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Tipps für deinen nächsten Langstreckenflug! Teil 1

Tipps für deinen nächsten Langstreckenflug! Teil 1

Von Frankfurt nach San Francisco, von Madrid nach Lima oder von Doha nach Denpasar; Langstreckenflüge sind eine tolle Möglichkeit, um schnell weite Strecken zurückzulegen und die schönsten Orte dieser Welt zu entdecken. Ohne das nötige Vorwissen können aber auch diese Flüge schnell zu einer Tortur werden. Damit ihr möglichst stressfrei und komfortabel an euer Ziel kommt, gibt es von mir 10 Tipps für euren nächsten Langstreckenflug. Viel Spaß beim Lesen!

Tipp Nr. 1: Der richtige Sitzplatz

Am Gang oder doch lieber am Fenster? Möglichst weit vorne, damit ihr nach der Landung das Flugzeug schnell verlassen kann oder doch lieber am Notausgang mit mehr Beinfreiheit? Welcher Sitzplatz der beste ist, hängt häufig vom persönlichen Geschmack ab. Den perfekten Sitzplatz innerhalb eines Flugzeuges ausfindig zu machen ist dabei fast unmöglich. Mit dem richtigen Wissen lässt es sich aber dennoch ziemlich angenehm und komfortabel reisen.

Neben dem persönlichen Geschmack spielt vor allem der Abstand zu den Triebwerken, die Anordnung der verschiedenen Reiseklassen sowie die Verteilung der Bordküchen und Toiletten eine entscheidende Rolle bei der Platzwahl. Die Triebwerke sind dabei mit Abstand die größte Lärmquelle innerhalb eines Flugzeuges. Wenn ihr also vor allem möglichst ruhig reisen wollt, wählt ihr am besten einen Sitzplatz möglichst weit vor den Triebwerken und mit etwas Abstand zu den Bordküchen und Toiletten. Hier hilft euch die Internetseite Seatguru, wo ihr euch einen Sitzplan eures Flugzeuges anzeigen lassen könnt. Wenn hier hingegen Turbulenzen vermeiden wollt oder sogar mit Flugangst zu kämpfen habt, dann sind die Sitzplätze direkt über den Tragflächen wahrscheinlich die besten für euch.

Fensterblick auf den Flügel in einem Kurzstreckenflugzeug von Eurowings.
Sitzplatz direkt über den Tragflächen auf einem Flug von Düsseldorf nach Barcelona.

Mehr zu dem Thema mit detaillierten Erklärungen und weiteren hilfreichen Tipps findet ihr in meinem Beitrag „Tipps für deine Reise – der perfekte Sitzplatz“.

Tipp Nr. 2: Die richtige Kleidung

Neben dem richtigen Sitzplatz spielt in puncto Komfort vor allem die Wahl der richtigen Kleidung eine entscheidende Rolle. Wenn ihr einen Langstreckenflug plant, dann sollte eure Kleidung vor allem eins sein – und zwar bequem. Der menschliche Körper schwillt in großer Höhe sehr leicht an, daher solltet ihr möglichst auf enge Kleidung verzichten. Aber auch bei kurzer, luftiger Kleidung und tropischen Temperaturen am Reiseziel solltet ihr die relativ kühlen Temperaturen in einer Flugzeugkabine während des Fluges berücksichtigen. Hier hilft vor allem der Zwiebel-Look. Ich persönlich trage meistens ein T-Shirt und darüber eine leichte Jacke oder einen Pullover. Neben dem Schutz vor den Temperaturen könnt ihr euch im Letzteren schön einkuscheln, um gerade auf Nachtflügen gut schlafen zu können.

Drei verschiedene Möglichkeiten sich für einen Langstreckenflug zu kleiden.

Vor allem bei den Schuhen gilt auf Langstreckenflügen, dass diese möglichst bequem und nicht zu eng sein sollten, auch wenn ihr die Schuhe am Platz ausziehen könnt. Beim Ein- und Aussteigen sowie im Fall einer Evakuierung sollten die Schuhe ausreichend Stabilität bieten und möglichst geschlossen sein, um so Verletzungen zu vermeiden.

