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Warum ein „Nein“ nicht immer etwas Schlechtes ist

Warum ein „Nein“ nicht immer etwas Schlechtes ist

Eine Absage ist nicht immer das Ende einer Geschichte. Ganz im Gegenteil: Mein Ziel von einem Auslandssemester in Übersee beginnt sogar mit einem „Nein“.

Die anfängliche Situation: Beginnen möchte ich diesen Text mit einer persönlichen Anekdote. Wir schreiben den 06.11.2015, an dem ich die Mitteilung erhalten haben, dass ich keinen Platz für ein Auslandssemester bekommen habe. Ich habe mich am Anfang meines Studiums befunden: Mit Orientierungslosigkeit und mangelnder Weitsicht habe ich damals die universitären Pflichtveranstaltungen absolviert. Genauso ernüchternd und strikt, wie ich die letzten Zeilen jetzt niedergeschrieben habe. Rückblickend habe ich auch mein Dasein als Student so empfunden. Diese Absage musste ich erst einmal verkraften. Es kristallisierten sich vorübergehende Zweifel hinsichtlich meiner Studienwahl und somit meiner angetretenen Berufslaufbahn heraus. Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich jedoch neue Perspektiven erkannt, für die ich rückblickend mehr als dankbar bin.

Zusehen ist, wie ich im alter von circa 20 Jahren eine Straße in Krakau überquere. Auf dem Bild habe ich noch Haare.
Auch mein äußeres Erscheinungsbild war zu Studienbeginn ein Anderes.

Die neue Hoffnung

Hätte ich mir selbst aus heutiger Sicht zum damaligen Zeitpunkt den Platz gegeben? Nein! Ich wusste einfach zu wenig über mich selbst und meinen Studiengang. Es hat mir ein Wegweiser bzw. eine Richtung gefehlt, in die ich gehen wollte. So habe ich mich dazu entschieden, über Praktika mehr in die Welt eines Wirtschaftsingenieurs einzutauchen und meinem Studium eine neue Chance zu geben. In kleinen Schritten habe ich mich zunehmend angenähert und so die ersten Erfolge in der Uni erzielt. Im Jahr 2019 habe ich angefangen, als Werkstudent im Bereich des Produktmanagements zu arbeiten. Schnell wurde mir Folgendes klar: Mein Ziel ist es, in Zukunft als Produktmanager tätig zu sein. Es ist die Vielseitigkeit in diesem Beruf, die mich direkt fasziniert hat. Es handelt sich hierbei um die Zweigstelle zwischen Wirtschaft und Technik. Produktmanager setzen sich mit der Planung, Steuerung und Kontrolle von Produkten während ihrer Lebenszyklen auseinander. Im Rahmen meiner Tätigkeiten als Werkstudent wurde mir vor allem der internationale Aspekt in diesem Berufsfeld vorgelebt und bewusst. Zu Beginn meines Masterstudiums wurde so mein Wunsch nach einer Auslandserfahrung, durch die ich vielseitig lernen kann, erneut entfacht.

Ausland? Da war ja noch was!

Die daraus resultierende Konsequenz war, dass ich mich erneut (wie sechs Jahre zuvor) für ein Auslandssemester in Amerika an meiner Heimatuniversität der TU Dortmund beworben habe. Meine Devise: „Jetzt oder nie“. Diesmal waren es aber neue Absichten und Erkenntnisse, die mich zu diesem Schritt bewegt haben. Ein Auslandsstudium in den USA bedeutet heute für mich weitaus mehr als fortgeschrittene Englischkenntnisse und wertvolle interkulturelle Erfahrungen. Es bringt mir nicht nur greifbare Abschlüsse und Zertifikate, sondern ich erhalte die Chance auf eine vertiefende Ausbildung, lerne Herausforderungen zu meistern und erwerbe Kenntnisse in modernen Praktiken in Hinblick auf meinen Berufswunsch. Mit dieser Motivation bin ich die gesamte Bewerbungsphase grundlegend anders an angegangen. Meine Bewerbungsunterlagen habe ich sorgfältig zusammen gesucht, auf die anstehenden Bewerbungsgespräche habe ich mich bestmöglich vorbereitet. Am 06.11.2021 (also genau auf den Tag sechs Jahre später) habe ich dann erneut eine Rückmeldung hinsichtlich meiner Auslandsbewerbung bekommen: Es war die finale Zusage für ein Auslandssemester an der Texas A&M University

ch stehe auf meinem Balkon und halte die Westfalenpost vom 09.08.2022 in der Hand. Ich bin sehr erfreut über den Bericht. Das Foto ist nach einem Arbeitsmeeting entstanden, wodurch ich noch ein blaues Hemd getragen habe, welches ebenfalls zusehen ist.
Die Westfalenpost vom 09.08.2022 hat einen Beitrag über mich und mein anstehendes Auslandssemester publiziert.

Was ich euch mitgeben möchte:

Auch wenn ihr euch für ein Auslandssemester bewerbt und dieses nicht auf Anhieb genehmigt bekommt, lasst euch nicht entmutigen. Ein „Nein“ ist nicht zwangsläufig in Stein gemeißelt und kann sich mittels eines neuen Blickwinkels und etwas Zeit durchaus in ein „Ja“ wandeln.

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