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Visum für Thailand – ist ein Praktikum auch ohne möglich?

Visum für Thailand – ist ein Praktikum auch ohne möglich?

Besitzt du die deutsche Staatsbürgerschaft, ist die Einreise nach Thailand für dich sehr einfach. Du setzt dich in den Flieger und erhältst am Flughafen eine Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage, in denen du dich legal im Land bewegen darf. Willst du länger bleiben, gibt es verschiedene Wege, um dies zu realisieren.

Brauchst du ein Visum für Thailand?

Das hängt davon ab, wie lange du dich im Land aufhalten möchtest. Die am Flughafen erteilte Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen (Visa Exemption) kann in einem Immigration Office im Land um weitere 30 Tage verlängert werden. Diese sind in jeder größeren Stadt in Thailand zu finden und das Ganze geht sehr einfach und dauert keine fünf Minuten. Hast du also vor, nicht länger als 60 Tage für ein Praktikum im Land zu bleiben, benötigst du kein Visum. Für diese stressfreie Variante brauchst du in der Regel 1.900 Baht, deinen Reisepass + eine Kopie und ein Passbild.

Wenn man länger bleiben will

Soll dein Praktikum allerdings die 60 Tage überschreiten, benötigst du ein Visum, um dich legal im Land aufhalten zu können. Es gibt zwei Varianten und welche für dich die richtige ist, hängt von deiner geplanten Aufenthaltsdauer ab. Mit dem Single Entry Tourist Visa (SETV) kannst du dich bis zu drei Monate in Thailand aufhalten und bezahlst dafür 30 €. Mit dem Multiple Entry Tourist Visa (METV) kannst du sogar bis zu neun Monate im Land bleiben und bezahlst dafür 150 €. Möchtest du eine der beiden Visa-Arten beantragen, muss dies außerhalb von Thailand geschehen. Bei dem METV zusätzlich in dem Land, in dem du deinen Wohnsitz hast. Die thailändischen Botschaften in Deutschland findest du hier Beide Optionen sind im Normalfall für deutsche Staatsbürger*innen leicht zu bekommen. Mehr Informationen zu den benötigten Unterlagen und zur Beantragung kannst du zum Beispiel auf dieser Seite finden.

Aufenthalt ohne Visum – geht das?

Da ich zu den Menschen gehöre, die gerne ohne viel zu überlegen alles auf sich zukommen lassen, bin ich frei nach dem Motto „ich fliege erstmal hin und schaue was passiert“ eingereist. Das bedeutet, ich habe am Flughafen eine Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage bekommen und stand nun offiziell als Tourist in Thailand. Da mein geplanter Aufenthalt von über vier Monaten die 30 Tage um einiges überschreitet, kommt früher oder später dann doch der Punkt, an dem man sich Gedanken um den eigenen Aufenthalt machen muss. Da fragt man sich doch: hab ich da nicht vorher schonmal dran gedacht? Doch, habe ich. Jedoch waren tiefere Überlegungen schnell bei Seite geschoben, weil ich mir gesagt habe, dass ich einfach aus- und wieder einreise, wenn meine Aufenthaltsgenehmigung sich dem Ende zuneigt. Das nennt sich Border- oder Visa-Run und bedeutet, dass man das Land für eine kurze Zeit verlässt und dann bei der Einreise erneut eine Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen bekommt.

Nachdem ich in meinem neuen Zuhause auf Zeit angekommen bin, war mir schnell klar, dass das wohl doch nicht die beste Strategie ist. Das ständige Ein- und Ausreisen ist nicht nur anstrengend, sondern wird am Ende auch teurer als die vorherige Beantragung eines Visums. Also musste ich mir einen neuen Plan überlegen, der nun wie folgt aussieht:

Reisepass mit Visa Exemption Verlängerung

Verlängerung der Visa Exemption – einfach und schnell möglich

  • Bevor meine Aufenthaltsgenehmigung am 10. Mai ausgelaufen wäre, habe ich sie  im Immigration Office Hua Hin bis zum 9. Juni verlängern lassen. Das ging ohne Probleme und ich habe außer meinem Reisepass und 1.900 Baht (ca. 48 €) nichts benötigt.
  • Am 30. Juni werde ich das Land verlassen und für fünf Tage auf Reisen gehen. Im Ausland werde ich dann die dortige thailändische Botschaft aufsuchen und ein SETV für zwei Monate beantragen. Das kostet mich ca. 30 € und wenn alles gut geht, sollte die Bearbeitung nicht länger als zwei Tage dauern. Bevor die zwei Monate abgelaufen sind, werde ich dieses Visum erneut für 30 Tage im Immigration Office in Hua Hin verlängern lassen. Das kostet wiederum 1.900 Baht.

Und et voilà, ich kann für vier Monate in Thailand bleiben – hat mich nur mehr Geld und Nerven gekostet, als ein Visum im Voraus in Deutschland zu beantragen. Ich halte dich auf dem Laufenden, ob alles klappt wie geplant.

Meine Empfehlung für dich

Mit diesem Beitrag möchte ich dir eigentlich zwei Dinge sagen. Zum einen, dass es in Verbindung mit der deutschen Staatsbürgerschaft sehr einfach ist, für längere Zeit in Thailand zu bleiben. Es gibt verschiedene Wege den Aufenthalt für ein Praktikum zu realisieren und du wirst keine Probleme kriegen, ein Visum ausgestellt zu bekommen. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass es auch ohne viele Überlegungen und Vorbereitungen funktioniert.

Zum anderen wollte ich dir aber auch vermitteln, dass an der Devise „erst denken, dann handeln“ manchmal doch was dran ist. Würde ich nochmals ein Praktikum im Ausland machen wollen, würde ich mir dieses mal vorher ein Visum besorgen. Der Grund: hast du alles schon in Deutschland organisiert, kannst du deinen Aufenthalt nur noch genießen und musst, neben zusätzlicher Kosten, keine Gedanken mehr daran verschwenden.

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