Gleiches gilt auch für Schmuck und Accessoires. Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen müssen Schmuck und Accessoires in der Regel abgelegt werden. Gerade bei der aktuellen Überlastung des Flughafenpersonals spart es extrem viel Zeit, wenn ihr euch hierbei auf das nötigste beschränkte und auf schnelle Handhabung achtet.

Ein Thema, was gerade in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen hat, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung am Flughafen und im Flugzeug. Auch wenn es bei den meisten Fluggesellschaften zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags keine flächendeckende Maskenpflicht an Bord mehr gibt, kann es immer sein, dass sich diese Regel kurzfristig ändert. In diesem Fall sollten auf jeden Fall ausreichend Masken zum Wechseln und eventuell ein Maskenbügel mitgenommen werden.

Auf Flügen der Singapore Airlines gilt Maskenpflicht.

Tipp Nr. 3: Handgepäck richtig packen

Egal ob Wochenendtrip, Sommerurlaub oder eben der mehrmonatige Langzeitaufenthalt beim Koffer packen, stellen sich eigentlich immer dieselben Fragen: Was darf ich mit ins Flugzeug nehmen und was nicht? Um unnötig Stress zu vermeiden, ist die richtige Vorbereitung des Handgepäcks essenziell.

Die Richtlinien für das Handgepäck sind eine Wissenschaft für sich und ergeben auch nicht immer Sinn – trotzdem müssen sie eingehalten werden.

Was muss ins Handgepäck ?

Lithium-Ionen-Akkus jeglicher Form müssen aufgrund der erhöhten Brandgefahr immer im Handgepäck transportiert werden, die Mitnahme im Aufgabegepäck ist nicht erlaubt. Dazu gehören neben Handys und Laptops auch alle weiteren Geräte mit eingebauten Lithium-Ionen-Akku, wie beispielsweise Kameras oder elektronische Rasierer. Auch wenn es nicht immer möglich ist, den Akku aus den Geräten zu entfernen, kann es sinnvoll sein, aus Gewichtsgründen nur die Akkus im Handgepäck zu transportieren.

Was darf nicht ins Handgepäck ?

  • Gas und Gasbehälter
  • Feuerwerkskörper
  • Reine Rasierklingen, die nicht in Kunststoff verbaut sind
  • Messer und Scheren (auch Nagelscheren)
  • Spitze Gegenstände (z.B. eine Nagelfeile)
  • Elektroschocker
  • Betäubungs- und Abwehrspray
  • Giftige Stoffe
Verbotene Gegenstände gibt es im Flugzeug jede Menge, die meisten sind jedoch recht offensichtlich.

Was sollte immer im Handgepäck dabei sein ?

Leider kommt es immer wieder mal vor, dass ein Gepäckstück verspätet oder gar nicht am Zielort ankommt. Auch wenn die meisten Koffer innerhalb weniger Tage wieder auftauchen, kommt es doch auch hin und wieder vor, dass ein Gepäckstück verloren geht. Der Maximalbetrag, der von der Fluggesellschaft bei Gepäckverlust erstattet wird, liegt aber gerade mal bei 1.500 Euro. Dementsprechend sollten Wertgegenstände, wichtige Medikamente, Geld, Schlüssel, Reisepass, teurer Schmuck und die Kameraausrüstung definitiv im Handgepäck transportiert werden. Hierfür erlauben viele Fluggesellschaften neben dem Handgepäckstück noch die Mitnahme eines weiteren persönlichen Gegenstandes wie eine extra Hand- oder Laptoptasche. Genauere Informationen zu euren Ansprüchen findet ihr auf der Internetseite vom ADAC. Darüber hinaus habe ich euch hier eine Internetseite mit einer Tabelle verlinkt, über die Ihr direkt zu den Gepäckbestimmungen eurer jeweiligen Fluggesellschaft kommt.

Ich für meinen Teil habe beispielsweise neben meinem Rucksack mit Laptop und allerlei Krimskrams einen weiteren Koffer dabei, in dem sich meine Kameradrohne inklusive Zubehör befindet.

