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Von A wie Akkuschrauber bis Z wie Zehnfachsteckdose

Von A wie Akkuschrauber bis Z wie Zehnfachsteckdose

In wenigen Tagen geht es los: Über 800 km auf finnischen Straßen. Von Helsinki, wo ich die letzte Woche verbracht habe, nach Rovaniemi, wo ich die kommenden zwei Jahre verbringen werde. Was man für zwei Jahre am Polarkreis alles braucht und wie man das in einen Kleinwagen gepackt bekommt? Mal sehen …

Brrrrrr

-30 Grad Celsius oder mehr sind im Winter in Rovaniemi durchaus drin. Warme Kleidung ist also gefragt. Dabei schwören die Finnen auf Merinowolle. Von der Mütze, über die lange Unterhose bis zu den Socken – alles muss aus der Wolle des Schafes mit den lustigen Hörnern gemacht sein. Da tierfreundlich gewonnene Wolle aber durchaus ein kleines Vermögen kosten kann, setze ich zunächst einmal auf Funktionsunterwäsche aus synthetischen Materialen.

Schneegestöber

Zu den frischen Temperaturen kommt eine monatelang bleibende Schneedecke. Den Weg zu Uni, Arbeit oder Schule mit Langlaufskiern zurückzulegen ist übrigens keine Seltenheit. Die entsprechende Ausrüstung kann ich bei Bedarf vor Ort kaufen. Ich hoffe da auf ein paar Second-Hand-Schnäppchen. Ganz oben auf der Liste steht eine Schneehose, da es in Rovaniemi üblich ist, auch im Winter Rad zu fahren – sofern das Fahrrad nicht vom Schneepflug untergepflügt wurde. Ach ja. Ein Fahrrad brauche ich auch.

Füße in circa 10 cm hohem Neuschnee
Am 2. April 2018 freute ich mich in Helsinki über Neuschnee. Ob mich die Schneemassen im 800 km nördlicher gelegenen Rovaniemi auch so begeistern werden?

Sommer, Palmen, Sonnenschein?

„Aber, aber“, höre ich jetzt einige Zwischenrufe aus dem Publikum: „Ist es denn nicht noch Sommer?“. Korrekt. Auch Sommer gibt es im Rovaniemi. Im Juli kletterten die Temperaturen sogar einmal auf 31 Grad! Mittlerweile hat sich aber alles wieder bei kuscheligen 15 Grad eingependelt.

Okay, ausreichend warme Kleidung habe ich also dabei. Und wenn es zu kühl wird, kann ich immer noch nach drinnen gehen. Mein Wohnheimszimmer ist allerdings unmöbliert, sodass ich es zunächst einmal mit Dingen füllen muss. Möbel konnte ich aus Deutschland leider nicht mitnehmen, weshalb ich in Rovaniemi erstmal wieder auf Gebrauchtmöbeljagd gehen werde. Darüber werde ich dann auf jeden Fall auch auf meiner Seite berichten. Wenn es so weit ist, erfahrt ihr es auf jeden Fall auf meiner Instgramseite.

Junge Frau versucht eine Nähmaschine in eine volle Reisetasche zu packen
Ich beim Versuch, Prioritäten zu setzen.

Kleinvieh macht aber auch Mist

Oh, eine Mehrfachsteckdose solle ich auf jeden Fall mitnehmen…und meine Lieblingsbettwäsche muss mit, ein paar Handtücher und natürlich mein Finnischbuch…die Nähmaschine und der Akkuschrauber – eh klar. In den kommenden zwei Jahren möchte ich mich in Rovaniemi so zuhause fühlen wie nur möglich. Darum habe ich einfach alles eingepackt, woran mir irgendwie etwas liegt und schnell war ein Umzugskarton gefüllt. Und der Kofferraum. Und Teile der Rücksitzbank…

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