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Bereit fürs Abenteuer? Die Checkliste

Ich weiß nicht, wann der Gedanke kam, aber ich weiß, dass ich mir seit einer Ewigkeit denke: „Ich muss ein Auslandssemester in Spanien machen“. Jetzt ist es endlich so weit! Und obwohl der Plan schon so lange steht, war ich für den ganzen Orga-Kram erst so halb bereit. Deswegen gibt’s hier meine Tipps, mit allem, was ich machen musste.

Ein Jahr vorher

Vor dem eigentlichen Start des Auslandssemesters muss leider erstmal sehr, sehr viel Organisatorisches mit deiner Uni bzw. den Unis erledigt werden. Und das geht schon ein ganzes Jahr vorher los.

Erster Schritt: Die Bewerbung an deiner Fakultät

Hierbei ist wichtig, dass du dich rechtzeitig bei deiner Fakultät informierst, damit du nichts verpasst! Am besten über ein Jahr im Voraus, weil ja sonst schon der Bewerbungsprozess losgeht. Und der sieht an jeder Uni anders aus. Bei mir gab es vorab einige Möglichkeiten, sich zu informieren. Zum Beispiel Infoveranstaltungen, bei denen der Prozess allgemein erklärt und die Partnerunis vorgestellt wurden, aber auch Reflexionsveranstaltungen, bei denen Studierende, die schon ein Auslandssemester gemacht haben, ihre Erfahrungen und Tipps mit uns geteilt haben.

Meine Bewerbung:

  • Bewerbungsbogen
  • Anschreiben (in englischer Sprache)
  • Tabellarischer Lebenslauf (in englischer Sprache)
  • Auflistung aller besuchten Lehrveranstaltungen mit Note
  • Ein etwa dreiseitiges englischsprachiges Essay

Diese Fragen sollten beantwortet werden:

  • Was erwarte ich von einem Auslandssemester im Ausland in Bezug auf meine akademische und persönliche Entwicklung?
  • Aus welchen Gründen bin ich besonders für ein Auslandssemester qualifiziert?
  • Warum sollte mich meine Gastuniversität annehmen?
  • Welche Ideen habe ich, die Beziehung zwischen der Universidad de Vigo und meiner Uni zu stärken und Studierende für einen Austausch zu motivieren?

Die Kriterien für die Bewerbung sind aber in der Regel:

  • Motivation
  • Sprachliche Kompetenz
  • Akademische Leistungen

Gut zu wissen: Ich konnte mich außerdem im Jahr vorher als „Cultural Companion“ bewerben. Das heißt, ich war die Ansprechpartnerin für eine Person, die ein Auslandsstudium an meiner Fakultät gemacht hat. Das hat bei uns die Chancen für die Stadt oder das Land, in das man möchte, genommen zu werden, erhöht. Vielleicht gibt es so etwas Ähnliches ja auch an deiner Uni :).

Zweiter Schritt: Die Bewerbung am Referat Internationales für den Erasmus+ Mobilitätszuschuss

Du hast dich an deiner Fakultät beworben und einen Platz im Erasmus+ Programm bekommen? Yeay! Dann geht’s jetzt los mit der Bewerbung für die finanziellen Zuschüsse.

Gut zu wissen:Wenn du zu einer der folgenden Gruppen gehörst, kannst du Sonderzuschüsse, sogenannte Social-Top-Ups beantragen: Auslandsaufenthalt mit Kind, Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung, Erstakademiker*in, erwerbstätige Student*innen.

Um die Bewerbung zu finalisieren und den Mobilitätszuschuss zu bekommen, musste ich vor dem Aufenthalt folgende Dokumente an das International Office meiner Uni schicken.

  • Online-Annahmeerklärung
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Grant Agreement (eine Art Vertrag, den bekommt man ca. zwei Wochen bevor es losgeht)
  • Online-Learning-Agreement (hier musste ich auch mit meiner Koordination sprechen. Man wählt über eine Plattform oder ein Formular seine Kurse an der Gasthochschule.)

Gut zu wissen: Auf der Webseite vom Referat Internationales meiner Uni konnte ich eine Checkliste mit allen Deadlines für die Bewerbung runterladen.

So weit, so gut! Wenn du das alles geschafft hast, dann ist der erste Teil auf jeden Fall erstmal getan.

Dritter Schritt: Die Anmeldung bei der Gastuni

Das war für mich der komplizierteste Teil. Man kennt sich ja mit dem System der Gasthochschule noch nicht aus. Aber keine Panik, man bekommt alles irgendwie hin. (Ein Tipp: Schreib so viele E-Mails wie nötig! Ich finde besser, lieber einmal mehr nachzufragen, als dass am Ende was schiefgeht.)

Ich hab nach den ersten beiden Schritten eine Willkommens-E-Mail mit Infos für den Bewerbungsprozess an der Uni in Vigo erhalten. Hier war für mich nur wichtig, dass mein Online-Learning-Agreement von meiner Heimatuni, mir und meiner Gastuni unterschrieben ist. Aber das meiste andere, sprich alles für die Registrierung, die finalen Kurse und Zugänge für die Online-Portale, das passiert alles erst vor Ort. Da bin ich gerade noch dabei. Wünscht mir Glück…

(So sah mein erster Unitag aus)

Schnell gepackt, schnell weg?

Nicht so ganz. Woran du neben dem Uni-Orga-Kram noch denken musst!

  • eine Auslandskranken- und Haftpflichtversicherung!!
  • gegebenenfalls einen Sprachkurs
  • die Wohnungssuche (Studentenwohnheim, WG, eigene Wohnung)
  • Studierendennetzwerke finden (hierüber habe ich meine Wohnung gefunden und die ersten Menschen kennengelernt)
  • deine Hinreise (und vielleicht auch schon die Rückreise)
  • den Antrag für ein Urlaubssemester oder die Rückmeldung an deine Uni wie gewohnt
  • eine eventuelle Untermiete deiner Wohnung in Deutschland oder die Kündigung deiner Wohnung
  • Packen (Tipp: Du kannst dir auch Pakete mit deinen Sachen per Post schicken. Das hat bei mir gut geklappt und war günstiger als noch ein Koffer 🙂 )

Hast du noch Fragen?

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