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Gegen den Corona-Blues

Gegen den Corona-Blues

Hast du während des Lockdowns auch Probleme, aus dem Bett zu kommen, bist demotiviert und weißt nicht, was du heute wieder machen sollst? Dann ist das jetzt dein Wake-Up-Call! Manchmal müssen wir nämlich einfach mal etwas für uns selbst machen, um so unsere Motivation wiederzufinden. Was das sein kann, kannst du hier lesen.

Seit meinem letzten Update (18. Oktober) hat sich wieder einiges in Tschechien bezüglich der Corona-Maßnahmen getan. Seit dem 22. Oktober sind nun alle Geschäfte geschlossen. Nur noch Super- und Drogeriemärkte, die Post und natürlich Apotheken sind offen. Die meisten Bars und Restaurants, die schon seit dem 14. Oktober geschlossen sind, bieten noch Take-Away an. Der Verkauf geht übers Fenster also eingeschränkt weiter. Die Maskenpflicht wurde auch auf draußen ausgeweitet, überall dort wo ein Abstand von zwei Metern nicht möglich ist. Auch Kontaktbeschränkungen wurden weiter verschärft: Man darf sich jetzt nur noch mit einer anderen Person treffen. Dies gilt für drinnen und draußen. Allgemein ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt – rausgehen sollte man nur zum Einkaufen, Sport machen oder Spazierengehen. Dafür darf man dann auch raus in die Natur fahren. Zusätzlich gibt es seit dem 28. Oktober auch eine nächtliche Sperrstunde – zwischen 21 und 5 Uhr muss man zu Hause bleiben. Das öffentliche Leben ist also momentan sehr eingeschränkt hier in Tschechien.

Wenn ich mich auch gerne daran halte, um damit meinen Teil zu Verbesserung der Lage in Tschechien beizutragen, ist die gesamte Situation doch nicht immer leicht. Gerade jetzt, wo ich alleine in meinem neuen Wohnheim bin und die Corona-Maßnahmen so verschärft sind, es also schwerer ist, sich mit einem Freund zu treffen oder etwas zu unternehmen, muss ich zugeben, dass ich ein wenig demotiviert bin und öfters mal durchhänge.

Bild von einem Schreibtisch
Mein Schreibtisch: Der Ort, wo ich mich momentan am meisten aufhalte.

Welcher Tag ist heute nochmal?

Mittwoch? Donnerstag? Oder doch schon Wochenende? Eigentlich egal,  irgendwie ist momentan ja doch jeder Tag irgendwie gleich. Ich stehe auf, frühstücke während der ersten Online-Vorlesung des Tages und hetze danach von einer Zoom-Session ins nächste Microsoft-Teams-Meeting. Dabei erwische ich mich immer wieder dabei, wie meine Gedanken während der Vorlesungen abschweifen. Ich kann mich einfach nicht auf den Inhalt konzentrieren und motivieren, zuzuhören, in den meisten Fällen auch nicht. Jeder Tag streift momentan irgendwie an mir vorbei, bis ich schlafen gehe, nur um am nächsten Morgen wieder von vorne anzufangen. Das einzige Highlight zwischendurch: mein wöchentlicher Einkauf. Tatsache: Der Corona-Blues hat mich voll im Griff! Doch wie komme ich da raus?

Highlights schaffen

Um mich wieder zu motivieren und in die Gänge zu kommen, muss ich mir in meinem Alltag mehr Highlights schaffen. Auch mal abseits vom wöchentlichen Einkauf. Doch wie soll das aussehen? Ich habe mir vorgenommen, an den Wochenenden größere Sachen, wie zum Beispiel einen neuen Stadtteil kennenzulernen, zu unternehmen. Unter der Woche, da ist nämlich leider nicht allzu viel Zeit wegen meiner Vorlesungen und meines Sprachkurses, will ich versuchen, kleinere Dinge zu machen, die dann auch zu Hause machbar sind. Bei den größeren Highlights muss ich natürlich gucken, inwieweit etwas kompatibel mit den Corona-Maßnahmen ist, aber auch da findet sich bestimmt was. Ich sage dem Corona-Blues den Kampf an und hoffe, dass dies mich wieder mehr motiviert.

Stadtbummel durch Brünn

Für dieses Wochenende habe ich mir vorgenommen, Spazieren zu gehen. Spazieren gehen und so nebenbei noch Brünn erkunden – natürlich mit Maske und Abstand. Sowas kann man nämlich auch mal ganz alleine machen. Sozusagen ein Date mit sich selbst haben. Und genau das habe ich diesen Freitag, der zählt für mich auch zum Wochenende, gemacht und dabei nebenbei ein paar Fotos geschossen. Das ist nämlich eins meiner Lieblingshobbies und hilft mir in den meisten Fällen aus einem Motivationsloch rauszukommen.

Weitere Ideen

Gerade, wenn man sich im Auslandssemester befindet, ist es schwierig etwas zu finden, was man machen kann, da man hier eingeschränkter ist. Oftmals fehlt es an Equipment. So kann man nicht mal eben den Pinsel schwingen und was malen. Hier nun trotzdem ein paar Ideen für Sachen, die man machen kann, wenn man gerade einfach mal durchatmen möchte:

  • Gesichtsmaske
  • was Leckeres kochen
  • Lieblingsfilm ansehen
  • Sport machen
  • Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen
  • meditieren
  • im Supermarkt ein neues Produkt kaufen und probieren
  • Tanzen
  • Musik hören
  • Gedanken aufschreiben
Foto von einer Person, die in die Luft springt
Gegen den Corona-Blues!

Nachdem ich mir mal ganz bewusst Zeit für mich genommen habe, war ich nachher auch wirklich wieder ein bisschen motivierter. Stück für Stück entziehe ich mich also dem Corona-Blues. Wenn ihr noch weitere Ideen für Aktivitäten, die man jetzt machen kann, habt, schreibt sie doch gerne in die Kommentare.

Kommentare
  1. Elli

    10. November 2020

    Mit Freunden telefonieren heitert mich immer sehr auf! Vielleicht kann man ja sogar ein gemeinsames Projekt aus der Ferne starten, wie z.B. einen Podcast 😀

    1. Lara

      10. November 2020

      Haha stimmt! Wobei solche Telefonate auch immer ausarten 😉 Aber manchmal braucht man das einfach! <3

  2. Anja

    9. November 2020

    Du könntest Kekse backen. Brauchst du ein Rezept?

    1. Lara

      10. November 2020

      Das ist eine gute Idee! Du kannst mir sehr gerne ein Rezept schicken 🙂

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