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Warum Georgien als das Land der Kirchen und Klöster gilt

Warum Georgien als das Land der Kirchen und Klöster gilt

Erst vor kurzem wurden in Georgien die Corona Beschränkungen wieder gelockert. Auch Museen und Kunstgalerien haben jetzt wieder geöffnet. Während des Lockdowns in den letzten Monaten, habe ich deshalb einige Kirchen und Klöster besichtigt.

Eines wird man in Georgien schnell merken: Religion spielt eine wichtige Rolle in diesem Land. Überall sieht man Kirchen und Klöster, da sie meistens auf einem Berg gebaut wurden.

In Tbilisi findet man einige Moscheen, Synagogen und Kirchen. Letztere sieht man wirklich überall im Land, da ungefähr 80 Prozent der Georgier dem orthodoxen Christentum angehören. Vor allem die riesige Sameba Kathedrale ist in Tbilisi nicht zu übersehen. Sie ist mit einer Höhe von 84 Metern die größte Kirche im Südkaukasus und zusammen mit der Sioni Kathedrale in der Innenstadt eine der bekanntesten in Tbilisi. Sie steht auf dem Elias-Hügel, von dem man eine großartige Aussicht über die Stadt genießen kann.

Neu war für mich, dass die Georgier vor jeder Kirche das Kreuzzeichen schlagen – egal, ob beim Vorbeilaufen oder beim Autofahren. Im Vergleich zu Deutschland habe ich das Gefühl, dass Religion für die Jugendlichen hier eine viel größere Rolle spielt. Auch auf die georgische Küche hat die Religion einen Einfluss, da viele Georgier die Fastenzeiten einhalten. In dieser Zeit wird auf Fleisch oder allgemein auf tierische Produkte verzichtet. Für mich ist das von Vorteil, da ich deshalb auf den Speisekarten oftmals auch einige vegetarische oder sogar vegane Gerichte finde.

Das Kloster Nekresi in der Region Kachetien

In der Region Kachetien konnte ich auch einige Klöster besichtigen. Wenn man kein eigenes Auto hat, sollte man sich einen Fahrer buchen. Ich hatte das Glück, dass der Gastgeber aus meinem Gästehaus mich mit seinem Auto gefahren hat. Das Kloster Nekresi ist eines der bekanntesten in der Region, da sich hier eine der ältesten erhaltenen Kirchen in Georgien befindet. Der Weg zum Kloster ist ziemlich steil und zu Fuß wirklich anstrengend. Im Normalfall fahren aber auch Minibusse für kleines Geld die Straße bis zum Kloster hoch. Da durch Corona sowieso nicht viele Touristen unterwegs waren, öffneten die Wärter für uns die Schranke und wir konnten selbst mit dem Auto hochfahren. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht über das Alazani Tal.

Regeln, die man beachten sollte

In erster Linie sollte man auf den angegebenen Dresscode achten. Meistens findet man am Eingang Hinweisschilder, auf denen zu sehen ist, wie man sich kleiden sollte. Frauen sollten sich die Haare bedecken und einen langen Rock oder ein Kleid tragen. Falls man doch eine Hose hat, kann man sich meistens am Eingang ein Tuch ausleihen und umbinden. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Schultern vollständig bedeckt sind. Aber auch Männer sollten eine lange Hose tragen und ein T-Shirt, das die Schultern bedeckt. Auch wenn es im Innern der Kirchen wunderschön aussieht, ist das Fotografieren meistens nicht erlaubt und man sollte die Kamera in der Tasche lassen.

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