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Mein erstes College-Football Spiel – Tailgating ganz in Weiß

Mein erstes College-Football Spiel – Tailgating ganz in Weiß

Bevor es für mich in die USA ging, standen einige Punkte auf meiner Liste mit Erlebnissen, die ich während meines Jahres hier vor Ort erleben wollte. Einer dieser Punkte war es, ein amerikanisches College-Football Spiel hautnah zu erleben. Diesen Traum habe ich mir vor Kurzem erfüllt und wie so ein College-Football-Tag wirklich abläuft, erfährt ihr hier.

Es ist Samstag Morgen, der Wecker klingelt gegen 11 Uhr. Aber es ist kein gewöhnlicher Samstag: Es ist Game-Day, der Tag in der Woche, an dem sich alles um College-Football dreht. Unsere Nittony Lions, so nennt sich das Football-Team der Penn State, haben ein Heimspiel, was alleine schon Grund genug wäre für einen besonderen Tag. Allerdings ist dies kein gewöhnliches Heimspiel.  Es ist das jährliche „White-Out“-Game in der Saison. Bei einem Heimspiel in der Saison tragen alle Fans im Stadion weiße Kleidung, deswegen der Name „White-Out“. Was sich jetzt vielleicht nicht sehr spektakulär anhört, ändert sich schnell, wenn man sich den Spielort genauer anschaut. Die Football-Spiele der Penn State werden im Beaver Stadium ausgetragen, das sich auf dem Campus befindet. So, jetzt festhalten bitte: Das Stadion hat eine Kapazität von 106.572 Zuschauern. Richtig, nicht ein-hundert-sechs, sondern ein-hundert-sechs Tausend.

Damit ist es das zweitgrößte Stadion in den USA. Und nebenbei das viertgrößte Stadion in der westlichen Hemisphäre. Also meine Universität in Deutschland hat nicht mal so nebenbei ein Stadion auf dem Campus, auch nicht das viertkleinste weltweit. Und jetzt noch mal zum White-Out: Wenn mehr als 100.000 Menschen weiß tragen, wird daraus schnell mal eine weiße Wand. Deswegen wird die Stimmung während dieses Spiels auch als die beste Atmosphäre im College-Football und im Sport allgemein bezeichnet. Aber genug davon, Zeit aufzustehen.

„Tailgating“–  Eine amerikanische Football-Tradition

Schnell frisch gemacht und dann geht es mit Freunden auf zum Supermarkt, um genügend Burger, Getränke und Desserts für alle einzukaufen. Dann kann es auch schon zum Tailgating gehen. Tail-was?

Das Wort „tailgate“ im Englisch bedeutet soviel wie Heckklappe. Diese hat jetzt im ersten Moment nicht wirklich viel mit Football zu tun. Aber: Ein Paar Stunden vor Spielanpfiff treffen sich die Football-Fans auf den Parkplätzen vor den Stadien und campen dort regelrecht. Zu einer sogenannten „Tailgate-Party“ gehören Essen und Trinken, dabei natürlich typisch amerikanisch überwiegend Burger und Hotdogs (und Bier eventuell, wenn man über 21 ist). Dabei wird direkt aus den Heckklappen der Pick-ups serviert, was zur Bezeichnung Tailgating führte.

Burger, Hotdogs und Musik

Nach knapp 40 Minuten Fußweg sind wir endlich am Stadion angekommen und nach etwas (sehr langem) Suchen haben wir dann auch unsere finale Destination gefunden. Mittlerweile ist es fast 15 Uhr. Noch knapp viereinhalb Stunden bis zum Anpfiff. Wir wurden von anderen zu einer Tailgate-Party eingeladen und bekanntlich macht eine Party mehr Spaß, wenn man sie zusammen mit anderen feiert. Da ich das Frühstück vergessen habe (Anfänger-Fehler), hatte ich riesigen Hunger, als wir ankamen. Deswegen habe ich mich direkt mit dem Grillmeister angefreundet und meine kulinarischen Kenntnisse in der amerikanischen Küche erweitert. Eine Feier macht ja keinen Spaß auf leerem Magen.

Wir haben uns schnell unter die Menge gemischt und die Zeit vor dem Spiel genossen. Ein Student hat sogar seine DJ-Künste bewiesen und das Tailgating mit Musik bereichert. Der Weg zum Ziel war lang, aber unsere Mühe und unser Hunger wurden belohnt. Mein erstes Tailgaiting habe ich auf jeden Fall sehr genossen und fühlte mich fast schon wie ein waschechter Amerikaner.

Nach zwei bis drei Stunden Tailgating hieß es dann gegen 17 Uhr, sich auf den Weg zum Stadion zu machen. Es waren zwar noch etwas mehr als zwei Stunden bis zum Spielbeginn, aber bei so vielen Zuschauern muss man etwas früher da sein, um einen guten Platz zu bekommen. Meine Freunde und ich saßen in der „Student Section“, wo ausschließlich Studenten sind und die Stimmung am besten ist.  So, Ticket raus und dann kann es auch schon losgehen. Wie das eigentliche Spiel ablief, erfährt ihr im nächsten Teil.

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