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Was man in Mailand unbedingt sehen muss

Was man in Mailand unbedingt sehen muss

Letztes Wochenende ging es für mich in die Modehauptstadt Italiens. Neben vielen Sehenswürdigkeiten gibt es auch viele Köstlichkeiten und tolle Beschäftigungen, die den Aufenthalt in Mailand erst so richtig perfekt machen. Was ihr während eines kurzen Aufenthaltes dort machen solltet, erfahrt ihr hier.

Ich besuchte eine Freundin, die ein Auslandssemester in Mailand macht. Da ich bei ihr übernachten durfte, konnte ich mir das Geld für eine Unterkunft sparen. Ich hatte Glück mit dem Wetter, denn trotz der kühlen Jahreszeit schien permanent die Sonne und man konnte tagsüber mit einer dünnen Jacke spazieren gehen. Trotzdem empfehle ich jedem, der im Winter nach Mailand reist, ebenfalls einen dicken Pulli oder eine Winterjacke einzupacken, denn es kühlt zum Abend hin ab.

Must Do’s

Da Mailand Italiens Modehauptstadt ist, steht shoppen ganz oben auf der To Do Liste. Es zog mich also auf Mailands Shoppingstraßen in der Nähe des Doms. In der Stadt finden nicht nur Fast Fashion Liebhaber auf der Corso Vittorino Emanuelle II die neuesten Modetrends. Wenn es ein wenig luxuriöser sein darf, dann schlägt das Herz auf der Via Monte Napoleone höher. Für einen Tagestrip empfehle ich shoppen als Abschluss des Tages einzuplanen, denn die Läden haben bis 21:00 Uhr geöffnet und Straßenkünstler unterhalten die Passanten.

Ein weiteres Must Do ist wie in jeder italienischen Stadt: Essen. Die italienische Küche ist nicht umsonst weltweit bekannt. Ihr entscheidet, ob ihr euch in ein nettes Lokal setzt oder lieber die Imbisse der Stadt abklappert. Ich habe mich für die Imbisse entschieden, denn ich wollte möglichst viele Kleinigkeiten probieren. Außerdem passte dies besser in mein Budget.

Sightseeing

Sich eine Stadt anzuschauen, ist keine Kunst. Man braucht nicht viel mehr als bequeme Schuhe, einen Rucksack mit Platz für eine Wasserflasche und Souvenirs, und ein Handy mit einer Karten-App.

Ich möchte euch meine Reiseroute vorstellen. Mir blieben insgesamt zwei Tage, um die Stadt zu erkunden. Das reicht völlig aus, um alles gesehen zu haben. Wenn man nur einen Tag hat, jedoch sehr früh startet und motiviert bis zum Abend durchhalten kann, lässt sich die Reiseroute ohne Stress an einem Tag durchziehen.

Reiseroute

Wir starten unsere Route am Milano Centrale, dem Hauptbahnhof Mailands. Mit seinen glasüberdachten Bögen macht dieser als „Eintrittspforte“ Mailands einiges her. Danach geht es weiter zum Isola-Viertel, das mit seinen architektonisch sehr modernen Gebäuden imponiert. Wer möchte, kann durch die Straßen schlendern und erwischt möglicherweise den Wochenmarkt in der Nähe des Piazza Gae Aulenti. Von diesem mit Geschäften umrundeten Platz geht es direkt weiter zum Cimitero Monumentale. Auf diesem Friedhof zeigen sich Architektur und Natur von ihrer schönsten Seite. Trotz der gedrückten Stimmung, die jeder Friedhof mit sich bringt, war ich von den enormen Mausoleen und Kapellen begeistert, die wie Kunstwerke in einem Freilichtmuseum den Friedhof schmücken.

Das Famedio Cimitero Monumentale am Eingang des Friedhofs
Das Famedio Cimitero Monumentale am Eingang des Friedhofs

Es wird Zeit für einen Snack in Chinatown. Es befindet sich keine zehn Gehminuten vom Monumentale entfernt. Es ist bei Weitem nicht so groß wie das Londoner Chinatown, doch es war trotzdem eine nette Abwechslung. Die kleinen chinesischen Restaurants, Geschäfte und Laternen, die den Stadtteil in der Nacht zum Leuchten bringen, verleihen dem mailändischen Chinatown Charme.

Vom Corso Sempione geht es in Richtung Simplonpark. Dieser Park eignet sich hervorragend für einen Spaziergang und um seine Wasserflasche an einen der vielen Trinkbrunnen in ganz Mailand aufzufüllen. Der Park wird von zwei Sehenswürdigkeiten eingerahmt. Vom Corso Sempione läuft man geradewegs auf den Arco della Pace zu. Von dort aus kann man die nächste Sehenswürdigkeit am anderen Ende des Parks bereits sehen – das Castello Sforzesco. Die im Mittelalter erbaute Festung eignet sich perfekt für Kunstliebhaber, denn dort kann man Kunstwerke von Da Vinci und Michelangelo betrachten. Als Fotokulisse ist dieser Ort ebenfalls bestens geeignet.

Tobias posiert vor dem Castello Sforzesco
Ich befinde mich vor dem Eingang des Castello Sforzesco

Wenn euch der Hunger gegen Mittag wieder packt, könnt ihr euch im Stadtteil Brera aufhalten. Die günstigen Imbisse und charmanten Restaurants laden zum Verweilen ein. Über die Via Cordusio geht es weiter Richtung Dom. Plant in jedem Fall eine kurze Pause in einem amerikanischen Franchise-Kaffeehaus ein. Ich persönlich bin kein Fan von dem Unternehmen und habe auch nichts bestellt, doch das Lokal in der ehemaligen Hauptpost der Stadt ist einen Besuch wert. Das Innendesign hat einen industriellen Touch und dort wird einem gezeigt, wie der Kaffee geröstet und abgefertigt wird.

Nicht weit von dort steht das Wahrzeichen Mailands, der Duomo di Milano. Ein Foto vor dem Dom zu schießen gehört zu den Must Do’s in Mailand. Leider hat dies auch seine Schattenseiten, die man auf den Bildern nur erahnen kann. Der Piazza del Duomo wird fortwährend von Menschenmassen überrannt und eine noch nie zuvor gesehene Anzahl von Tauben verdirbt einem das Vergnügen. Straßenverkäufer bringen Touristen dazu, Vogelfutter zu kaufen, was Hunderte von Tauben anlockt. Gleich neben dem Dom befindet sich die Galleria Vittorino Emanuelle II, eine luxuriöse Einkaufspassage, die von einer Glaskuppel überdacht wird. Vergesst nicht, euch drei Mal um die eigene Achse auf dem Stierwappen, der als Mosaik den Boden verziert, zu drehen. Das soll euch laut Volksmund unermessliches Glück und Wohlstand bringen.

Über die Via Torino und den Corso di Porta Ticinese geht es an Einkaufsgeschäften vorbei über die Colonne di San Lorenzo zur Porta Ticinese, ein früheres Stadttor Mailands. Hier beginnt der Stadtteil Navigli, der mit seinen Kanälen an Venedig erinnert. Dort kann man in entspannter Atmosphäre in den kleinen Restaurants und Bars den Sonnenuntergang beobachten. Nachdem man den Abend dort gemütlich ausklingen lassen konnte, empfehle ich, zurück Richtung Dom zu laufen und sich ans Shoppen in den Einkaufsstraßen oder das Nachtleben Mailands zu wagen. Oder gar beides?

Man sieht, wie die Sonne im Stadtteil Navigli dabei ist unterzugehen
In Navigli kann man gemütlich am Kanal spazieren und den Sonnenuntergang genießen
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