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Von Erfolgen und Erkenntnissen: Mein Semester in Kanada

Vor fünf Monaten begann mein Abenteuer in Kanada. Die Zeit seitdem – voller unglaublicher Erlebnisse und schöner Momente, ist wie im Flug vergangen. Inzwischen sitze ich schon wieder zu Hause in Deutschland, aber auf glühenden Kohlen, denn meine nächste Reise steht bereits in den Startlöchern. In dieser kurzen Verschnaufpause nehme ich mir Zeit, um Bilanz zu ziehen und meine Erfolge, Erkenntnisse und Erlebnisse aus vier Monaten in Kanada zu reflektieren.

Foto mit Hund vor einem Feld im Winter
Ich genieße die kurze Pause zu Hause, um mich ein bisschen zu erholen.

Die Essenz eines ganzen Semesters in einem Beitrag zu erfassen erscheint schwer möglich, wenn nicht sogar utopisch. Daher habe ich im Folgenden die für mich bedeutendsten Erkenntnisse zusammengetragen. Ich teile meine Gedanken zum Studium und meiner Mission, spreche über Meilensteine und Misserfolge und welche Lehren ich mitnehme. Zuletzt werfe einen kurzen Blick auf das, was jetzt nach dem Auslandssemester in Kanada für mich ansteht. Bist du bereit für meinen kleinen-großen Rückblick?

Resümee: Drei Monate Studium in Kanada

Zu meinem Tagesablauf und den Aufgaben an einer kanadischen Universität habe ich bereits ausführlich berichtet. Doch was hat es mir am Ende gebracht?

Bis zum Schluss war für mich das Konzept von dreistündigen Vorlesungen tatsächlich ideal. Ich habe das Gefühl, dass ich von der Intensität und Länge der Einheiten ungemein profitiert habe. Falls dich dieser Punkt abschreckt, rate ich dir: Wage den Sprung aus der Komfortzone! Mich hat es inhaltlich enorm weitergebracht.

Mission geglückt?

Das bringt mich zu einem immens wichtigen Teil meines Aufenthalts in Halifax: meiner Masterarbeit. Neben dem Kennenlernen einer für mich fremden Kultur war meine Mission für das Auslandssemester meine Masterarbeit ein gutes Stück voranzubringen. Und ich würde sagen: Mission erfolgreich! Zwar habe ich bereits in den ersten Wochen meines Aufenthalts mein ursprünglich geplantes Thema komplett über den Haufen geworfen, aber auch das gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Durch das Modul „Research Design“ konnte ich grundlegende Techniken und Methodologien wieder auffrischen und hatte die Möglichkeit, mich intensiv damit auseinanderzusetzen, was ich wirklich untersuchen will und vor allem, wie. Im Laufe des Semesters hatte ich zwei wichtige Deadlines von meiner Universität in Gent, die die Masterarbeit betrafen. Beide habe ich pünktlich und mit einem guten Gefühl eingereicht. In zwei Wochen steht die nächste an, aber mittlerweile habe ich einen konkreten Plan und das nicht zuletzt dank meines Aufenthaltes in Kanada.

Misserfolge?

Nach vier Monaten in Kanada kann ich feststellen, dass ich ziemlich viel Glück hatte: Keine nennenswerten Misserfolge, passende Kurse, eine gute Wohnsituation und tolle Menschen um mich herum haben meine Zeit in Halifax besonders positiv geprägt.

Was ich jedoch sagen muss: Die Distanzen in Kanada, in Verbindung mit den Anforderungen eines Masterstudiums habe ich stark unterschätzt. Ursprünglich wollte ich viel durch das Land reisen, die Niagarafälle von der kanadischen Seite zu besichtigen und zumindest Ottawa und Toronto erkunden. Nichts davon habe ich tatsächlich getan, was mich im Nachhinein ein wenig bedauern lässt. Die Flugkosten oder alternativ 24-stündige Bahnfahrten haben mir da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Zudem verlief mein Semester im Master auch gänzlich anders als im Bachelor – ruhiger. Das meine ich im absolut positiven Sinne: Es gab weniger Partys und Trubel, weniger „socializing“, weniger Drama, dafür mehr Fokus auf die Uni und die (berufliche) Zukunft. Das mag für einige vielleicht ernüchternd klingen, aber für mich war es das Beste, was mir passieren konnte.

