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Ökonomisch im Ausland Ausgabentracking in Tschechien

Das Thema Nummer eins für Erasmus-Studenten sind die Kosten. Wie es in Tschechien mit den Lebenshaltungskosten aussieht, habe ich hier zusammengefasst, inklusive ein paar nützlicher Tipps.

Bei den Fördersätzen des Erasmus+ Programms gilt die Tschechische Republik als Kategorie 3 von 3 mit einer Höhe von 490 Euro pro Monat. Mein Stipendium, das ich von der Universität Würzburg bekomme, ist etwas höher. Deswegen bekommst du am Ende dieses Blogs einen Einblick in verschiedene Stipendien für Lehramtsstudenten. Wie ich mein Geld jedoch verteile, und welche Fixkosten und flexible Ausgaben ich pro Monat habe, erfährst du hier.

Feste monatliche Ausgaben

Obwohl ich das Studentenwohnheim als Komplettbetrag bei Einzug bezahlt habe, zähle ich es hier unter den Fixkosten auf. Bei mir in Hradec Králové ist es am günstigsten und unkompliziersten, sich einfach im Wohnheim einquartieren zu lassen. Für mich kostet das Wohnheim „Palachova Koleje“ der Univerzita Hradec Králové ca. 144 Euro im Monat. Unabhängig von jeglichen Stipendien erhalten alle Studenten einen Zuschuss der Universität Königgrätz in Höhe von einmalig 120 Euro, wodurch ich insgesamt auf 120 Euro pro Monat komme.

Mein Zimmer im Wohnheim beim Einzug.
Mein Zimmer im Wohnheim beim Einzug. Das Chaos habe ich sehr schnell beseitigt.

Ich wohne in einem Apartment mit zwei Doppelzimmern. In meinem Zimmer lebe ich ich mit einem weiteren Erasmusstudenten aus Deutschland, das Apartment teilen wir uns insgesamt zu viert. Die Ausstattung lässt allerdings stark zu wünschen übrig. Während Toilette und Bad in Ordnung sind, gibt es in der Küche außer zwei Herdplatten und einer Spüle nicht einmal Equipment. Ich habe zum Glück etwas Geschirr von zu Hause mitgenommen, ansonsten musst du dir das kaufen.

Weitere Fixkosten sind Waschen und Essen. Ich wasche hier ungefähr einmal pro Woche für 50 tschechische Kronen, also umgerechnet knapp zwei Euro, was ich verhältnismäßig teuer finde, da du auch dein eigenes Waschmittel kaufen musst. Solltest du die vorgegebene Zeit von zwei Stunden überschreiten (was bei den unberechenbaren Zeitangaben von Waschmaschinen schnell passiert), zahlst du weitere 50 Kronen pro angefangener Stunde.

Schlüssel für die Wäsche
Die Schlüssel für die Waschmaschinen bekommst du an der Rezeption gegen einen kleinen Betrag von knapp zwei Euro.

Ich versuche, eine gute Balance zwischen Kochen und auswärts Essen zu finden. Frühstück und Abendessen nehme ich zu Hause ein, während das Mittagessen variiert. Nach einem langen Vormittag an der Universität gehe ich oft ins „Kampus Buffet“, wo ich für durchschnittlich fünf Euro eine Mahlzeit bekomme. Obwohl es auch eine Mensa gibt, habe ich es im gesamten Semester nicht geschafft, mich dort anzumelden, da die Website nur auf Tschechisch ist. Für Lebensmittel gebe ich monatlich etwa 120 Euro aus. Insgesamt belaufen sich meine Fixkosten auf knapp 300 Euro im Monat.

Nebenausgaben in der Freizeit

Ob es ein Kaffee im Café, ein Essen im Restaurant oder ein Bier am Abend in der Kneipe ist. Die Nebenkosten müssen mit einkalkuliert werden. Glücklicherweise kannst du hier in Tschechien das Ganze relativ preiswert bekommen. Ein Bier kostet im Durchschnitt zwei Euro, ein Kaffee drei Euro und für eine Mahlzeit im Restaurant zahle ich normalerweise neun Euro mit Getränk.

