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Mein Rückblick aufs Auslandssemester

Wie in meinem ersten Blog-Eintrag beschrieben, hatte ich keine genaue Vorstellung, wie mein Auslandsaufenthalt in Addis Abeba und Äthiopien sein wird. Jetzt, zwei Tage vor Heimflug, kann ich sagen, dass mich der Aufenthalt positiv überrascht hat und ich fast schon gar nicht mehr zurück möchte.

Drei Dinge, die ich in Addis Abeba gelernt habe

Offen sein für Neues

Die äthiopische Kultur ist sehr einzigartig, und während meines Aufenthalts konnte ich tief in die kulturellen Gegebenheiten eintauchen und meinen Horizont erweitern. Ich habe traditionellen Tanz gelernt, äthiopische Bands live gehört, neues und leckeres Essen probiert, viel über die Geschichte des Landes gelernt und Dinge ausprobiert, die ich zu Hause vermutlich nie gemacht hätte. Zum Beispiel die Teilnahme am Great Ethiopian Run oder das Klettern an einer Felswand ohne Vorerfahrung.

Anderes Land, andere Lebensweise.

Das klingt zunächst logisch, dennoch habe ich in einigen Situationen gemerkt, dass ich meine deutsche Art loslassen musste, um das Leben hier wirklich genießen zu können. Ein großes Thema dabei war die Pünktlichkeit. Während ich es gewohnt bin, sehr früh zu Terminen zu erscheinen, führte das hier oft dazu, lange warten zu müssen. Erst als ich aufgehört habe, mich darüber zu stressen, war ich deutlich entspannter unterwegs.

Am Ende wird alles gut.

Der Klischeespruch aus jedem Kalender, aber es stimmt. Auch im Auslandssemester! Während und vor meinem Aufenthalts bin ich immer mal wieder auf kleine Herausforderungen gestoßen, die sich im Nachhinein aber schnell haben klären lassen. So war es beispielsweise ein mehrwöchiger Prozess, eine Aufenthaltsgenehmigung in Addis Abeba zu erhalten. Die Universität hat uns zwar unterstützt, dennoch war es nicht einfach, das benötigte Geld in US-Dollar aufzutreiben. Auch unsere Wohnung haben wir auf den letzten Drücker bekommen. Denn die finale Zusage erhielten wir, als ich bereits am Flughafen in Deutschland war. Heute kann ich darüber schmunzeln und weiß, dass dieses Apartment die Aufregung mehr als wert war.

Sicherheit im Auslandssemester

Ein wichtiges Thema, das mich vor der Anreise und eigentlich auch schon vor der Bewerbung für das Auslandsstudium beschäftigt hat, war das Thema Sicherheit. Im Vorhinein habe ich mich intensiv über mögliche Risiken informiert und sowohl Empfehlungen des Auswärtigen Amtes eingeholt, als auch mit ehemaligen Studierenden, die bereits in Addis Abeba waren, gesprochen. Da die Uni in Leipzig sehr eng mit der Uni in Addis Abeba zusammenarbeitet, haben wir einen realistischen Einblick bekommen.

Generell habe ich mich nie unwohl gefühlt, auch nicht, wenn ich alleine zur Uni gelaufen bin (zehn Minuten Fußweg). Nachts war ich immer im Taxi unterwegs, was zum Glück auch nicht teuer ist. Wie in vielen Großstädten sollte man auch hier auf seine Wertgegenstände achten, wobei es einige Maßnahmen gibt, um Diebstähle zu vermeiden. Ein Beispiel ist die große Universitätsbibliothek. Beim verlassen der Bib wird von jedem Studierenden die Tasche geöffnet und kontrolliert. Hat man einen Laptop dabei, so muss man vor Augen des Sicherheitspersonals das Passwort eingeben um zu zeigen, dass man auch wirklich der rechtmäßige Besitzer ist. An meiner Uni musste ich ebenfalls jeden Tag meine Tasche öffnen und auch meinen Studentenausweis vorzeigen, um auf den Campus zu kommen. Zusätzlich musste ich angeben, zu welcher Fakultät ich gehöre.

Gegen Ende meines Aufenthalts war die Frage allerdings nur noch reine Routine, da es nicht viele Austauschstudierende gibt und das Sicherheitspersonal mich deshalb schon kannte. Ob Reisen möglich ist, kann sich tatsächlich von einem auf den anderen Tag schnell ändern. Deshalb ist es besonders wichtig, sich regelmäßig über die Sicherheitslage zu informieren. Ich bin mit einer Reiseagentur in den Norden Äthiopiens gefahren und habe kleinere Tagestrips in der Nähe von Addis Abeba gemacht. Rückblickend bin ich  definitiv froh, dass ich zumindest ein bisschen was vom Land sehen konnte. 


Ganz viel Neues

Addis Abeba bedeutet übersetzt „neue Blume“. Passend dazu war für mich hier ganz vieles neu. Neue persönlich und kulturell Erfahrungen, unzählige neue Eindrücke, neue Freundschaften, wertvolle Erkenntnisse und neue spannende Perspektiven. Diese Zeit hat mich nicht nur persönlich wachsen lassen, sondern auch gezeigt, wie bereichernd ein Schritt aus der Komfortzone sein kann. 

Statt mich auf die Heimreise zu freuen, merke ich, wie schwer mir der Gedanke ans Abschied nehmen fällt. Äthiopien ist mir in dieser kurzen Zeit unglaublich ans Herz gewachsen und wenn sich noch einmal die Möglichkeit ergibt, werde ich gerne zurück kommen. 


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