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Semesterstart in Georgien: Meine Mission beginnt!

Semesterstart in Georgien: Meine Mission beginnt!

Nachdem der Semesterbeginn auf Anfang März verschoben wurde, ging es diese Woche endlich los. In diesem Beitrag bekommt ihr einen Eindruck von meiner ersten Woche an einer georgischen Universität und Informationen über die Kurse, die ich hier belege.

Eigentlich hieß es, dass das gesamte Semester online stattfinden wird und wir trotzdem anreisen müssen, damit uns am Ende des Semesters die ECTS Punkte anerkannt werden. Ich konnte mich also nicht, wie einige meiner Mitstudierenden dafür entscheiden, das Auslandssemester von Deutschland aus zu absolvieren. Das georgische Bildungsrecht bietet hierfür leider keine Möglichkeit.

Dass sich die Dinge in Georgien ziemlich schnell ändern können, habe ich bereits gemerkt. So ging es mir jetzt auch mit meinem Online Semester. Die Regierung hat angekündigt, im März die Beschränkungen zu lockern und unter anderem auch den Präsenzunterricht an den Universitäten wieder aufzunehmen.

Demnach werden voraussichtlich zwei meiner Vorlesungen ab dem 15. März in der Universität stattfinden. Die anderen Vorlesungen werden weiterhin online gehalten, da die nächtliche Ausgangssperre bestehen bleibt und die Vorlesungen erst um 20 Uhr beginnen.

Welche Kurse wählt man am besten?

An der Caucasus University konnte ich aus 80 Kursen in sieben verschiedenen Fakultäten wählen. Insgesamt kann man hier in einem Semester maximal Kurse mit insgesamt 30 ECTS Punkte belegen. Meine finale Kursauswahl beinhaltet fünf Kurse mit jeweils fünf ECTS Punkten. Ich werde meinen Schwerpunkt International Management hier belegen, der aus den Kursen Leadership, Strategic Marketing und Retail Management besteht. Zumindest an meiner Heimathochschule in Aschaffenburg ist die Anerkennung der Module recht einfach. Außerdem belege ich ein Wahlpflichtfach im Bereich Management. Vor allem diese Fächer bieten sich für das Ausland an, da man zumindest im Bereich Wirtschaft eine große Auswahl hat.

Meistens gibt es nur einen festen Termin in der Woche für jede Vorlesung. Als die Vorlesungszeiten festgelegt wurden, haben sich bei mir vier Kurse zeitlich überschnitten und ich musste meine Auswahl nochmal ändern.

Es lohnt sich außerdem, bei der Gastuniversität nachzufragen, ob man für die gewählten Kurse Vorkenntnisse braucht. Nachdem ich endlich dachte, meine finale Kursauswahl in Deutschland eingereicht zu haben, habe ich gesehen, dass ich für einen Kurs doch Vorkenntnisse benötige. Flexibel sein muss man also, da man teilweise den Syllabus des jeweiligen Kurses erst recht spontan bekommt. Zum Glück ist an meiner Heimathochschule die Änderung der Kurse auch noch bis zu vier Wochen nach Semesterstart möglich.

Wie läuft es mit der Anerkennung?

Generell ist es am besten, sich schon früh genug Gedanken darüber zu machen, welche Kurse man im Ausland belegen möchte. Da ich Betriebswirtschaft und Recht studiere, habe ich darauf geachtet keine rechtlichen Module im Auslandssemester zu planen. Es lohnt sich vorab auch im International Office nachzufragen, welche Module man sich am besten anerkennen lassen kann. Mit den Erfahrungswerten kann man dann auch den Studienverlauf gegeben falls ändern, damit die richtigen Module im Zeitraum des Auslandssemesters liegen.

Das Ändern der Kurse ging hier ziemlich schnell. Sobald ich eine Änderung angefragt hatte, kam schon nach ein paar Minuten die Bestätigung. Auch wenn man selbst aufgrund spontaner Änderungen etwas flexibel sein muss, wird auf persönliche Anliegen immer sehr schnell reagiert.

Vor jeder Änderung habe ich die Kursbeschreibungen aus Georgien mit dem Modulhandbuch meines Studiengangs verglichen. Anschließend wird die neue Kursauswahl zusammen mit den Kursbeschreibungen an die Prüfungskommission weitergeleitet, die dann über die Anerkennung entscheidet.

Anwesenheitspflicht, Hausaufgaben und mündliche Abfragen

An der Caucasus University wird sehr viel Wert auf Mitarbeit während der Vorlesung und auch auf Hausaufgaben gelegt. Am Ende der meisten Vorlesungen gibt es außerdem ein Quiz. Das bedeutet, man muss Multiple Choice-Fragen oder offene Fragen zum Inhalt der letzten Vorlesung beantworten. Für mich ist das erstmal eine große Umstellung, da ich zuhause nur am Ende des Semesters schriftliche Prüfungen schreibe.

Im April und Mai finden hier außerdem Zwischenprüfungen statt. Deshalb wurde uns bereits in der ersten Woche ans Herz gelegt, die angegebenen Kapitel jeweils bis zur nächsten Veranstaltung zu lesen. Man hat also nach jeder Vorlesung genügend für die nächste Woche vorzubereiten.

Da für mich die ganze Situation neu ist, bin ich gespannt, welche Lehrmethode mir am Ende besser gefällt. Eigentlich mag ich es ziemlich gerne, dass ich in Deutschland selbst entscheiden kann, wann ich was lerne. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man hier durch die ganzen Hausaufgaben und Präsentationen besser vorbereitet ist und am Ende nicht so viel für die Prüfungen lernen muss.

 

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