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Einfach mal was trauen!

Einfach mal was trauen!

„Einfach mal was trauen“ – meine Mission, mit der ich in mein Auslandssemester gestartet bin. Was ich mich in den vergangenen Wochen so getraut habe und wie es mir hier in Athen weit weg von meinem Zuhause in Deutschland so ergeht, erfährst du hier.

Seit fast drei Monaten befinde ich mich bereits hier in Griechenland. Total verrückt, wie schnell die Zeit verfliegt. In meinem zweiten Beitrag, in dem ich meine Mission formuliert habe, hast du vielleicht schon mitbekommen, wie ich mich vor Antritt meines Auslandssemesters gefühlt habe. Ich habe versucht, mich auf all das Positive zu fokussieren und alles so zu nehmen, wie es kommt. Vor allem als großer Gewohnheitsmensch ist es mir besonders schwergefallen, den ersten Schritt ins Ausland wirklich zu wagen.

Neue Begegnungen und Heimweh

Eine meiner größten Ängste war wohl, das ich mich schwertun würde, neue Kontakte zu knüpfen. Im Nachhinein würde ich dir raten, dir nicht so viele Sorgen darüber zu machen. Vor allem wenn du dir eine WG als Bleibe ausgesucht hast, bist du eigentlich nie alleine.

Im Vordergrund sind die Silouetten von vier Personen zu sehen, die vor dem Ägäischen Meer stehen. Der Sonnenuntergang lässt die Personen im Vordergrund ganz dunkel erscheinen.
Ein Bild von unserem letzten Ausflug auf die Insel Ägina.

Natürlich habe ich auch hin und wieder mal Heimweh. Ich telefoniere fast täglich mit meinen Liebsten zu Hause. Da es mit Corona eher schwieriger ist, momentan Flüge zu buchen, konnten mich bisher nur wenige meiner Freunde oder Familienmitglieder hier besuchen. Trotzdem habe ich die Zeit sehr genossen und denke gerne daran zurück. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich hier in Athen vom ersten Augenblick an zu Hause gefühlt habe. Nicht nur meine Wohnung oder die Stadt, sondern auch das warme Klima und die Menschen, die ich getroffen habe, tragen dazu bei, dass sich hier alles wie ein zweites Zuhause anfühlt.

Eine neue Sportart!

Es gibt momentan nicht viele Möglichkeiten, neue Sportarten auszuprobieren. Eigentlich stand die Mitgliedschaft in einer griechischen Tanzschule ganz oben auf meiner Liste, doch das ist aufgrund von Corona gerade leider nicht möglich. Ich habe mich weiter umgesehen und bin auf die Wassersportart Windsurfen  gestoßen. Dabei gibt es natürlich auch Sicherheitsabstände und Regelungen zu beachten, die aber im Gegensatz zu anderen Sportarten eingehalten werden können.

Es gibt einige Windsurfschulen an den Stränden Athens. Bevor ich mich für eine entschieden haben, habe ich vorher ein paar angerufen, um mich nach den Preisen zu erkundigen. Die Preise sind jedoch überall sehr ähnlich. Eine Stunde Einzelunterricht, aber auch Gruppenunterricht lag bei 30 Euro. Danach können entweder weitere Einzelstunden für 30 Euro gemacht werden oder ein Paket gebucht werden, das zehn Unterrichtseinheiten für jeweils 25 Euro beinhaltet.

Letztendlich habe ich mich dann für die Windsurfschule entschieden, die am nächstgelegenen zu meinem Zuhause ist. Die Schule befindet sich südlich in einem Vorort von Athen namens „Voulagmeni“. Ich war schon einige Male am „Voula Beach“, jedoch noch nicht am Hafen, wo das Ganze stattfinden sollte. Der Ort ist generell weiter (über eine Stunde) von meinem Zuhause hier entfernt, aber ich wollte es trotzdem gerne ausprobieren.

Auf dem Bild ist ein großer Hof zu sehen, der weiter zu einem Hafen führt. Auf der linken Seite des Eingangs befinden sich ein Tisch und Stühle.
Das ist der Eingangsbereich der Windsurfschule, an dem ich abgeholt wurde.

Am Eingangsbereich der Windsurfschule befindet sich ein Tor. Bevor ich den Eingangsbereich mit einer Maske betreten durfte, wurde sicherheitshalber meine Temperatur gemessen.

Das Foto wurde vom Inneren der Windsurfschule fotografiert. Zu sehen sind zwei rote Stühle, die in Richtung des Hafens im Hintergrund platziert sind.
Die kleine Windsurfschule am Hafen von Voula.

Anschließend wurde ich in die Windsurfschule geführt, wo ich meine Sachen ablegen konnten und dann warten musste, bis mich der Windsurflehrer abgeholt hat. Ich war schon etwas aufgeregt, weil ich wusste, wie schlecht ich darin bin, meine Balance zu halten. Außerdem hatte ich nicht gerade den wärmsten Nachmittag erwischt. Die Temperatur betrug um die 20 Grad, aber ohne Sonnenschein. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich ins Wasser fallen würde.

Den gesamten Weg musste ich meine Maske weiter tragen. Auch auf dem Schlauchboot, womit ich mit dem Windsurflehrer und mit dem Brett tiefer ins Meer fuhr. Bevor es dann aufs Brett ging, durfte ich die Maske dann abnehmen. Vorher erklärte mein Lehrer aber noch ein paar wichtige Dinge, die beim Aufsteigen auf das Brett zu beachten sind.

Da stand ich nun. Das erste Mal auf dem Brett. Mich hatte schon gewundert, dass ich nicht direkt ins Wasser gefallen bin. Aber ich hatte auch Glück, dass der Wind an diesem Tag nicht so stark war – perfekt zum Üben. Ich ließ mich einfach von dem Wind treiben. Okay, ehrlich gesagt wusste ich auch nicht, wie ich lenken konnte, da der Surflehrer meinte, das würde erst in den späteren Lektionen kommen.

Ich konzentrierte mich sehr darauf, nicht ins Wasser zu fallen. Das tat ich aber dann natürlich doch, da ich nie nach vorne geschaut hab, sondern ständig geguckt habe, ob meine Füße und Hände auch gut platziert sind. Das Wasser war superkalt, aber obwohl ich jetzt komplett nass war, ließ es sich aushalten.

Zurück am Hafen von Voula, pünktlich zum Sonnenuntergang.

Ein kleiner Rückblick

Ich war sehr froh darüber, dass ich mich dafür entschlossen hatte, diese Erfahrung zu machen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, trotz dessen, dass der Wind nicht so stark war und es deshalb etwas ruhiger war. Ich hatte geplant, es in den kommenden Wochen noch mal zu probieren, aber momentan ist es wegen des Lockdowns im gesamten Land erst mal nicht möglich.

Das war das erste Update meiner Mission. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich mich trotzdem weiter umsehen, was ich hier alles so machen kann. Ich hoffe, dich etwas inspirieren zu können, in Zukunft auch etwas Neues zu probieren, auch wenn momentan in Zeiten von Corona vielleicht nicht alles möglich ist.

Bleib gesund und bis zum nächsten Mal!

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