Sicherheitskontrolle

Für die Sicherheitskontrolle an deutschen Flughäfen empfiehlt die Bundespolizei nur ein Handgepäckstück mit zur Kontrolle zu bringen und alle Flüssigkeiten über 100 Milliliter mit dem Aufgabegepäck einzuchecken. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bereits vor der Sicherheitskontrolle alle Gegenstände aus den Hosentaschen zu entfernen und zusammen mit Mobiltelefon, Armbanduhr und Gürtel im Handgepäck oder der Jacke zu verstauen. Darüber hinaus müssen alle Flüssigkeiten in Behältnissen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 100 Milliliter in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren 1-Liter-Kunststoffbeutel verpackt sein. Hierbei zählt die Angabe auf der Verpackung und nicht der Füllstand. Des Weiteren ist pro Passagier nur ein 1-Liter-Beutel zulässig.

Für die Sicherheitskontrolle an deutschen Flughäfen ist die Bundespolizei verantwortlich.

Im Zuge der Sicherheitskontrolle müssen größere elektronische Gegenstände und der 1-Liter-Beutel aus dem Handgepäck entnommen werden und zusammen mit dem Rucksack oder Koffer sowie größeren Kleidungsstücken in die Gepäckwanne gelegt werden. Nach dem Röntgen kann es vorkommen, dass das Gepäck einer Nachkontrolle unterzogen wird. Hierbei dürfen die Kontrollkräfte das Gepäck nach verbotenen Gegenständen durchsuchen, Sprengstoff und Drogentests durchführen sowie elektronische Geräte auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen.

Mein Rucksack wurde beispielsweise einmal mehrmals durchsucht, weil beim Röntgen ein Gegenstand entdeckt worden ist, der wie ein Messer ausgesehen hat. Später hat sich herausgestellt, dass es sich hierbei lediglich um eine Kamerahalterung außerhalb des Rucksackes gehandelt hat. Es lohnt sich also, freundlich zu sein und die Kontrollkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Tipp Nr. 4: Rechtzeitig am Flughafen sein

Gerade in den letzten Wochen haben deutsche Flughäfen immer wieder mit überfüllten Warteschlangen am Check-in oder der Sicherheitskontrolle für Schlagzeilen gesorgt. Dabei ist Zeitdruck das letzte, was ihr vor dem Antritt einer langen Reise gebrauchen könnt. Daher solltet ihr auch hier alles dafür tun, um unnötigen Stress zu vermeiden. Das heißt zum einen rechtzeitig am Flughafen zu sein. Bei sehr langen Anreisen oder Abflügen am frühen morgen ist es eventuell sinnvoll, einen Tag früher anzureisen und vom Vorabend Check-in einiger Airlines gebrauch zu machen. Andernfalls ist der online Check-in auf jeden Fall zu empfehlen.

Darüber hinaus kann auch die Anreise zum Flughafen mit der Bahn für Entspannung sorgen, da die Tickets dank Rail and Fly teilweise bereits im Ticketpreis enthalten sein können. Im Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens halten beispielsweise täglich zahlreiche Fernverkehrszüge aus ganz Deutschland und Europa. Egal, ob ihr mit dem Auto oder der Bahn anreist, informiert euch vor eurer Anreise zum Flughafen über das Abflugterminal und die entsprechenden Erreichbarkeiten. Das spart neben unnötigen Wegen vor allem Zeit und schont die Nerven aller Beteiligten.

Das Terminal 1 in Frankfurt am Main ist vom Fernbahnhof nur wenige Gehminuten entfernt.

Tipp Nr. 5: Körperliches Wohlbefinden

Neben der Wahl der richtigen Kleidung gibt es noch weitere Dinge, die euer Wohlbefinden an Board steigern können.

