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Zurück in der Heimat: Kursanrechnung

An jeder Universität läuft die Kurswahl im Ausland und die Anrechnung der Leistungspunkte und Noten nach der Rückkehr anders ab. Sogar in den Fakultäten gibt es teilweise Unterschiede. Hier einmal ein Beispiel anhand meiner Erfahrungen des Austauschs zwischen den Architekturfakultäten der TU Berlin und der Universidade do Porto.

Das eine oder andere Dokument muss man schon zusammen sammeln, damit die Kursanrechnung glatt läuft

Da ich gerade erst meine Kurse in Porto beendet habe, kann ich noch nicht genau sagen, ob sie mir in Deutschland angerechnet werden oder nicht. Ich gehe aber davon aus, denn ich habe mich so gut es ging vorbereitet und das habe ich so gemacht:

Vor dem Aufenthalt/bei der Kurswahl: Welche Kurse fehlen mir?

Schon bevor ich ins Ausland gefahren bin, ehrlich gesagt, schon bei der Bewerbung für den Aufenthalt, habe ich mir eine Übersicht gemacht, welche Kurse mir noch fehlen und ob es entsprechende Kurse an meiner Partneruniversität gibt.

Das Anrechnen funktioniert allerdings in der Regel auch mit Pflichtfächern. Wer sich möglichst sicher sein will, spricht am besten vorher mit den Dozenten, ob diese bestimmte Kriterien haben, die Kurse im Ausland erfüllen sollten. Als ich in Porto ankam und einige Kurse wechseln musste, habe ich auch wieder geschaut, dass ich Entsprechungen für meinen Studienplan in Deutschland habe. Wenn die Anzahl der ECTS übereinstimmt, ist eine Anrechnung natürlich später einfacher. Auch gut ist es, wenn der Kurs im Ausland eine höhere ECTS Anzahl aufweist. Ist dies nicht der Fall, ist eine Anrechnung aber trotzdem möglich. Das kommt auf den speziellen Fall an.

Learning Agreement ändern

Das Learning Agreement muss bei Kursänderungen aktualisiert werden. Da ich ein Learning Agreement mit der Universidade do Porto hatte und eins von der TU Berlin, musste ich immer beide Learning Agreements ändern. Da man sowohl eine Unterschrift aus Berlin als auch eine aus Porto braucht, war es ein wenig Papierkram und es gingen einige E-Mails mit Scans hin und her bevor ich alle Dokumente beisammen hatte. Im Detail hat das so funktioniert: für die Änderung des Learning Agreements der FAUP  muss man eine Änderung im Computer vornehmen, das Formular abschicken, ausdrucken, unterschreiben, einscannen, an die TU schicken für eine Unterschrift, wieder ausdrucken und bei der FAUP abgeben. Die Änderungen des Learning Agreements an der TU Berlin muss man ausdrucken, selbst unterschreiben, einscannen, nach Berlin schicken und unterschreiben lassen und dann noch von der FAUP unterschreiben lassen. Es gibt schönere Dinge mit denen man sich die Zeit vertreiben kann, aber wenn das erstmal erledigt ist, hat man bis zur Abreise Ruhe vom Papierkram.

Transcript of Records

Am Ende des Studienjahres bekam ich von der Universidade do Porto ein Transcript of Records (quasi ein Zeugnis) mit meinen Noten. Normalerweise wird es im August per Post an die TU Berlin geschickt. Ich wollte jedoch möglichst schnell klären, ob meine Kurse auch angerechnet werden, also habe ich darum gebeten mein Transcript of Records schon vorher zu bekommen. Da ich rechtzeitig gefragt hatte, war dies auch kein Problem und ich konnte es im Sekretariat der FAUP persönlich abholen.

Notensystem und Umrechnung

Die Noten in Porto gehen von 1-20, wobei 20 die beste Note ist. Die beste Note, die ich an der FAUP gesehen habe war allerdings eine 18 oder 19 und auch diese Noten sind sehr schwer zu bekommen. Wer eine 17 bekommt, ist schon wirklich gut dabei. Mit einer 10 hat man seinen Kurs bestanden und es entspricht daher einer 4,0 in Deutschland. Eine genaue Umrechnungstabelle kann man im Internet finden oder beim Prüfungsamt erfragen.

Anrechnung beantragen

Zur Anrechnung sollte man ins Prüfungsbüro gehen. Da ja oft bei der Rückkehr schon Semesterferien sind, sollte man die Sprechzeiten vorher noch einmal checken. Auf jeden Fall muss man sein Transcript of Records mitbringen. Außerdem am besten eine Liste mit den Fächern, die man angerechnet haben möchte (inklusive Anzahl ECTS). Einen QISPOS Ausdruck mit den Kursen, die man vorher im Studium schon gemacht hat, braucht man auch, des Weiteren ist eine Notenumrechnungsliste und Kursbeschreibungen hilfreich, falls inhaltliche Fragen aufkommen.

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