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So habt ihr die Chinesische Mauer ganz für euch alleine

Die Chinesische Mauer ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Chinas. Kaum ein anderes Bauwerk dieser Erde ist so bekannt wie sie und obwohl man sie doch nicht, wie einst behauptet, aus dem Weltraum sehen kann, fasziniert sie durch ihre Länge, Geschichte und vor allem ihrer imposanten Erscheinung. Dadurch ist sie dementsprechend auch eines der meistbesuchten Bauwerke des Landes. Trotz alldem gibt es Wege, wie ihr die Mauer ganz für euch alleine haben könnt.

Die Chinesische Mauer wird nicht umsonst als eine der größten menschlichen Leistungen der Welt angesehen. Nach neuesten Messungen ist die Mauer 21.196,18 km lang. Jedoch darf man sie sich nicht als einzige lange zusammenhängende Mauer vorstellen, sondern vielmehr als verzweigtes Netzt aus Mauerabschnitten, von denen heute nur ein Bruchteil noch intakt ist. Die Bauzeit der Mauer betrug über 2.400 Jahre und wurde von mehreren Dynastien als nördlicher Schutzwall gegen feindliche Armeen errichtet. Ich will euch jedoch nicht mit langweiligen Zahlen nerven.

Chinesische Mauer bei Huanghuacheng
Chinesische Mauer bei Huanghuacheng

Mao sagte einst: Bevor man nicht die Chinesische Mauer erreicht hat, ist man kein Held. Dies bedeutet soviel wie: Man muss durch schwere Zeiten, bevor man sein Ziel erreicht. Obwohl er mittlerweile schon länger tot ist wird er in China immer noch „vergöttert“ und dem entsprechend folgen auch viele seinem Aufruf die Mauer zu besuchen.

Faustregel für Ausflüge in China: Reise nie an Feiertagen

Die meisten Chinesen besuchen die restaurieren Stücke der Mauer. Grade der Teil bei Badaling ist dadurch mehr oder weniger überlaufen. Ganz extrem wird es in den Chinesischen Nationalferien und zum chinesischen Neujahr. Schaut euch die Verlinkung an, das ist echt krass, was dann in China los ist. Am besten zu dieser Zeit erst gar nicht reisen, da ganz China unterwegs ist.

Überwucherter Mauerabschnit
Der unrestaurierte Teil ist überwuchert und teilweise auch am zerfallen

Welche der über 21.000 km Mauer sind die richtigen für mich?

Um Menschenmassen auf der Mauer zu umgehen, ist es ratsam sich einen unrestaurierten Teil der Mauer auszusuchen. Da die Chinesen es nicht nachvollziehen können, wieso man auf der Mauer wandert und nicht einfach nur hin geht, ein paar Fotos macht, etwas Tee trinkt und dann wieder fährt, begegnet man auf diesen Stücken fast keine Menschen. Vereinzelt kam uns der ein oder andere Tourist entgegen aber insgesamt sind uns auf dem unrestaurierten Teil keine 10 Menschen entgegengekommen.

Für unseren Trip haben wir im Vorfeld bei den Jungs von Google nach unrestaurierten Abschnitten in der Nähe von Peking geschaut und sind dadurch auf ein paar nette Strecken gestoßen.
Unsere zweite Priorität war die Zugänglichkeit. Viele Hotels in Peking bieten Shuttle-Busse zur Mauer an. Wir wollten jedoch eine Nacht in einem Hotel oder Hostel an der Mauer schlafen, um am nächsten Morgen früh aufbrechen zu können. Also haben wir nach öffentlichen Busverbindungen geschaut, die uns direkt an die besagten Abschnitte gebracht haben. Das Internet gibt hier ziemlich gute Beschreibungen, wie man dann die richtigen Busse findet. Trotzdem ist Busfahren in China ein Abenteuer für sich, da kein Mensch Englisch kann und man sich nur mittels Google Translator minimalst verständigen kann.

Nah am Wasser gebaut: Geheimtipp „Huanghuacheng“

Bei unserer Suche sind wir schließlich auf Huanghuacheng gestoßen. Ein Abschnitt der Mauer, der auch als Water-Great-Wall bezeichnet wird, da er an einem größeren Stausee vorbeiführt. Über Booking.com haben wir ein kleines Hotel gefunden, um am nächsten Tag ohne lange Anreise direkt mit unserer Wanderung zu starten.

Stausee mit der Chinesischen Mauer im Hintergrund
Durch den Stausee hat der Abschnitt der Mauer den Namen Water-Great-Wall

Als wir abends dort ankamen fiel uns zum ersten mal auf, wie schön doch Ruhe und frische Luft sein können. Beides ist in Shanghai eher Mangelware. Daher ging es nach dem Abendessen nochmal zum nahe gelegenen Fluss um einfach dem Rauschen des Wassers zuzuhören und den Moment zu genießen. Es ist schon krass, wie sehr man solche einfachen Sachen vermisst und schätzen lernt, wenn man diese nicht mehr hat.

Am nächsten Morgen ging es endlich los. Unsere Wanderung auf der Chinesischen Mauer und alleine der Weg dorthin waren schon ziemlich steil und ließen eine anstrengende Wanderung auf der Mauer erahnen. Der Ausblick, der sich uns auf der Mauer dann bot war jedoch alle Mühen wert. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl auf diesem Bauwerk mitten in der Natur zu stehen. Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte, jedoch bin ich der Meinung, dass diese Atmosphäre schlicht nicht mit einen Bild eingefangen werden kann.

Unsere Wanderung dauerte ca. 3 Stunden, wobei wir laut einem entgegenkommenden Guide sehr schnell unterwegs waren. 70 % dieser Tour waren wir auf der unrestaurierten Mauer unterwegs, die restlichen 30% auf einem offiziellen, restaurierten Teil. Beide Teile sind auf ihre eigene Art sehr beeindruckend und ich kann euch nur empfehlen eine ähnliche Tour zu machen.

Versucht wirklich auf beiden Teilen zu wandern, auch wenn es anstrengend ist. Das was ihr erlebt, wenn ihr auf diesem Stück Geschichte lauft, ist unbeschreiblich und mach richtig Spaß.

Frei nach dem Motto von „Studieren weltweit“: ERLEBE ES!

Kommentare

  1. Petra

    1. November 2017

    Dein Bericht macht richtig neugierig. Ich werde mir die Mauer auf jeden Fall anschauen!

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