studieren weltweit studieren weltweit

Navigationen
Service Navigation
Hauptnavigation

Learning Agreement adé. Was tun, wenn Kurse gestrichen werden?

In Riga angekommen, erkundete ich erst einmal die Stadt und Umgebung. Egal ob mit den neuen Mitbewohnerinnen, der Uni oder mit dem ESN (Erasmus Student Network) – gerade in den ersten Tagen kann man sich vor Veranstaltungen kaum retten. Aber so schön die erste Zeit war, so schnell habe ich mich im Ernst des Lebens wieder gefunden. Mein ausgehandeltes Learning Agreement   war hier in Riga plötzlich nicht mehr umsetzbar.

Wenn das Learning Agreement plötzlich nicht mehr umsetzbar ist.

Gleich in der ersten Woche der Uni gab es die erste dicke Überraschung: Einer meiner Kurs wurde einfach gestrichen. Nach einigem Hin und Her und vielen unverbindlichen Infos, war ich ein wenig aufgeschmissen und wusste nicht so recht wie es weiter gehen sollte. Denn der Kurs war Bestandteil meines Learning Agreements, das ich mit der Heimatuni vereinbart hatte. „Kann ich überhaupt noch in Riga bleiben, wenn das mit dem Learning Agreement gar nicht mehr passt?“, fragte ich mich. Herausgefunden habe ich folgendes:

Plan A: Ersatzkurs finden

Mögliche alternative Kurse finden, die anstatt des gestrichenen Kurses belegt werden können. Hierbei würde ich empfehlen möglichst vor Ort direkt mit den Verantwortlichen zu sprechen und Emails zu vermeiden. Am Besten fragt ihr bei eurem Erasmus-Ansprechpartner im Ausland nach an wen ihr euch wenden könnt (wie beispielsweise an das International Office oder den Studiengangskoordinatoren).

Es gibt leider keine alternativen Kurse, auf die sich alle Beteiligten einigen können?

Plan B: Auf später verlegen

Aushandeln, dass die Kurse an der Heimatuni geschrieben werden können. Das vereinbart ihr am besten mit dem International Office oder dem Prüfungsausschuss eurer Heimatuni. Hier am Besten auf die ECTS achten, sodass ihr genug für ein Semester habt.

Plan C: Eine andere Uni finden

Eine alternative Uni/FH in der Umgebung finden, mit denen eine Kooperation möglich ist. Hier würde ich auch wieder empfehlen persönlich mit den Verantwortlichen zu sprechen (dem International Office der neuen Uni und eurer Heimatuni). In Riga wäre das tatsächlich rein theoretisch möglich gewesen, da es noch eine weitere Uni gab, die meine Kurse angeboten hat.

Sehr froh war ich letztendlich, dass es nicht so weit kommen musste. Nach vielen Gesprächen mit der Riga Technical University kam dann schließlich heraus, dass mein Kurs nicht gestrichen wurde. Ich konnte meinen geplanten Kurs nun doch noch belegen.
Sehr verwundert war ich, als ich erfuhr, was der Grund für das Chaos war. Der Dozent des besagten Kurses hatte keine Lust auf so viele Studenten (68 Studenten waren Ihm zu viel) und so hat sich die RTU entschieden so viele Studenten wieder aus dem Kurs rauszuschmeißen, bis der Dozent zufrieden war.

Das heißt Plan D lautet: Immer einmal mehr nachfragen. Und das funktioniert, versprochen 😉
Das ich den Kurs doch wieder besuchen durfte habe ich vielleicht meiner Penetranz zu verdanken 😉  Aber darüber bin ich auf jeden Fall sehr froh, denn ich sitze immer noch wie geplant mit allen meinen Kursen hier in Riga.

Kommentare

  1. Julius U.

    10. Oktober 2017

    Ach die RTU … von meinen lettischen Freunden, die da studieren habe ich immer gehört das bei ihnen alles gut ist, aber für Austauschstudenten…naja.
    Ich durfte mir damals für die Hälfte meines Learning Agreements neue Kurse raussuchen, weil Anfang des Semesters plötzlich eine andere Kursliste galt als im Mai veröffentlicht worden war….
    Und generell diese Kursliste. Es hätte an der RTU einige spannde Kurse für mich gegeben, sogar auf Englisch, aber nein, als Erasmus-Student darf man nur aus einem kleinen Teil der Kurse wählen. Diese fanden dann statt, wenn die Lehrperson Lust drauf hatte und folgten keiner genauen Struktur oder hatten keine klaren Prüfungskriterien. Als positive Ausnahmen können hier allerdings „Landscape Architecture“ und „Outdoor Furniture“ (obwohl die auch chaotisch waren, aber die Lehrperson hatte Bock) und „Latvian Cultural History“ genannt werden.
    Ich hatte Glück eine sehr kooperative Heimat-Uni zu haben und kaum Belegeverpflichtungen. Am Ende hatte ich ne Klasse Zeit in Lettland und arbeite jetzt dort, mit der RTU hatte das aber weniger zu tun, eher mit dem was ich so nebenher gemacht habe.
    Ich wünsche dir eine genau so tolle Zeit in Riga.
    Visu labu

    1. Sarah Ferreira Jacobs

      24. Oktober 2017

      Sveiki Julius,
      freut mich zu hören, dass deine Uni da sehr kooperativ war, was das Learning Agreement angeht. Von den Kursen habe ich noch nichts gehört, hattest du hier Architektur studiert?
      Jetzt hat sich auch wieder alles geklärt bei mir und ich genieße die Zeit hier sehr 🙂
      Darf ich fragen was du dann hier arbeitest?
      Liebe Grüße
      Sarah

Kommentieren

Bitte beachte, dass dein Kommentar nach dem Absenden erst von unserer Redaktion gesichtet werden muss. Aus diesem Grund kann das Erscheinen deines Kommentars etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Mehr über #Riga