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Auf Wiedersehen Heidelberg, Good Morning Cambridge

Beim Umzug von Deutschland nach England muss an vieles gedacht werden. Hier verrate ich euch ein paar Dinge zum Thema Visum, Zugreise und Vernetzung in Cambridge.

Es ist nicht mein erstes Mal im Ausland und dennoch ist es so aufregend wie die Male zuvor. Vor zehn Jahren ging ich für meinen Freiwilligendienst nach Neuseeland, vor fünf Jahren für mein Studium in die Bretagne und in einer Woche geht es für meine Forschung nach Cambridge. Die Planung dafür begann bereits im Januar 2023. Kürzer als nötig vor dem Ablauf der Frist, entschied ich, mich für einen Forschungsaufenthalt am Leverhulm Centre for the Future of Intelligence (CFI) zu bewerben. Der Schwerpunkt der interdisziplinären Forschung liegt auf dem großen Thema künstliche Intelligenz.

Letzte Vorbereitungen: Reisepass, Zugticket und Kofferpacken

Visum

Hier könnt ihr schnell und unkompliziert überprüfen, ob ihr ein Visum braucht oder nicht. Aber wie das mit Regierungsseiten so ist, müsst ihr auch hier ganz genau hinschauen, um keine Information zu überlesen: https://www.gov.uk/check-uk-visa

Seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union (EU) ist das Reisen dorthin etwas umständlicher geworden, aber nicht unmöglich. Für alle, die also mit dem Gedanken spielen, in England, Wales, Schottland oder Nordirland Urlaub zu machen, heißt es: Reisepass nicht vergessen! Dieser muss, falls noch nicht längst geschehen, rechtzeitig beantragt werden, denn die Erstellung dauert bis zu sechs Wochen. Um ein Visum muss ich mich persönlich nicht kümmern, da ich mich als Doktorand aus Deutschland für bis zu sechs Monate in der UK aufhalten darf. Studierende, die länger als sechs Monate bleiben, müssen beispielsweise ein ‚student visa‘ beantragen. Mehr Informationen dazu findet ihr auf den offiziellen Regierungsseiten. Etwas genauer beschreibt es auch Bella in ihrem Blogbeitrag zu ihrer Reise nach Reading, den ihr hier findet.

Fliegen oder Fahren?

Persönlich finde ich, dass Zugfahren immer besser ist als zu fliegen, wenn es irgendwie machbar ist. Die ökologischen Gründe sprechen da für sich. Dennoch gibt es noch andere Faktoren zu berücksichtigen: Das sind vor allem der Preis und die Zeit. Das Flugzeug ist oft günstiger als der Zug und auch die Reisezeit beträgt oft die Hälfte oder sogar nur ein Drittel. Da muss jede*r für sich entscheiden, was die beste Option ist. Nach einigem Grübeln habe ich mich für den Zug entschieden und werde circa neun Stunden auf den Schienen sein. Das Abenteuer beinhaltet eine Reise mit dem Eurostar unter den Ärmelkanal hinweg:
Heidelberg – Frankfurt – Brüssel – London – Cambridge.
Persönliche Meinung: Der Eurostar fährt auch ab Paris, aber ich rate euch, fahrt nicht über die Stadt der Liebe, wenn damit ein Bahnhofswechsel verbunden ist!

Reisetasche und wenn ja wie viele?

Auch wenn drei Monate eine kurze Zeit sind, meinen gesamten Kleiderschrank hätte ich schon gerne mitgenommen. Besonders in der Winterzeit ist es notwendig, die dicksten Klamotten, die ihr habt, einzupacken: Wollpullis, Schals, Winterschuhe usw. Das nimmt so viel Platz weg, dass ein Koffer kaum ausreicht. Und dennoch ist dies mein Ziel! Es wird nur eine Reisetasche und einen kleinen Rucksack geben (für Reise- und Leseproviant) sowie vermutlich meine Decke (damit ich mir in Cambridge nicht extra eine kaufen muss). Es ist also Minimalismus und häufigeres Waschen angesagt. Und vielleicht findet sich noch ein schöner Pulli im nächsten Secondhand-Laden.

Ferne Bekanntschaften

Zuletzt steht auf meiner To-do-Liste das Anschreiben meiner Kontakte in Cambridge. Ich kenne eigentlich niemanden dort, aber als Akademiker heißt es schon aus der Ferne: vernetzen, vernetzen, vernetzen! Mit wem möchte ich vor Ort unbedingt über meine Forschung sprechen? Gibt es Vorträge, die ich gerne hören möchte? Aber es geht auch um private Kontakte: An wen muss ich mich wenden, um in den Event-Verteiler des Colleges aufgenommen zu werden? Gibt es schon eine Whatsapp-Gruppe meiner WG, in die ich hinzugefügt werden könnte? Für Studierende gibt es meist Einführungsveranstaltungen, zu denen ihr auf jeden Fall gehen solltet. Dort lernt ihr vermutlich schon eure Begleiter*innen der nächsten Monate kennen, die euren Aufenthalt unvergesslich machen werden.

Tipp am Schluss: Seid mutig und geht auf Menschen zu, dann wird der Aufenthalt sicherlich famos!

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