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3 Tipps zur US-Einreise, die ich gern vor Abflug gewusst hätte

3 Tipps zur US-Einreise, die ich gern vor Abflug gewusst hätte

Für Menschen wie mich, die selten fliegen, sind Luftreisen ein hoher Stressfaktor. Die komplexen Beschränkungen und Kontrollen, die für Ziele in den USA gelten, erschweren einen entspannten Trip zusätzlich. Ich gebe euch hier drei wichtige Hinweise zum Flug, die eure Reise in die USA hoffentlich erleichtern.

1. Was darf ins Handgepäck?

Die Regelungen, was du im  Hand- und Aufgabegepäck mitnehmen darfst, sind insbesondere bei Flügen in die USA sehr streng und gleichermaßen verwirrend. Ein Selfiestick muss beispielsweise ins Aufgabegepäck, wenn er eine eingebaute Batterie enthält. Ins Handgepäck darf er aber theoretisch nicht, da er als Schlagstock verwendet und damit gefährlich werden könnte. Also was denn nun?

Ich habe euch hier zusammengestellt, welche elektrischen Geräte ich auf meine Reise mitgenommen habe. Mein Selfiestick wurde übrigens ohne Probleme im Aufgabegepäck transportiert.

Technische Geräte im Handgepäck
Für euch getestet: meine technischen Geräte im Handgepäck. (v.l.o.) Laptop inkl. Ladekabel, Powerbank, Festplatte, digitale Kofferwaage, Tablet inkl. Tastatur, Mini-Fotodrucker, Action-Cam inkl. Ersatz-Akku und Ladegerät, kabelloses Handyladegerät, Kabel und Adapter.

2. Ohne Visa-Stempel in die USA?

Ein Visum vom Konsulat zu erhalten, heißt leider nicht, dass die Beamt*innen an der US-amerikanischen Grenze zwangsläufig Einlass gewähren. Am Schalter habe ich meinen Reisepass vorgezeigt und ein paar Fragen zu meinem Aufenthalt beantwortet. Soweit alles nach Plan. Dann wurde mein Pass an eine Mitarbeiterin gereicht, die mich zur „zweiten Passkontrolle“ eskortierte. Sehr erleichtert war ich in dem Raum voller Polizist*innen meine mitreisende Kommilitonin wiederzufinden. Dort trafen wir auch auf die zwei deutschen Mädchen, die mit uns die nächsten Monate in Geneva verbringen werden. Sofie, eine der beiden Studentinnen aus Tübingen, ist nun meine Mitbewohnerin.

Es schien also, als gehöre diese zweite Kontrolle zur Standardprozedur. Dennoch waren wir alle eingeschüchtert von der Atmosphäre. Umso dankbarer war ich, als ich als Erste von uns wieder aufgerufen wurde. Auch hier wurde ich von einem Beamten nach der Intention meines Aufenthalts gefragt und aufgefordert, diverse Dokumente vorzulegen. Nach drei Minuten entließ er mich mit den Worten „Ok, bye“.  Die Dame von der Grenze geleitete mich wieder hinaus und ließ mich in einer großen Halle mit Teppichboden allein. Es dauerte einige Minuten, bis ich begriff, dass ich hiermit die Kontrollen überstanden hatte und offiziell in die USA eingereist war.

Willkommen in Amerika"
Unspektakuläres Bild mit viel Bedeutung: meine Füße auf US-amerikanischem Boden, nachdem alle Kontrollen überstanden waren.

Meine Freude konnte ich jedoch mit niemandem teilen, da meine (nun drei) Mitreisenden noch eine halbe Stunde auf ihr „Ok, bye.“ warten mussten. Der eigentliche Knackpunkt der Geschichte folgte erst nach der erneuten Sicherheitskontrolle, als ich herausfand, was meinen Ablauf von dem der anderen unterschieden hat: Während alle sich über ihren Stempel im Visum freuten, fiel mir auf: Ich habe keinen.

Aus Freude wurde Panik und ich fragte jeden Mitarbeiter, den ich fand, nach Rat. Nicht ermutigend war, dass all jene dies auch als sehr beunruhigend einstuften und keine Lösung bieten konnten. Nach einer Stunde setzte ich mich hin und fragte in der Verzweiflung meinen Freund „Google“. So erfuhr ich schnell, dass all der Stress umsonst war, denn: Stempel im Visum gehören längst nicht mehr zum notwendigen Ablauf bei der Einreise, da dieser digital vermerkt wird. Sieht nur cooler aus.

Deshalb habe ich bis heute keinen Stempel im Visum und werde wohl auch keinen mehr bekommen.

3. Transit-Flughafen? Fehlanzeige!

Da ich vor einigen Jahren auf eigene Faust nach Australien geflogen bin, dachte ich, ich sei bestens gewappnet für den bevorstehenden Langstreckenflug mit Zwischenstopp in New York. Doch der gewohnte Ablauf gilt nicht für die USA, da diese keine Flughäfen mit Transitbereich haben. Was bedeutet das für mich?

Vorteil dessen ist, dass die gefürchteten Einreisekontrollen bereits am ersten Flughafen, den man in den USA anfliegt, durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Passieren von Immigration und Zoll werden Reisende fortan wie Einheimische behandelt.

Die fehlende Transitzone bedeutet jedoch auch, dass jeder Flughafen wie das Endziel der Reise behandelt wird. Übersetzt heißt das: Nach den Kontrollen werden die Koffer am Gepäckband abgeholt und für den Anschlussflug an anderer Stelle erneut aufgegeben. Bezahlt man übrigens am Startflughafen Übergepäck, gilt der Preis für die gesamte Reise. Obwohl man das Gepäck bei der Zwischenlandung erneut aufgibt, müsst ihr hier also nicht noch mal extra zahlen.

Ein fehlender Transitbereich hat also auch Vorteile, wenn man sich vorab darauf einstellt.

Marlene und ich im Flugzeug zum Endflughafen
Müde, aber glücklich: Marlene, meine Kommilitonin aus Leipzig, und ich im Flugzeug von New York nach Rochester. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen!

Von meinen Erfahrungen vom Flug in die USA könnt ihr hoffentlich wenigstens eines mitnehmen: Gelassenheit. Die Sicherheitskontrollen sowohl vor Abflug als auch nach der Landung sind zu schaffen, wenn man sich vorher ein wenig informiert. Dann heißt es für euch auch bald „Ok, bye“ oder nach der altmodischen Art: „Willkommen in den USA!“.

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