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Zu Dritt auf 6m² – auf dem Weg nach Lissabon

Vor gar nicht langer Zeit, habe ich auf Reisen auch mal Nächte am Bahnhof verbracht oder mit einer Gruppe Straßenmusiker_innen durchgemacht. Zu meinem eigenen Entsetzen stelle ich fest: Mit Kind sind diese Zeiten erst mal vorbei. #vollspießig. Denn auf einmal finde ich es eher stressig nicht zu wissen, wo wir schlafen oder wie wir Robin unterbringen. Nachdem die Sache mit dem Geld uns nun schon einige Zeit in Atem hält, gibt es also noch einiges anderes zu organisieren.

Partneruni und Kita: der Hürdenlauf geht weiter

Zwei Dinge möchten wir also vor Beginn der Abreise geplant haben: die Kita und die Wohnung. Unsere Tochter Robin ist ein soziales Kleinkind. Für uns ist klar, dass sie in Portugal in die Kita kommen soll. Das International Office der Universidade Catolica Portuguesa nennt uns auf Anfrage einige Kitas in Uninähe. Die schreiben wir an. Leider kommt nur von einer Kita eine Antwort, Kosten für den gesamten Zeitraum: 2.250 Euro! #saywhaaat?!. Das macht ca. 600 Euro im Monat. Also überlegen wir wieder hin und her. Haben wir eine Wahl? Nicht so richtig.

Zum xten Mal telefoniere ich also alle möglichen Stellen durch. Schlussendlich landen wir bei der Stadt Berlin, in der Hoffnung den Kitagutschein, den wir in Berlin ja nicht brauchen, für Lissabon verwenden zu können. Die Dame am Telefon lacht. Fehlanzeige.

Zeitgleich kommt von der Universidade Nova de Lisboa, an der ich mich zunächst beworben hatte, keine Rückmeldung, ob ich genommen bin. Und zwar auch nicht auf Anfrage und das über Monate. Wir können bei unserem Budget keine Kita mit 400 Euro anzahlen, wenn wir keine Anerkennung für die Uni haben, für die ich dann ja Auslands-BAföG bekomme. Teufelskreis. Also gefühlt zum 15. Mal hin zum Amt für Internationale Angelegenheiten. Die ermöglichen mir dann nochmal in letzter Minute die Uni zu wechseln. An der Universidade Catolica Portuguesa läuft dann alles wie am Schnürchen.

Wohnen – Arm aber sexy

Zieht man die Kitakosten ab, bleiben uns also ca. 1.000 Euro für drei Personen pro Monat. Dann kommt uns eine Idee. Bastis Vater hat einen alten Wohnwagen im Hof stehen. Wir fragen ihn und er überlässt ihn uns für die Zeit in Lissabon. Und nicht nur das: Er erklärt sich bereit, ihn auch noch wieder TÜV-fit zu machen und stellt sein Auto zur Verfügung. So verbringen wir also eine Woche bevor es losgeht in der Werkstatt und bauen uns den Wohnwagen aus, um damit vorerst auf dem Lisboa Camping & Bungalows zu wohnen. Der kostet für den ganzen September noch ca. 500 Euro, ab Nebensaison nur noch 250 Euro monatlich. Wie lange wir darin wohnen werden, wenn es kalt und eng wird? Mal sehen.

Resümee: Als Familie ins Auslandssemester zu starten ist ein Hürdenlauf. Wir hatten dabei bisher viel Unterstützung. Ansonsten wären wir jetzt wohl kaum auf dem Weg nach Lissabon und würden nicht gerade auf die Weinberge in Südfrankreich gucken. #dasLebenisthart

Weinberge, altes Gebäude, Himmel
Zwischen Weinbergen in Südfrankreich, auf dem Weg nach Lissabon.

Kommentare

  1. Malte Pahlke

    22. August 2017

    Wenn ich das so lese fühle ich mich ziemlich bescheuert, jemals über die Organisation meines Auslandssemesters gemeckert zu haben. Ich freue mich auf neue Berichte und wünsche viel Erfolg!

  2. Lenz Köhl

    22. August 2017

    Mit ausgebautem Bus und Kind nach Lissabon, was ein Abenteuer! Ich bin gespannt wie es weiter geht. Gute Reise euch!

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