadion ist riesig: Wir brauchten knapp 20 Minuten und die Hilfe vieler Stadion-Mitarbeiter, um unsere Plätze zu finden. Als wir aber angekommen waren, stieg die Spannung. Das Stadion füllte sich schnell und das Wetter spielte glücklicherweise auch mit. Es war wirklich eine unglaubliche Kulisse und gerade in Momenten wie diesen realisiere ich, wo ich eigentlich gerade bin und was für ein Privileg es ist, dass das erleben darf. Aber genug Sentimentalität, Zeit für American Football.

Kurz vor Spielanpfiff trat die sogenannte Penn State Blue Band auf, die die Marching Band der Penn State ist. Eine Marching Band ist die amerikanische Version eines Blasorchesters. Wie der Name schon sagt, marschieren die Musiker während ihrer Performance und eine Marching Band ist essenzieller Bestandteil eines jeden Football-Spiels. Es war schon beeindruckend, wie choreografiert und auf den Punkt abgeliefert alles war. Jetzt musste noch die heimische Football-Mannschaft dem Beispiel folgen und abliefern.

Dann war es endlich so weit. Die ersten Klänge von Zombie Nations „Kernkraft 400“ erklungen, das das Einlauflied für jedes White-Out Spiel ist. Es war wirklich elektrisch, alle im Stadion feierten mit und brüllten das Motto der Uni: „We are…Penn State!“ Begleitet von einem Feuerwerk liefen dann die Spieler aufs Feld und wenn nicht vorher schon, dann standen spätestens jetzt alle von ihren Sitzen auf und fühlten die Energie im Stadion und waren bereit für Football.

Football-Time

Um Punkt 19:30 ertönte dann der Anstoß-Pfiff und vier Stunden voller College-Football warteten auf uns. Ja richtig gehört, so ein Football-Spiel ist nicht mal schnell um, sondern braucht seine Zeit. Zwar werden nur vier Viertel zu je 15 Minuten gespielt, durch die ganzen Time-Outs und Pausen während des Spieles zieht sich das jedoch ziemlich in die Länge. Und Sitzen ist verboten, es ist ja schließlich das White-Out Game. Unsere Gegner waren die Auburn Tigers der Auburn University, die kein schlechtes Team sind, aber Penn State galt als Favorit im Spiel. Vor allem bei so einer Kulisse hinter sich.

Allerdings ging die Gastmannschaft in Führung, den Spirit der Fans konnte dies aber nichts anhaben. Unter Jubel und Anfeuerungsschreien gelang es Penn State aber, aufzuholen und mit dem ersten Touchdown des Spiels in Führung zu gehen. Meine Football-Kenntnisse sind sehr bescheiden und oft wusste ich auch nicht ganz genau, was gerade los ist. Ich habe mich aber einfach vom Rest des Publikums mitreißen lassen.

Spielszene
Das Spiel war oft ein auf und Ab. Mal gingen wir in Führung, mal sah es weniger gut aus. Hier kurz vor dem ersten Touchdown von Penn State.

Die ersten zwei Viertel wirkten sehr ausgeglichen und nach knapp zwei Stunden ging es mit einer knappen Führung für uns dann in die Halbzeit. Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die sich gleichzeitig hinsetzen. Aber auch meine Beine freuten sich über die Pause. Während der Pause haben wir Kraft getankt, typisch amerikanisch mit Chicken Wings, Pommes und einer kleinen Portion Cola, die in Deutschland eher als XL-Größe durchgehen würde.

Während der Halbzeit trat wieder die Blue Band auf und auch Penn State’s Cheerleader lieferten eine Show ab. Hut ab vor all der Akrobatik, mir wurde allein schon vom Zuschauen schwindlig. Aber dann ging es auch schon weiter mit den restlichen zwei Vierteln.

Ende gut, alles gut

Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend, vor allem aufgrund einiger Fehlentscheidungen der Referees gegen Penn State. Aber gereicht hat es am Ende dann doch und wir gewannen mit 28 zu 20.

Gegen 23:30 Uhr ging es dann nach Hause – Zeit, den Tag sacken zu lassen. Am Schluss bleibt auch nur noch eins zu sagen: „We are … Penn State!“

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