Zugfahren in Tschechien

Vergleichsweise günstig bekommst du hier einen Fahrschein für den Fernverkehr. Als Student erhältst du für fast alle Tickets 50 Prozent Rabatt. Die Züge kannst du auf der Website IDOS suchen; dort wird auch der ÖPNV in den Städten angezeigt.

Als zentraleuropäisches Land ist Tschechien optimal dafür geeignet, nicht nur Sehenswürdigkeiten und Naturspektakel innerhalb des Landes, sondern auch die Nachbarländer zu besuchen. Ich habe mittlerweile schon alle angrenzenden Nachbarländer besucht und einiges erlebt. Die Züge in der Tschechischen Republik sind äußerst günstig für Studenten, du kommst für durchschnittlich fünf Euro quer durch das Land und selbst bei einer Grenzüberquerung habe ich noch nie mehr als zehn Euro gezahlt.

Seitdem ich jedoch regelmäßiger ins Kaffee gehe und fast jedes Wochenende einen Tagestrip unternehme, häufen sich hier die Kosten für mich. Für Zugtickets und Sehenswürdigkeiten gebe ich pro Monat im Durchschnitt 70 Euro aus, hinzu kommen Verpflegung und Getränke. Das bringt mich ungefähr auf 140 Euro monatlich mit den Nebenausgaben.

Bier und Gulasch auf dem Berggipfel
Nach der langen Wanderung auf die Scheekoppe habe ich mir ein Bier und eine Gulaschsuppe gegönnt – nicht ganz günstig, das war es aber wert.

Sparschwein nicht schlachten

Wie halte ich meine Kosten gering, wenn ich monatlich nur knapp 440 Euro zur Verfügung habe? Es erfordert etwas Mühe, aber es ist möglich. Gute, günstige Restaurants findest du außerhalb des Stadtkerns – hier kannst du fast genauso gut essen wie in teureren Lokalen. Lebensmittel kaufe ich ausschließlich im Discounter und bei Zugtickets achte ich immer auf die günstigsten Angebote.

Wenn du für dein Erasmus-Semester nach Tschechien gehst, hoffe ich, dass dir diese Tipps helfen, damit du nicht zusätzlich aus eigener Tasche zahlen musst.

Weitere Finanzierungen

Stipendien deiner Universität

Viele Universitäten geben für Auslandspraktika eigens Stipendien aus. So auch bei mir: Die Professional School of Education der Julius-Maximilians-Universität Würzburg hat ein sogenanntes GoTEd-Stipendium (Global Teacher Education) zur Internationalisierung der Lehrerausblidung ausgeschrieben, für das du dich bewerben kannst. Recherchiere doch mal bei deiner Universität, ob es ähnliche Gelegenheiten gibt.

Nicht nur mit einem Erasmus Stipendium könnt ihr ins Ausland gehen, es gibt auch andere Fördermöglichkeiten. Speziell für Studierende wie mich, die ein Auslandspraktikum im Lehramtsstudium machen wollen, gibt es entweder von deiner Universität Stipendien oder vom DAAD eine besondere Gelegenheit: Lehramt.International

Einerseits für Lehramtsstudenten während des Studiums, andererseits für solche nach dem abgeschlossenen Studium, gibt es abhängig vom Zielland einen Fördersatz, der sich sehen lässt: für Frankreich zum Beispiel gibt es für angehende Lehrkräfte 1125 Euro im Monat. Der Bewerbungszeitraum beginnt bald: für ein Stipendium vom 01.09.2024 bis 01.12.2024 musst du dich zwischen dem 01.06.2024 und 01.07.2024 bewerben. Also sei schnell.

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