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Die fünf besten Wochenendtrips um Melbourne

Ob Surfen, Wandern oder einfach dem Stadttrubel entfliehen – rund um Melbourne warten einige wunderschöne Ausflugsziele auf dich. Ich zeige dir fünf Ausflüge, die sich perfekt für ein Wochenende oder einen spontanen Tagestrip eignen – vom Surfen in Torquay bis zu Kängurus im Wilsons Promontory Nationalpark.

Roadtrip entlang der Great Ocean Road

Eine der schönsten Autofahrten um Melbourne, ist die „Great Ocean Road“. Diese Straße schlängelt sich entlang der Küste und bietet spektakuläre Aussichten aufs Meer, Sandsteinklippen, Leuchttürme und wunderschöne Strände. Von Melbourne bis zu den „Twelve Apostels“, dem wohl bekanntesten Aussichtspunkt, fährt man vier Stunden.

Zudem gibt es entlang der Great Ocean Road viele günstige Campingplätze, die du über die staatliche Website Parks Victoria buchen kannst. Es eignet sich also ideal für einen mehrtägigen Campingtrip.

Folgende Stopps solltest du auf deinem Trip definitiv nicht verpassen: Der „Pit Stopp“ Imbiss in Lorne hat super Burger, Anglesea einen ruhigen Strand zum Schwimmen und das Splitpoint Lighthouse die beste Aussicht für den Sonnenuntergang. Jamieson Creek und Blanket Bay Campground waren die Campingplätze mit der schönsten Aussicht direkt am Meer.

Wandern in den Grampians

Die Grampians sind eine Bergkette ungefähr vier Stunden Autofahrt entfernt von Melbourne. Sie bieten atemberaubende Aussichtspunkte, Wasserfälle, hübsche Campingplätze im Wald, auf denen man morgens mit Kängurus seinen Kaffee kocht und viele abwechslungsreiche Wanderwege.

Wir haben auf dem Smiths Mill Campground übernachtet. Der Platz liegt direkt neben den McKenzie-Falls-Wasserfällen. Für den Sonnenaufgang kann ich den Boroka Lookout empfehlen, die Pinnacles für Sonnenuntergang und Hollow Mountain für eine abwechslungsreiche Wanderung mit kurzen Kletterpassagen.

Surfen an der Küste

Surfen ist hier in Australien mein liebstes Hobby. Es macht so viel Spaß, dass ich dafür bis zu drei Stunden Fahrt auf mich nehme. Melbourne liegt in einer Bucht weswegen man zu den Stränden mit guten Wellen eine längere Fahrt auf sich nehmen muss. Wie kommst du nun zu den guten Wellen?

  • Fahr auf ein Surfcamp mit dem Monash Boardriders Club. Für 180$ (umgerechnet 100€) bekommst du ein Surfboard, Neoprenanzug, eine kleine Einweisung ins Surfen, Transport zur Unterkunft und zwei Übernachtungen. Neben Surfcamps bietet der Club auch Tagestrips an.
Eine Collage von drei Fotos mit Surfern bei Sonnenaufgang im Surfcamp. Man sieht den Strand und den Himmel.
Die Surfcamps sind wohl einige meiner schönsten Erinnerungen aus Melbourne.
  • Auf eigene Faust kannst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von drei Stunden nach Torquay, Ocean Grove und Anglesea fahren. Dies sind die einzigen Orte rund um Melbourne, die Surfboards und Neoprenanzüge (Wetsuits) vermieten, abgesehen von Surfschulen. Torquay eignet sich am besten, da der Surfshop Go Ride a Wave Torquay die meisten Boards hat und nah genug am Meer liegt, um das Board entspannt zum Wasser tragen zu können. Zudem darf man meist seine Taschen im Laden lassen und dort nach dem Surfen warm duschen.
Paula hält  ihr eigenes Surfboard.
Mein Surfboard.
  • Ich habe mir hier in Australien via Facebook Marketplace ein eigenes Surfboard gekauft. Die günstigsten Neoprenanzüge (80-150$ für neue Neoprenanzüge) bekommst du beim Rip Curl Outlet in Torquay. Ich habe mir zudem „Soft Roofracks“ gekauft, also spezielle Bänder, um mein Surfboards auf die Autos meiner Freunde zu schnallen. Da es um Melbourne kaum Orte gibt, wo man Surfboards mieten kann, bist du mit einem eigenen Board flexibel und kannst all die wunderschönen Strände um Melbourne entdecken!

Campen im Wilson’s Promontory Nationalpark

Dieser Nationalpark ist ein Paradies für alle Wanderer, denn weiter als zum Parkplatz kommt man mit dem Auto nicht. Von Melbourne aus fährt man ungefähr drei Stunden. Wilson’s Prom begeistert mit schneeweißen Stränden, alten Wäldern und vielen Wanderwegen. Ich war dort zwei Tage campen, aber wäre gerne noch länger geblieben. Insgesamt sind wir in zwei Tagen 60.000 Schritte gelaufen, pro Tag ca. fünf bis sieben Stunden, man kann sich also auf eher längere Wanderungen einstellen.

Man sieht zwei Wanderer, links Paula, an einem leeren Strand, im Hintergund Berge und ein blauer Himmel.
Die Strände im Nationalpark sind wunderschön und menschenleer.

Wir haben den Sonnenuntergang auf Mount Oberon (Berg) angesehen, waren am Squeaky Beach der seinen Namen vom quietschenden Sand bekommen hat und haben auf der Rückfahrt in der Abenddämmerung unzählige Kängurus, Wallabies und Wombats gesehen.

Philip Island und French Island

French Island ist mit der Fähre von Stony Point aus erreichbar und wohl die beste Möglichkeit, Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Vom Pier aus bringt einen ein Shuttle direkt zum General Store/Café der Insel. Dort bekommst du Auskunft an welcher Straße du die meisten Koalas entdecken kannst. Wir haben bei unserem Spaziergang sicher 20 entdeckt! Viel mehr gibt es auf der Insel allerdings nicht zu sehen, verpasse also nicht das letzte Shuttle zur Fähre.

Philip Island bietet neben schönen Stränden zum Surfen auch die Möglichkeit die „fairy penguins“ zu sehen. Diese kleinsten Pinguine der Welt kannst du tagsüber mit etwas Glück in ihren Höhlen nahe „The Nobbies Viewpoint“ entdecken. Meist sind sie allerdings auf der Jagd im Meer und kommen erst in der Dämmerung zurück. Kaufst du dir ein Ticket für die Penguin Parade kannst du sie bei der Rückkehr von einer Tribüne am Strand aus beobachten.

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