Kaugummi kauen

Jeder, der schon mal geflogen ist, weiß, dass die Luft in einer Höhe von über 10.000 Metern dünner ist als am Boden. Während des Starts und bei der Landung ist daher ein Druckausgleich nötig. Wer damit Probleme hat, sollte unbedingt während ein Kaugummi während dieser Flugphasen kauen. Hierbei wird die eustachische Röhre immer wieder leicht geöffnet und es kann Luft vom Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr strömen und somit für einen passiven Druckausgleich sorgen.

Kopf- und Nackenkissen

Manche können es, manche können es nicht – schlafen im Flugzeug. Ich gehöre glücklicherweise zu den Personen, die im Flugzeug auch mal die Augen zu machen können. Dafür bringe ich immer ein kleines Kopfkissen mit, dass ich am Zielort auch weiter zum Schlafen nutzen kann. Gerade am Fensterplatz könnt ihr euch damit super anlehnen und es sich so bequem wie möglich machen. Alternativ kann auch ein Nackenkissen den Komfort erhöhen und hilft obendrein noch gegen Nackenstarre.

Schlafmaske und Ohrstöpsel

Zusätzlich zu den Kissen könnt ihr euch natürlich auch mithilfe einer Schlafmaske und Ohrstöpseln Ruhe verschaffen. Ich habe bislang immer normale Kopfhörer genommen und versucht mit lauter Musik den Flugzeuglärm zu übertönen. Das kann zwar funktionieren, ist aber auf Dauer auch ziemlich anstrengend. Die wohl bessere, aber auch teurere Alternative sind da Noise-Cancelling Kopfhörer. Also Kopfhörer, die den Umgebungslärm aktiv unterdrücken. Ich habe mir solche Kopfhörer vor einiger Zeit für meine täglichen Bahnfahrten angeschafft und bin gespannt, wie sie im Flugzeug funktionieren.

Mundhygiene

Gerade wenn ihr einen halben Tag oder länger unterwegs seid, verspürt ihr doch irgendwann das Bedürfnis, sich die Zähne zu putzen. In den höheren Buchungsklassen bekommt ihr in der Regel ein Amenity Kit mit ein paar Hygieneartikeln. In der Economy Class kann das bei den renommierten Fluggesellschaften auch mal der Fall sein, darauf solltet ihr euch aber nicht verlassen. Bei Qatar Airways habe ich zum Beispiel mal ein kleines Paket mit Ohrstöpsel, Schlafmaske, Socken und Zahnbürste bekommen. Wenn ihr auf Nummer sichergehen wollt, packt ihr eine Zahnbürste und eine kleine Zahnpastatube mit ins Handgepäck. Das ist auch in sofern empfehlenswert wert, dass ihr im Falle eines Gepäckverlustes nicht alles neu kaufen müssen. Womit wir auch gleich beim nächsten Punkt wären:

Wechselkleidung

Egal ob Langstreckenflug oder der nächste Sommerurlaub auf Mallorca, frische Unterwäsche, ein neues T-Shirt und ein Paar Wechselsocken sollten in jedem Handgepäck nicht fehlen. Gerade bei Fernreisen oder bei Reisen in wärmere Länder ist es sowohl für mich persönlich als auch für andere Passagiere ganz angenehm, wenn die Möglichkeit besteht, ein frisches Shirt anzuziehen. Darüber hinaus beugt ihr auch hier einem möglichen Gepäckverlust vor und habt zumindest ein paar Kleidungsstücke zum Wechseln.

Wechselkleidung fürs Flugzeug. Ein T-shirt, Socken und eine Unterhose.
Ich nehme dieses Mal ein T-shirt und frische Unterwäsche mit.

Und so geht es weiter

Ihr merkt schon kurz halten ist nicht so mein Ding. Beziehungsweise eigentlich schon, aber bei der Masse an Informationen ist das gar nicht so einfach. Ich habe das Glück gehabt, in den vergangenen Jahren einige Fernreisen machen zu dürfen und möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten. Warum ihr im Flugzeug lieber Wasser anstatt Wein trinken solltet, warum regelmäßige Bewegung so wichtig ist und wie ihr am besten einem Jetlag vorbeugen könnt, erfahrt ihr im zweiten Teil dieses Beitrags.

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