Im Rückblick bin ich sogar irgendwie dankbar für die „fehlenden“ Reisen und Aktivitäten. Diese vermeintliche Lücke habe ich stattdessen mit engen Freundschaften und einem positiveren Lebensgefühl durch einen geregelten Tagesablauf gefüllt. Und Parties und Pubcrawls gabs natürlich auch – nur eben nicht jede Woche. Mein Semester in Halifax war irgendwie mehr darauf ausgelegt, mich langfristig glücklich zu machen anstelle eines kurzfristigen Hochs, dem möglicherweise ein Tief bei meiner Rückkehr nach Deutschland folgt. Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass ich mein „Party-Semester“ im Bachelor bereue oder diese Art von Auslandssemestern verurteile. Im Gegenteil: Das hat mich ebenso enorm bereichert, und ich hatte die Zeit meines Lebens! Ich kann jedoch für mich feststellen, dass mein Semester in Halifax für meine aktuelle Lebenssituation einfach großartig war.

Eine lächelnde Person vor einer Landschaft mit Klippen, Meer und grünen Wiesne
Durch ganz Kanada bin ich nicht gereist, doch habe ich dafür Halifax und Nova Scotia intensiv erkundet und dabei enge Freundschaften geschlossen.

Was ich mitnehme?

Genau das: eine positive Einstellung auf das Leben, einen konkreten Plan für die Masterarbeit und enge Freundschaften. Was heißt das genau?

Freundlichkeit

In einem früheren Beitrag habe ich bereits über die freundliche Natur der Kanadier*innen berichtet. Und war davon gar nicht so angetan. Zurück in Deutschland aber wurde mir schlagartig wieder bewusst, dass das tatsächlich ziemlich besonders ist und ich die Höflichkeit im Alltag schmerzlich vermissen werde. Kleiner Reminder: Ein Lächeln oder ein freundliches Wort kann viel Positives beim Gegenüber ausrichten! Auch wenn in Kanada vieles floskelhaft und oberflächlich wirkte, macht es doch sehr viel aus, ob dir die Menschen an der Kasse, an der Bushaltestelle oder sonst wo im Alltag freundlich entgegentreten oder grimmig und reserviert.

Struktur im Alltag

Über mehrere Monate weg zu sein bedeutet unter anderem die Möglichkeit, neue Alltagsstrukturen zu etablieren. Frei von familiären Treffen oder anderweitigen sozialen „Verpflichtungen“ war ich völlig allein für die Gestaltung meiner Zeit verantwortlich. In Kanada hatte ich seit langem wieder das Gefühl, eine gute Balance zwischen Freizeit und Uni herzustellen. Überraschenderweise habe ich die Bibliothek als Lernort für mich entdeckt – früher habe ich ungern dort meine Essays geschrieben, da ich mich dort nicht konzentrieren konnte. Dies hat sich in Kanada geändert. Zusätzlich war ich regelmäßig im Fitnessstudio, habe enge Freundschaften geschlossen und dabei den privaten Teil meines Lebens nicht zu kurz kommen lassen. Diese Struktur hoffe ich beizubehalten und langfristig eine gesunde Routine in meinem Leben aufzubauen.

Freundschaften <3

Mit der Sorge, dass ich mich wiederhole: Am dankbarsten bin ich für die Menschen, die ich während meines Auslandssemesters kennenlernen durfte. Ohne sie wäre der Aufenthalt nur halb so ereignisreich und gleichzeitig nur halb so friedlich gewesen. Diese Personen sind mir in kürzester Zeit ungemein ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass wir es schaffen, diese Freundschaften in unser weiteres Leben mitzunehmen.

Zwei Personen lächeln in die Kamera, beide in WInterkleidung: Schal, Mütze, dicke Jacke vor einer Mauer mit dem Schriftzug "Dalhousie University"
Ich bin so dankbar für die Beziehungen, die ich in Kanada aufgebaut habe!

Und jetzt?

Finish Line! Mein letztes Mastersemester steht bevor. Letzter Stopp? Belgien! In Gent nahe Brüssel werde ich meine letzten Module absolvieren und meine Masterarbeit einreichen. Wenn alles nach Plan läuft, bin ich im Sommer endgültig fertig mit studieren. Wie verrückt ist das bitte? Ich kann es irgendwie nicht greifen, wie schnell das Leben rast. Aber über all diese Sorgen und Vorfreuden werde ich bald noch detaillierter eingehen, denn auch in meine letzte Etappe meines Masters darf ich euch über „studieren weltweit“ mitnehmen!

Bis dahin verschnaufe ich noch kurz zu Hause.

Bis bald, Sarah 🙂

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