26. Oktober 2025
Ein Auslandssemester ist eine großartige Chance, aber auch mit Kosten verbunden. Ich zeige euch, welche vier Wege helfen, ein Semester im Ausland zu finanzieren.
Das Erasmus+ Stipendium war für mich der erste große Schritt Richtung Frankreich. Ohne diese Förderung wäre ein Aufenthalt im Ausland nicht möglich gewesen. Für den Bewerbungsprozess waren verschiedene Unterlagen gefordert. Unter anderem musste ich ein Transkript, ein Motivationsschreiben und meinen Lebenslauf einreichen. Nach ungefähr vier Wochen kam dann die Zusage.
Gut zu wissen:
Die Förderraten des Erasmus+ Stipendiums unterteilen sich in drei verscheiden Gruppen. Länder der Gruppe 1 erhalten 600€ pro Monat. Dazu gehören unter anderem Belgien, Dänemark oder Italien. Gruppe 2 und 3 erhalten monatlich 540€ und dazu zählen Länder wie Estland, Griechenland, Bulgarien oder Kroatien.
Die Förderung unterscheidet sich je nach Land. Für Frankreich gibt es 600 Euro im Monat, weil es zur Gruppe 1 gehört.
Extra-Geld durch Top-Ups
Zusätzlich könnt ihr Hilfe auf Förderung für Studierende mit geringeren Chancen beantrage. Kurz und knapp: Top-Ups. Es gibt sie für:
- Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
- Studierende mit Kindern
- Erstakademikerinnen und Erstakademiker
- Studierende, die ihren Job fürs Auslandssemester kündigen müssen
Wer außerdem klimafreundlich reist, kann ein Green Travel Top-Up erhalten. Das bringt euch bis zu sechs zusätzliche Reisetage, die ebenfalls gefördert werden.
Hier kriegt ihr mehr Infos zu den Förderraten und den verscheiden Top-Ups!
Auslands-BAföG: Früh anfangen lohnt sich
BAföG fürs Ausland ist zwar kein Selbstläufer aber trotzdem gut machbar. Mein Tipp an euch: So früh wie möglich starten! Ich musste nämlich zusätzliche Formulare einreichen, etwa von meinem Vermieter oder der Hochschule in Frankreich. Das kann dauern. Umso besser also, wenn ihr früh anfangt.
Bafög: Zu viel Papierkram?
Mittlerweile könnt ihr euren Antrag sehr einfach digital machen. Das erspart euch viel Aufwand und noch mehr Papierkram.
Letztendlich hat es mit dem Auslands-BAföG bei mir nicht geklappt, dennoch empfehle ich euch, es zu probieren. Selbst wer in Deutschland kein BAföG bekommt, kann im Ausland förderberechtigt sein. Ein Versuch kann sich also immer lohnen.
Eigenes Erspartes
Ich habe vor dem Auslandssemester als Werkstudent gearbeitet und mir nach und nach etwas Geld zurückgelegt. Urlaub oder große Ausgaben habe ich dafür bewusst gestrichen. Dafür war mir das Auslandssemester wichtiger.
Falls ihr auch die Möglichkeit habt, etwas zur Seite zu legen würde ich euch raten, es zu tun. Besonders hilfreich kann das sein, wenn man zum Beispiel im Ausland ankommt und viele Ausgaben auf einen zukommen, die man vorher noch nicht auf dem Schirm hatte.
Mein Honorar als Correspondent
Für meine Tätigkeit als Correspondent erhalte ich ein monatliches Honorar von 220 Euro. Das hilft mir, in Rennes finanziell unabhängiger zu sein und gibt mir gleichzeitig die Chance, meine Erfahrungen zu teilen. Eine echte Win-Win-Situation also.
Mein Fazit
Es gibt viele Wege, ein Auslandssemester zu finanzieren. Für mich war es eine Mischung aus Förderungen, eigenem Einsatz und der Möglichkeit, als Correspondent zu berichten. Vielleicht passt ja auch eine dieser Optionen für euer eigenes Abenteuer im Ausland.
