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Masterarbeit in Schweden schreiben? Das habe ich gelernt

Für die Masterarbeit nach Schweden? Gute Idee! Doch bei der Planung gibt es einiges zu beachten, denn in Schweden läuft es ein wenig anders – hier ein paar Tipps

Als allererstes brauchst du, wie überall, ein Thema und einen Supervisor, also jemanden, der deine Masterarbeit betreut. Wie das in Schweden funktioniert, erkläre ich hier. Bis zur fertigen Masterarbeit braucht es einiges an Planung und Organisation. Um dabei im schwedischen System nicht den Überblick zu verlieren, habe ich ein paar Tipps gesammelt, die mir sehr geholfen haben.

Mein erster Tipp: Planung ist alles. In Schweden gibt es dafür aber eine sehr gute Unterstützung, nämlich den Thesisguide. Hier ist es üblich, dass jeder Kurs, der eine Masterarbeit verfassen soll, einen ausführlichen Leitfaden zur Verfügung gestellt bekommt. Bei mir waren hier alle Kapitel erklärt und eine Übersicht über den erwarteten Umfang gegeben. Daran habe ich mich orientiert und mir einen Zeitplan erstellt. Für jede Kalenderwoche habe ich meine Ziele und To Dos aufgeschrieben.

Planung ist das A und O

Ganz wichtig: In Schweden muss der Supervisor deine Masterarbeit vor der Abgabe lesen, um zu bestätigen, dass du dazu bereit bist, deine Masterarbeit vorzustellen und zu verteidigen. Einige meiner Freunde hatten das nicht eingeplant und waren deshalb überrascht als die Mentoren eine Woche vor Abgabe, die bis dahin noch unfertige Masterarbeit lesen wollten. Daher lohnt sich ein regelmäßiger Austausch mit deinem Mentor. Ich habe mich alle 14 Tage mit meiner Supervisorin getroffen und ihr regelmäßig Textteile geschickt, um zeitnah Feedback von ihr zu bekommen und dieses einzuarbeiten. Das regelmäßige Feedback und die Tipps helfen auch beim Schreiben.

Für den Feinschliff solltest du am Schluss auch noch genügend Zeit einplanen. Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Quellenangaben werden oft im Schreibprozess vernachlässigt, aber sie sind eben notwendig. Genauso wie der Titel! Oft ist es gar nicht so leicht, einen guten Titel für oft komplexe Themen zu finden und dann auch noch in einer Fremdsprache. Innerhalb meines Masterprogramms standen uns nicht nur unsere Mentoren zur Seite, sondern auch alle anderen Professoren. Und gerade beim Thema Titel habe die häufig viel Erfahrung und können helfen.

Und der letzte Tipp zum Thema Planung: plane auch Pausen ein. Ich habe sonntags immer Pause gemacht und dann wirklich den ganzen Tag nichts für die Uni oder meine Masterarbeit gemacht.

Ein Beispiel für einen Lerntag mit meiner Lerngruppe

  • 08:30: Start mit einem gemeinsamen Kaffee auf der Terrasse vor dem Studentenhaus oder der Unibibliothek
  • 09.00 – 12.00: Masterarbeit schreiben
  • 12.00 Uhr – 13.00: Mittagspause
  • 13:00 – 15:30: Masterarbeit schreiben
  • 15:30: Eiscreme Pause oder FIKA Pause
  • 16:00 bis 18:00: Endspurt für den Tag

Tipp Nummer Zwei: Such dir ein Team. Ich habe mit meinen Freunden gemeinsam feste Universität – und Arbeitszeiten vereinbart. Und um ganz ehrlich zu sein, hat mir meine Lerngruppe dafür gesorgt, dass die anstrengende Zeit des Schreibens trotzdem Spaß gemacht hat. Es gab Tage, an denen habe ich mich nur von Pause zu Pause gehangelt habe. Jeden Morgen anzukommen und den Tag erst einmal mit einem gemütlichen Kaffee mit meinen Freunden zu starten hat mir sehr geholfen. Generell fand ich den Prozess des Schreibens sehr anstrengend, denn man hat nur 8 Wochen Zeit um seine Masterarbeit. Und dabei müssen es ca. 60 Seiten sein. Aber zum Glück hat man die Möglichkeit, die Masterarbeit auch erst im August abzugeben, das war immer gut zu wissen und im Hinterkopf zu haben, obwohl ich die Masterarbeit rechtzeitig eingereicht habe und ich diese Option deshalb nicht in Betracht ziehen musste.

Auf dem Bild sind Frühstückutensilien zu sehen, Kaffee, Marmelade, Hafermilch und Pfannkuchen.
Manchmal hilft ein gemeinsames Frühstück 🥞 um Motiviert in den Tag zu starten!

Was kommt danach?

Kennst du das, wenn du so mitten in einer Hausarbeit steckst und es gar nicht schaffst daran zu denken was danach kommt? Vor allem bei mir war das mit der Masterarbeit so. In Schweden war es bei mir so, dass ich die Masterarbeit an einem Montag eingereicht habe und danach eine Woche Zeit hatte, mich auf meine Verteidigung vorzubereiten. Zusätzlich dazu musste man in meinem Programm eine Opposition vorbereiten, also einen Kommilitonen oder Kommilitonin zu seiner Masterarbeit befragen und diesem innerhalb eines Seminars Rückmeldung zur Qualität und potenziellen Änderungen geben. Selbst bekommt man auch von einem Mitstudenten Rückmeldung und deines Prüfers. Wichtig hierbei: dein Prüfer ist nicht dein Mentor, sondern ein zufällig zugeteilter Professor der Universität. Dieser gibt dir eine ausführliche Rückmeldung, unter Berücksichtigung dessen hat man dann sieben Tage Zeit die Masterarbeit anzupassen und erneut einzureichen. Und dann heisst es: auf die Note warten 🙂

In der Zwischenzeit empfehle ich dir besonders eins: Genieße die Zeit mit deinen Freunden und deine wiedergewonnene Freiheit und natürlich, sei stolz auf dich und deine Leistung!

Du willst mehr über meinen Alltag in Schweden erfahren? Und was danach bei mir ansteht?

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Phia

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