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Erinnerungen im Herzen: Mein Abschied aus Edinburgh

Erinnerungen im Herzen: Mein Abschied aus Edinburgh

Monatelange Vorfreude auf die Zeit im Ausland, drei wunderschöne Monate in Edinburgh und plötzlich ist alles vorbei und ich bin wieder bei meiner Familie in Deutschland. Rückblickend stelle ich fest, wie schnell die Zeit eigentlich verfliegt.

Die Koffer, die ich in Schottland nur mit Müh‘ und Not zubekommen habe, sind mittlerweile ausgepackt und die erste Orientierungslosigkeit im eigenen Bett ist verflogen. Es wirkt fast so, als sei ich nie weg gewesen. Mit dem einzigen Unterschied, dass sich jetzt überall im Haus kleine Souvenirs aus Schottland wiederfinden und dass ich rund um die Uhr von meinen Erlebnissen berichte.

Der Abschied

In der Regel fallen mir Abschiede wahnsinnig schwer, vor allem nach so einer prägenden und langen Zeit. Allerdings lag ich die letzte Woche in Edinburgh krank im Bett, weshalb ich einfach nur Erleichterung verspürt habe, als der Abreisetag endlich gekommen war. Krank sein lässt sich dann doch am besten bei Mama aushalten. Als ich am letzten Tag aus dem Fenster blickte, überraschte mich Edinburgh mit einer zauberhaften Schneeschicht. Da wurde mir dann doch ein bisschen schwer ums Herz, denn den richtigen Winter bekomme ich nun, wie ursprünglich geplant, gar nicht mehr mit. Für den Dezember gab es keine Direktflüge mehr nach Nordrhein-Westfalen, weshalb sich die Heimreise mit längerem Aufenthalt in Amsterdam dann angefühlt hat wie eine Weltreise. Als ich in Düsseldorf dann aber endlich wieder meine Eltern in die Arme schließen konnte, ist die ganze Last von mir abgefallen.

Pompöser Tannenbaum auf einer Bar, weihnachtlich geschmückt, Restaurant

Zum Abschied war ich mit meinen Freunden zur Tea Time in „The Dome“, einer festlichen Bar in Edinburgh.

Auslandssemester trotz Corona?

Niemand wusste vorher, wie das Semester aufgrund von Corona verlaufen würde. Ob es in Schottland zu einem zweiten Lockdown kommen würde und ich meinen Aufenthalt frühzeitig abbrechen müsste. Trotzdem war für mich von Anfang an klar, dass ich diese Erfahrung unbedingt wahrnehmen und das Beste aus der Zeit machen möchte. Meine Heimathochschule hat uns drei Möglichkeiten zur Auswahl gestellt: Das Auslandssemester wie geplant anzutreten, die Vorlesungen online von Zuhause aus zu verfolgen oder das Auslandssemester ein Semester nach hinten zu verschieben und die Masterarbeit vorzuziehen. Da ich im Sommer noch nicht bereit dafür war, mich schon mit meiner Masterarbeit zu befassen, habe ich die dritte Option sofort für mich ausgeschlossen. Die Alternative zu meinem „gewöhnlichen“ Auslandssemester wäre also die reine Online-Lehre von Zuhause aus gewesen. Rückblickend bin ich sehr froh, mich so entschieden zu haben und bin glücklich, dass ich mein Leben in Edinburgh doch so „frei“ genießen konnte.  Auch wenn drei meiner vier Veranstaltungen online stattgefunden haben, konnte ich trotzdem die Erfahrung machen, für einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben. Ein neues Land und besonders Edinburgh als Stadt kennenzulernen und das alltägliche Leben in Großbritannien für mich auszutesten. Die Erfahrungen kann mir keiner nehmen. Wieder bin ich durch neue Herausforderungen über mich hinaus gewachsen, habe tolle Menschen getroffen und einen Einblick in das britische Uni-Leben erhalten.

Falls ihr also vor der Entscheidung steht, ob ihr trotz Pandemie den Schritt ins Ausland wagen sollt: Tut es! Wenn es die Situation in eurem Gastland zulässt, ihr euch über einige Einschränkungen bewusst seid und euch immer über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden haltet, könnt ihr, trotz Corona, eine tolle Zeit erleben und wertvolle neue Eindrücke sammeln.

Ein Liebesbrief an Edinburgh

Die schottische Hauptstadt hat mein Herz im Sturm erobert. Edinburgh ist eine so lebenswerte Stadt mit vielen unterschiedlichen Facetten. In den kleinen Gassen der Altstadt kann man die verwunschene Atmosphäre Edinburghs hautnah erleben und den Ausblick auf die New Town und das Meer genießen. Man kann durch die lokalen Boutiquen oder die Parkanlagen spazieren, auf den Hausberg Arthur’s Seat klettern, die Burg oder den Palast besichtigen oder in einem der Pubs Fish & Chips genießen. Für jedes Bedürfnis und jedes Wetter bietet Edinburgh unzählige Freizeitaktivitäten. Auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bewohner bleibt mir in Erinnerung. In Edinburgh gibt es viele junge Studierende und interessierte Einwohner und Einwohnerinnen, die internationalen Besucherinnen wie mir den Weg zeigen oder einfach im Café ein Gespräch beginnen. Ich habe die Schotten als sehr herzlich und gastfreundlich erlebt, sodass man sich direkt wohlfühlen kann.

Einkaufsstraße in der Altstadt, Kopfsteinpflaster und Steingebäude mit bunten Geschäften im Erdgeschoss, weihnachtliche Straßendekoration
In der Altstadt befinden sich viele kleine Boutiquen und Cafés.

Noch nie im Leben habe ich so eine atemberaubende Natur wie in Schottland gesehen. Unberührte Landschaften so weit das Auge reicht, friedlich grasende Highland-Kühe und unzählige Seen (oder auch Lochs genannt) und Flüsse. Für mich steht fest, dass ich, sobald das Reisen wieder möglich ist, auf jeden Fall für einen Roadtrip nach Schottland zurückkehren werde.

Grüne Berge mit einzelnen Wasserfällen, im Vordergrund eine einsame weiße Hütte in typisch schottischem Baustil
Ein Eindruck aus den schottischen Highlands – viel Natur und nur vereinzelte Cottages.

Falls ihr Interesse an einem Auslandssemester oder -praktikum habt und sowohl das Stadtleben genießt, aber auch gerne Ausflüge in die Natur unternehmt, dann scheint Edinburgh ein interessantes Ziel für euch zu sein. Die Napier Universität bietet viele verschiedene Studienprogramme an, das Lehrniveau ist angemessen hoch und die Dozenten sehr hilfsbereit. Falls ihr noch Fragen zum Thema Uni, Wohnen oder Leben in Edinburgh habt, dann schreibt mir jederzeit gerne!

Bis dahin
Eure Mareike

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