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Mexiko-Stadt erleben – Teil II

Mexiko-Stadt erleben – Teil II

Die ersten vier Tage durfte ich in Mexico City bei Bekannten verbringen. Da ich dort sehr viel erlebt habe, möchte ich diese Tage noch einmal Revue passieren lassen. Die Stadt hat vieles zu bieten und ist dabei vor allem geschichtlich sehr interessant!

Der erste Tag in Mexiko-Stadt war sehr schön und ereignisreich. Nun folgt die Fortsetzung mit ein paar weiteren magischen Orten, die ich in und rund um Mexiko-Stadt kennenlernen durfte.

Tag 2 in Mexiko-Stadt: Teotihuacán, der Ort der mystischen Energien

Am zweiten Tag machen wir uns auf nach Teotihuacán, das 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt liegt. Teotihuacán ist Mexikos größte altertümliche Stadt und bekannt für ihre zwei großen Pyramiden. Schon von weitem sieht man die riesige „Pirámide del Sol“, die Sonnenpyramide. Sie ist ungefähr 64 Meter hoch und gilt somit als die drittgrößte Pyramide der Welt. 1971 wurde von Archäologen bestätigt, was schon einst die Azteken glaubten: Die Pyramide ist dem Sonnengott gewidmet. Außerdem entdeckten sie einen 100 Meter langen Tunnel, der zu einer Höhle direkt unterhalb der Mitte der Pyramide führt, wo religiöse Gegenstände gefunden wurden. Schon vor dem Bau soll die Sonne an genau diesem Platz angebetet worden sein und man vermutet, dass die damaligen Bewohner in dieser Höhle den Ursprung des Lebens sahen. Dieses eindrucksvolle Bauwerk wurde um 100 nach Christus aus drei Millionen Tonnen Steinen erbaut – ohne die Hilfe von Metallwerkzeugen, Lasttieren oder Rädern! Zur Blütezeit war der Putz der Pyramiden rot bemalt, was die Stadt vor allem beim Sonnenuntergang hat glühen lassen.

Die zweite Pyramide ist die „Pirámide de la Luna“, die Mondpyramide. Sie ist etwas kleiner als die Sonnenpyramide und befindet sich am „Plaza de la Luna“, am Mondplatz. Viele New-Age-Anhänger pilgern jährlich nach Teotihuacán, um die mystische Energie dieses Ortes aufzusaugen. Das geschieht vor allem zwischen dem 19. und 21. März, am Tag des Frühlingsäquinoktiums (auch Frühlings-Tagundnachtgleiche), also an dem Datum, an dem Tag und Nacht exakt gleich lang sind.

Die Atmosphäre in Teotihuacán ist eine ganz Besondere. Neben all den anderen Besuchern gibt es viele Händler, die Handarbeiten oder Figuren aus Obsidian verkaufen oder das Geräusch des Jaguars nachahmen. Normalerweise kann man die Pyramiden auch besteigen, jedoch ist der Aufstieg aufgrund der Pandemie momentan leider nicht möglich.

Tag 3 in Mexiko-Stadt: Magisches Dorf Tepoztlán

„El pueblo mágico“, das magische Dorf Tepoztlán liegt ungefähr eineinhalb Stunden von Mexiko entfernt. Das Dorf hat einen schönen kleinen Marktplatz (Zócalo), auf dem verschiedene Stände aufgebaut sind. Auch die Gassen bieten vor allem Kunsthandwerk, Souvenirläden und regionales Essen sowie Getränke an. Das Dorf hat dabei ein ganz besonderes Flair. Vor allem die Natur ist traumhaft schön und lohnenswert ist auch der Aufstieg zur Pyramide „El Tepozteco“. Leider müssen wir auch an diesem Tag aufgrund der aktuellen Corona-Situation auf den Aufstieg verzichten, aber wir können eine kleine Wanderung zu einem nahe gelegenen „Mirador“, also einem Aussichtspunkt machen. Dort angekommen, hat man einen wunderschönen Blick auf die Natur und das magische Dorf. Der Weg dauert hin und zurück etwa eine gute Stunde.

Natur von Tepoztlán, Ausblick auf die bewachsenen Felsen
Ein weiterer wunderschöner Panoramablick vom Aussichtspunkt.

Zum Abschluss und gerade noch rechtzeitig bevor das Gewitter losgeht, probiere ich zum ersten Mal Tacos auf dem Markt. Dort bieten die Frauen alles frisch an und man kann sogar dabei zusehen, wie sie ihre Köstlichkeiten zubereiten. Danach gibt es noch ein Eis, das sogenannte „Tepoznieve“. Es sind traditionelle, natürlich hergestellte Eissorten mit sehr kreativen Namen. Zu jeder Sorte Eis gibt es eine passende Legende zu erzählen.

Eisdiele mit vielen Dekor wie Bildern mit Abbildungen der indigenen Bevölkerung und eine Sonne

Die sehr schön dekorierte Eisdiele „Tepoznieves“ in Tepoztlán.

Tag 4 in Mexiko-Stadt: Das berühmte blaue Haus und Trajineras

Den letzten Tag beginnen wir im Viertel „Coyoacán“ (Nahuatl für „Platz der Kojoten“). Dort erkunden wir eine kleine Marktpassage und schlendern durch die schmalen Straßen. In diesem Stadtviertel lebte auch die berühmte Künstlerin Frida Kahlo. Ihr blaues Haus wurde nun zu einem Museum umgestaltet, Karten sind jedoch oft ausverkauft – das ist definitiv ein Grund, um wiederzukommen!

Franziska vor blauem Haus mit einem großen grünen Fenster
Das Haus von Frida Kahlo in Coyoacán, das man heute als Museum besuchen kann.
Franziska am Eingang vor der Markthalle, Wappen mit Schriftzug Coyoacán
Der Eingang zur Markthalle im Stadtviertel Coyoacán.

Um den Tag ausklingen zu lassen, geht es in den Stadtbezirk Xochimilco. Xochimilco bedeutet auf Nahuatl „der Platz, an dem Blumen wachsen“ und ist bekannt für seine Kanäle und fruchtbaren Gartenanlagen. Die sogenannten „schwimmenden Gärten“ (chinampas) dienten schon den Azteken als wirtschaftliche Grundlage und werden nach wie vor noch kultiviert. Aufgrund der historischen und kulturellen Bedeutung gilt das Gebiet seit 1987 als UNESCO-Welterbe.

Eine weitere Attraktion ist eine Fahrt auf den Kanälen mit einer schön gestalteten „trajinera“ (auf deutsch: Gondel). Zusammen mit Freunden verbringen wir eine gute Stunde in einer „trajinera“ und fahren den Kanal auf und ab. Jede Gondel ist individuell, kreativ bemalt und trägt ihren eigenen Namen.

Interessant sind auch die Frauen, die zum Bespiel Mais anbieten und auch mit den Gondeln auf den Kanälen hin und her fahren. Wenn man mag, kann man auch „Mariachis“ (mexikanische Volksmusiksänger) buchen, die die Gondelfahrt musikalisch begleiten.

Mit diesem Abenteuer endet auch schon meine Zeit in Mexiko-Stadt. Es sind so viele neue Eindrücke, Menschen, die ich in mein Herz geschlossen habe und schöne Orte, die in Erinnerung bleiben werden. Mein erster Eindruck von Mexiko ist magisch und Mexiko-Stadt definitiv einen weiteren Besuch wert! ¡Hasta pronto, ciudad hermosa!

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