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Die Qual der Wahl – Tipps zur gelungenen Kurswahl

Die Qual der Wahl – Tipps zur gelungenen Kurswahl

Heute mal ein kleiner Rückblick, denn eine Sorge, die ich vor der Abreise hatte, war die Wahl meiner Kurse – wie kann ich mich für die richtigen Kurse entscheiden? Und wie verhindere ich, dass die Kurse langweilig, oder auch zu schwer sein würden? Nach nun fast vier Monaten an der Universidade de São Paulo (USP), kann ich diese Fragen für mich schon ganz gut beantworten. In diesem Blogeintrag dreht sich daher alles um das Thema der Kurswahl.

Ich möchte in diesem Beitrag ein wenig meine Erfahrungen während der Kurswahl mit euch teilen und ein kleines Fazit ziehen, was mir dabei geholfen und auch Probleme bereitet hat. Außerdem habe ich euch eine kleine Checkliste von Fragen geschrieben, die ihr euch während der Kurswahl stellen könnt. Im nächsten Blogbeitrag beschreibe ich dann noch einmal mehr, wie die Kurse hier sind und wie es mir damit geht auf Portugiesisch zu studieren. Bleibt also dran!

Aller Anfang ist kompliziert

Ein paar Tage vor dem offiziellen Semesterstart fanden zwei Tage lang Einführungsveranstaltungen für die internationalen Studierenden statt. Von dem ersten Tag fühlte ich mich ein wenig erschlagen. Es begann direkt auf Portugiesisch und ging nach einer sehr kurzen Vorstellungsrunde direkt über in eine breite Zusammenfassung, ohne Pause, von wirklich allen relevanten Informationen unseres Aufenthalts im Landes. Vor allem die Kurswahl wirkte dabei sehr bürokratisch und kompliziert. Ich hatte die Sorge nicht die richtigen Kurse zu finden, nicht zugelassen zu werden, oder auch einfach die Räume nicht zu finden. An der USP haben internationale Studierende nämlich keinen Zugriff auf das reguläre Registrierungssystem und müssen die Kurse über Aushänge vor den Sekretariaten finden. Dafür muss man allerdings erst einmal wissen, wo die Sekretariate sind!

Keine leichte Aufgabe, denn allein die ECA, die Schule für Kommunikation und Kunst (Escola de Comunicações e Artes), also das Institut an dem ich gemeldet bin, hat mindestens sechs Sekretariate! In der Theorie klang es alles sehr verwirrend. Ich fand aber nach kurzer Zeit heraus, dass es in der Praxis viel einfacher war. Denn häufig konnte ich andere Studierende fragen und nach einer Zeit waren einige Informationen dann doch auch online zugänglich. Trotzdem habe ich am Anfang auch einmal gemeinsam mit einer Freundin fast eine halbe Stunde nach einem Raum gesucht! Davon habe ich mich aber nicht entmutigen lassen, denn anfangs ist alles meist kompliziert, besonders bei einem so großen Campus. Mit der Zeit werdet ihr euch an eurer Gastuniversität zurechtfinden und Verspätungen werden bei den Austauschstudierenden sowieso nicht so streng gesehen, schließlich wissen die Dozierenden, dass für uns alles neu ist.

Wie funktioniert die Registrierung für Kurse an der USP?

Als intercambistas (Austauschstudierende) sind wir als sogenannte „besondere Student*innen“ registriert. Deswegen haben wir keinen Zugriff auf das reguläre Registrierungssystem und so kommt es vor, dass die Kurse bereits voll sind bei unserer Ankunft. Auf der anderen Seite gibt uns das den Freiraum, in fast jedes Seminar an jeder Fakultät zu gehen. Alles, was wir dann für die Registrierung tun müssen, ist die Dozierenden zu fragen, ob wir bleiben dürfen und uns eine Unterschrift holen. Dabei sind in meiner Erfahrung alle Seminarleitenden unglaublich freundlich zu intercambistas und erlauben uns immer am Seminar teilzunehmen.

Qual oder Privileg der Wahl?

Die große Schwierigkeit bei der Kurswahl ist dann, sich bei der riesigen Auswahl zu entscheiden. Schließlich kann nicht nur in verschiedene Seminare reingeschnuppert werden, sondern auch in unterschiedliche Institute. Im ersten Moment kann das ganz schön überfordernd wirken, denn die Liste an möglichen Kursen wird so fast unendlich. Ich habe mich aber entschieden, es vor allem als ein Privileg zu sehen. Denn wann werde ich noch einmal so viel Freiheit in meiner Kurswahl haben? Tatsächlich beneiden uns die regulären Studierenden auch immer wieder um genau diese Flexibilität.

Um die Entscheidung leichter zu machen, gibt es am Anfang des Seminars zwei Wochen Zeit, sich zurechtzufinden und abschließend für Kurse zu entscheiden. An der USP heißt „abschließend“ dann aber auch wirklich abschließend, denn, anders als in Deutschland, können wir uns nicht mehr so einfach während des Semesters von Kursen abmelden.

Habe ich die richtigen Kurse gewählt?

Nach zwei Wochen hatte ich schließlich meinen Laufzettel voll mit insgesamt sechs Seminaren aus drei verschiedenen Studiengängen an zwei Instituten. Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt in ein zweites Institut (das psychologische Institut) gewagt habe, denn die Kurse dort sind mittlerweile meine Lieblingskurse, da sie einfach etwas Anderes sind und sehr spannend. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Kurswahl und damit Wissen aus so vielen Richtungen mitnehmen zu können. Bei meinem Entscheidungsprozess für die Seminare waren vor allem die folgenden Punkte wichtig:

Ein offener Kalender mit Einträgen für Uniseminare.
Und so sah mein Kalender in der ersten Woche aus.

Mein Fazit zur Kurswahl

Auch wenn es anfangs kompliziert erschien, bin ich nun sehr zufrieden mit den Kursen, die ich gewählt habe. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mir häufig so in Brasilien geht: Am Anfang erscheint alles sehr kompliziert und fast unmöglich, nachdem ich aber einmal mit verschiedenen Leuten gesprochen habe und das ganze mehr verstehe, ist es fast immer viel einfacher als gedacht. Lasst euch also weder von der Bürokratie noch von der Sprache entmutigen! Am Ende funktioniert es meistens trotz aller Komplikationen und die Studienerfahrung an der USP ist wirklich sehr schön und aufregend. Also genießt es!

Habt ihr noch Tipps für die Kurswahl? Dann schreibt sie mir in die Kommentare. 🙂

Hast du noch Fragen?

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