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Zimmersuche in Amsterdam: Endstation Hostel?

“Amsterdam, da will ich hin!” – Easy.
“Amsterdam, da will ich wohnen!” – Leichter gesagt als getan.

Rund 800.000 Einwohner leben derzeit in der niederländischen Hauptstadt. Hinzu kommen mehr als fünf Millionen Besucher im Jahr, Tendenz steigend. Die Wut auf die Touristen wächst, denn die Menschenmassen treiben auch die Mietpreise in die Höhe. Einheimische werden aus dem Stadtzentrum verdrängt und Studenten finden kein Dach über dem Kopf.

Amsterdamer Wohnung
Wie wär’s mit einer schicken Wohnung am Kanal? Unbezahlbar in Amsterdam.

Ich bin also eine der 100.000 Studenten, die derzeit an Amsterdamer Universitäten eingeschrieben sind und ich habe wirklich Glück: Ich habe ein bezahlbares Zimmer gefunden. Wie das?

Meine Suche war zwar teuer, aber nicht kompliziert:

Meine Hochschule, die Hogschool van Amsterdam, hat mir angeboten, mich an eine Wohnungsagentur zu vermitteln. Mit 285€ Gebühren war ich dankbar dabei und konnte zwischen verschiedenen Wohnheimen auswählen. 150€ Bearbeitungsgebühren später habe ich mich für ein 20qm großes Zimmer in einer 4er-WG entschieden, das zu Fuß zehn Minuten von meinem Campus entfernt liegt. Mit dem Fahrrad bin ich in der gleichen Zeit im Zentrum. Ein großer Pluspunkt und mein persönliches Highlight ist außerdem der Kanal, der direkt vor unserer Haustür liegt. Das ganze für 340€. Besser geht’s nicht!

Ciao, Privatsphäre!

Dafür bin ich aber auch einen Kompromiss eingegangen: Ich teile mein Zimmer. Klingt erst einmal ungewöhnlich, ist hier aber eine häufige Form des Zusammenlebens. Meine Mitbewohnerin Kira ist 19, kommt aus Südafrika und studiert Politikwissenschaften. Wir kannten uns bis zu unserem Einzug nicht. Umso aufgeregter war ich natürlich, wer mir bei meiner Ankunft die Tür aufmacht und entgegengrinst.

Meine Mitbewohnerin
Et voilà, darf ich vorstellen? Kira, meine Mitbewohnerin!

Klar, ich muss auch zugeben: Ich habe nicht immer Lust auf Small-Talk im Pyjama oder eine Mitbewohnerin, die an meinem freien Tag um 7 Uhr das Licht anmacht. Dafür werde ich umsorgt, wenn ich krank bin, mit Kater im Bett liege oder Englisch-Nachhilfe brauche. Ist also alles nur eine Frage der Perspektive!

Warum ich mein Zimmer teile?

  • „Money, Money, Money“: Ein Auslandssemester kostet Geld und Wohnen ist nur ein Teil davon. Bei weniger als 350€ für diese Größe und Lage konnte ich einfach nicht nein sagen. Und gleichzeitig bleibt mehr für andere Dinge übrig.
  • „I’m so lonely“: Nachdem ich während meinem Praxissemester das letzte halbe Jahr alleine gelebt habe, habe ich mich wieder auf Gesellschaft, ein WG-Leben und offene Zimmertüren gefreut. Wer mit drei Geschwistern aufwächst, kann einfach nicht lange alleine sein.
  • „Let’s get together and feel alright“: Kultureller Austausch ist das A und O während einem Auslandssemester. Warum sollte der nicht schon in den eigenen vier Wänden beginnen?

Wie auch ihr ein Zimmer findet?

  1. Fangt rechtzeitig mit eurer Suche an! Sonst landet ihr womöglich, wie zwei meiner Kommilitoninnen im ersten Monat im Hostel.
  2. Lasst euch helfen! Zum Beispiel von eurer Uni oder Studentenwerken. Wohnheime sind zwar nicht immer das Gelbe vom Ei, aber definitiv besser als kein Dach über dem Kopf. Und gerade in Metropolen wie Amsterdam ist es hart, auf dem privaten Wohnungsmarkt ein Zimmer zu finden.
  3. Seid offen für Kompromisse! Träume von Altbau, Stuck und Locals als Mitbewohner werden höchstwahrscheinlich nur wahr, wenn Daddy einen dicken Geldbeutel hat. Deshalb überlegt, was euch mehr wert ist: Privatsphäre oder Toplage? Größe oder Preis? Für ein halbes Jahr darf man seine Erwartungen gut und gerne runterschrauben. Und sind wir mal ehrlich: Die meiste Zeit im Auslandssemester verbringen wir doch (hoffentlich) außerhalb unseres Zimmers.
  4. Informiert euch! Nicht überall muss der Wohnungsmarkt so hart sein wie in Amsterdam. Erfahrungsberichte von Kommilitonen geben euch sicher Aufschluss darüber, wie man am besten eine Bude findet. Und vielleicht gibt es ja auch einen staatlichen Zuschuss, wie den Huurtoeslag in den Niederlanden.
  5. Fragt Facebook! Eure Facebook-Freunde oder Facebook-Gruppen sind hilfreicher als gedacht. Der blaue Riese ist schließlich nicht nur für witzige Videos gut.

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