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Hochschulgruppenliebe weltweit

Hochschulgruppenliebe weltweit

Während meines Bachelors hat eine Hochschulgruppe eine entscheidende Rolle in meinem Leben gespielt. Beim Uni Radio der Uni Passau, der Campus Crew, fand ich meine engsten Freunde. Die Campus Crew war wie eine Familie und natürlich wollte ich auch hier in Rovaniemi wieder dieses Gefühl von Zugehörigkeit und Vertrauen, das in einer Hochschulgruppe entstehen kann, erleben. Heute möchte ich euch von einer Gruppe Menschen berichten, ohne die mein Unileben hier nur halb so aufregend wäre.

Es ist kurz nach Mitternacht, ich sitze in einem finnischen Ferienhaus (mökki) und beschließe, dass ich jetzt endlich mal zu Papier bringen muss, welche Rolle die Leute spielen, die um mich herum auf Finnisch fluchend Karten spielen und mich nach drei Stunden Dauerbeschallung mit finnischem Schlager, ermutigen mal meine Musik zur Playlist hinzuzufügen.

Die Kartenspieler sind ein Teil des Teams von Dash Lapland. Das ist ein Design Hackathon, der von Studierenden der University of Lapland organisiert wird. Für Rovaniemi-Verhältnisse ist dieses zweieinhalb tägige Event ein Riesending und dementsprechend gibt es viel zu tun. Ich bin seit November dabei und kümmere mich mit anderen ums Marketing.

Der Dash Hackathon fand zum ersten Mal 2017 in Helsinki statt und letztes Jahr zum ersten Mal unter dem Namen „Dash Lapland“ in Rovaniemi. Das Event ist international ausgerichtet und findet komplett auf Englisch statt. Dementsprechend ist auch das Team offen für internationale Mitglieder, was sehr wichtig war auf meiner Suche nach einer Gruppe. Viele Gruppen, die ich kontaktiert habe, waren total überfordert mit der Tatsache, dass jemand, der entweder schlechtes Finnisch oder gutes Englisch spricht, mitmachen will, was mich am Anfang total demotiviert hat, sodass ich eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben hatte. Bis ich eines Tages beim Essen in der Cafeteria auf der Infoleinwand den Aufruf nach neuen Team Mitgliedern für Dash Lapland sah.

Fotos von Siru Pelttari

Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. Jetzt sitze ich regelmäßig in besagter Cafeteria inmitten von Finnisch-Englisch-Deutschen-Konversationen. Und obwohl alles ganz anders ist, ist es irgendwie trotzdem genau wie früher: Team-Building-Wochenenden in Ferienhäusern, viel zu lange Teammeetings und das unbeschreibliche Gefühl Teil von etwas Großem zu sein, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Manchmal vermisse ich die reichhaltige Hochschulgruppenkultur, wie ich sie von Zuhause kenne. Trotzdem bin ich froh hier zwischen BWLern, Kunststudenten, Juristen und anderen meinen Platz gefunden zu haben und das Campusleben ein klein wenig aufregender zu machen!

 

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