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Meine 8 besten Tipps, damit dein Erasmus unvergesslich wird

Meine 8 besten Tipps, damit dein Erasmus unvergesslich wird

Sei es eine frühzeitige Planung, ein vorbereitender Sprachkurs oder das Erleben von Abenteuern, es gibt eine Vielzahl von Ratschlägen für eine gelungene Auslandserfahrung. Mit diesen Tipps kann bei eurem Erasmusaufenthalt eigentlich nichts mehr schief gehen.

1. Integrieren

Versucht, euch ein wenig unter die Einheimischen zu mischen, sei es in eure WG, das Sportteam der Uni oder die Hochschulgruppe. Sich mit Einheimischen anzufreunden bedeutet zwar etwas Mehraufwand, beschert einem aber dafür nochmal ein viel authentischeres und intensiveres Auslandserlebnis. Außerdem erfährt man so viele Dinge und bekommt viele Insidertipps, die einem sonst verborgen geblieben wären.

2. Rechtzeitig mit der Planung anfangen

Klar, planen und organisieren ist vielleicht nicht die schönste Freizeitbeschäftigung, aber es zahlt sich aus. Wer sich frühzeitig um seine Erasmusbewerbung kümmert und dann nach einer Zusage um so Dinge wie Wohnungssuche, Learning Agreements, Auslandskrankenversicherung und Finanzierung, der hat später viel weniger Stress. Wenn man dann mal vor Ort ist, fallen eh noch so viele unerwartete Dinge an und es gibt so viel zu entdecken, da ist man wirklich froh, wenn man diese Sachen schon erledigt hat.

Noch ein ganz wichtiger Punkt bezüglich der Freizeitplanung: Taktet nicht schon euren ganzen Aufenthalt durch, bevor ihr überhaupt da seid. Klar ist es wunderbar, wenn Freunde von daheim zu Besuch kommen und es Dinge gibt, die man unbedingt machen möchte. Trotzdem sollte man sich auch Wochenenden für spontane Ereignisse freihalten und irgendwann mal einen Besucherstopp einlegen. Diese freien Wochenenden haben mir letztendlich die Möglichkeit gegeben, am meisten in Frankreich einzutauchen. Ich bin spontan ans Meer oder mit französischen Freunden zu ihren Familien nach Hause gefahren, habe Ausflüge mit meiner WG gemacht und konnte an Veranstaltungen teilnehmen, von denen ich erst im Laufe meines Aufenthaltes erfahren habe.

3. WG mit Unbekannten/Einheimischen

Eins meiner großen positiven Erlebnisse ist wirklich meine WG. Warum und welche Vorteile das hat, habe ich hier schon einmal beschrieben. Natürlich wäre es sehr einfach, mit den anderen Deutschen Erasmusstudenten von der Heimatuni zusammen zu ziehen, ihr werdet aber definitiv mehr in euer Frankreichleben eintauchen, wenn ihr es nicht tut.

4. Nichts aufschieben, alles ausprobieren was geht

Vor allem Corona und das plötzliche Ende meines Erasmusjahres haben mir nochmal verdeutlicht, wie schnell alles zu Ende sein kann und dass man wirklich jede Gelegenheit nutzen sollte. Nimm jede Gelegenheit für einen Ausflug, eine Veranstaltung, Feier oder andere spaßige Angelegenheit wahr! Darauf zu warten, bis alles perfekt ist, lohnt sich nicht, denn das wird in den meisten Fällen nicht passieren. Die spontansten und verrücktesten Wochenenden waren am Ende meine besten. Ich hatte mir viele Ausflüge für den Sommer aufgehoben, was ich jetzt ein wenig bereue. Ein Jahr in Frankreich verbracht und noch nie in Paris gewesen? Das habe ich jetzt davon.

5. Fragen kostet nichts

Ihr seid neu, ihr kommt aus einem anderen Land, ihr könnt nicht alles wissen. Deshalb ist es ganz normal, Fragen zu stellen und etwas nicht zu verstehen. Lieber zweimal nachfragen, auch wenn es unangenehm sein mag, also danach planlos dazustehen oder etwas falsch zu machen. Das ist dann nämlich noch viel unangenehmer. Normalerweise werden einem Sachen auch gerne zweimal erklärt.

6. Mut haben und über den eigenen Schatten springen

In ein Land gehen, in dem man niemanden kennt. Vielleicht kann man auch die Sprache nicht so gut. Den Wochenendausflug in die Berge machen, obwohl die neue beste Freundin nicht mitkommt und man mit den anderen eigentlich noch nie geredet hat. Zum Surfen an den Atlantik fahren, obwohl man noch nie davor gesurft ist. Als einzige Erasmusstudierende einen Kurs belegen, der sehr interessant klingt. In eine WG ziehen mit Mitbewohnern, die kein Englisch sprechen.

pyrenäen
Wanderausflug in die Berge

All diese Dinge sind dazu da, ausprobiert zu werden und nicht, um vor ihnen Angst zu haben. Deshalb kann ein Auslandsaufenthalt auch sehr positiv für das eigene Selbstbewusstsein und die Experimentierfreudigkeit sein.

7. Sprachkurse besuchen

Wer sich unsicher mit seinen eigenen Sprachkenntnissen ist, sollte unbedingt die von der Uni angebotenen Sprachkurse wahrnehmen. Schon zur Vorbereitung in der Heimatuni, aber auch Vorbereitungskurse an der Erasmusuni sowie Sprachkurse während des Erasmussemesters. Je besser die Sprachkenntnisse, desto mehr kann man in die andere Kultur eintauchen und einfacher Leute kennenlernen.

8. Nicht einschüchtern lassen

Am Anfang kann alles erstmal sehr überfordernd wirken und man hat Respekt davor, Vorlesungen oder Anrufe beim neuen Vermieter plötzlich auf einer neuen Sprache meistern zu müssen. Man kommt aber sehr schnell rein, und man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass die ganzen Professoren/innen an der neuen Uni genau wissen, dass man Erasmusstudent ist und entsprechend Rücksicht nehmen.

Mit diesen Tipps im Hinterkopf kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, also setzt euch an eure Bewerbung und los geht’s!

À bientôt!

Clara

 

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