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5 Gründe für mein Auslandsjahr in Tel Aviv

Warum ich mich im 2. Semester meines Masters für ein Auslandsjahr in Israel entschieden habe und warum es vielleicht auch für dich die passende Wahl ist, erzähle ich dir in meinen 5 Missionen für Tel Aviv!

Paula steht am Strand vor einem Sonnenuntergang. Um sie herum sind 5 Gedankenwolken aufgezeichnet, die die 5 Missionen repräsentieren. Unter anderem sieht man darauf die Deutsche und die israelische Flagge, "Hallo" in Arabischer Schrift oder wie jemand einen Artikel am Laptop schreibt.

Ich habe 5 wichtige Ziele für mein Auslandsjahr!

Wo ich mit meinem Psychologiestudium hin will

Ich studiere nun seit zwei Semestern den Master für Klinische Psychologie und Psychotherapie (kurz: KLIPPs) an der Uni Leipzig. Mein Ziel: eine kompetente Psychotherapeutin zu werden, die möglichst viele Menschen erfolgreich zurück in ein erfüllendes Leben begleiten kann, ungeachtet ihrer Herkunft oder ihres Sozioökonimischen Status. Der nächte Schritt auf diesem Weg ist mein Auslandsjahr an der Tel Aviv University in Israel.

Meine fünf wichtigsten Ziele für mein Auslandsjahr sind:

Mission 1:
Wissenschaftliche Artikel im Schlaf schreiben können

Ganz nach dem Motto „Publish or Perish“ (Veröffentlichen oder Untergehen) habe ich als Wissenschaftlerin, die keine überzeugenden Artikel auf Englisch schreiben kann, düstere Berufsaussichten. Ich erhoffe mir daher, im Ausland mein akademisches Englisch verbessern zu können! Denn nach dem Studium möchte ich in die Forschung gehen. Die Tel Aviv University ist mit ihren englischsprachigen Kursen dafür die ideale Wahl.

Mission 2:
Smalltalk auf Arabisch führen

Ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung Israels spricht Arabisch. Die Kenntnisse aus dem Arabisch-Sprachkurs an der Tel Aviv University möchte ich nutzen, um besser in das Leben in Israel und auf Reisen in den angrenzenden Gebieten einzutauschen. Arabischkenntnisse können auch in Deutschland nützlich sein. Gerade bei der Arbeit mit Menschen, die geflüchtet sind, können Fremdsprachenkenntnisse eine Brücke bauen. In meiner zukünftigen Arbeit als Psychotherapeutin ist es mir ein besonderes Anliegen, den Zugang zu Psychotherapie zu erleichtern. Nach meinem Auslandsjahr möchte ich mich ehrenamtlich im Patenschaftsprogramm „Ankommen in Leipzig – Paten für Geflüchtete“ engagieren. Ziel ist es, mit lebenspraktischer Hilfe geflüchteten Menschen bei der erfolgreichen Integration in ihre neue Heimat zu unterstützen. Sprachmittler werden übrigens besonders dringend gesucht.

Mission 3:
Dem Perfektionismus den Rücken kehren

Perfektionisten haben den Wunsch, bei allem, was sie tun ein „perfektes“ Ergebnis zu erzielen. Es ist ein Weg, die Eintretenswahrscheinlichkeit unangenehmer Konsequenzen, möglichst gering zu halten oder zu vermeiden. Es ist ein Versuch, mit Emotionen wie Angst umzugehen. Perfektionisten kann es schwerfallen sich festzulegen, aus der Angst etwas Besseres zu verpassen. Sie verwenden 80 Prozent ihrer Zeit auf 20 Prozent des Ergebnisses. Die hohen Ansprüche an sich und andere können sie dabei belasten.

Mein innerer Perfektionist kommt besonders beim Versuch einer „perfekten Planung“ meines Auslandsjahres hervor (Er brachte aber auch meine „Ultimative Auslandssemester Checkliste“ hervor, von der du nun profitieren kannst ;). Von meiner Zeit in Tel Aviv erhoffe ich mir, dass mir die Zeit fehlen wird, stets alles perfekt zu organisieren und ich so lerne, dass das meiste am Ende doch irgendwie klappt.

Perfektionismus kann sich aber auch auf Gefühle beziehen. Denkst du dir manchmal „Warum bin ich gerade nicht so glücklich, wie ich es eigentlich sein sollte?“. Wütend zu sein, dass weil ich traurig bin oder traurig sein, weil ich nicht glücklich bin, ist gleichermaßen paradox wie häufig. (Das Konzept nennt sich in der Psychologie übrigens Metaemotionen – also Gefühle über Gefühle). Ich nehme mir für meine Zeit im Ausland vor, meine Gefühle anzunehmen und als wohlwollende Ratgebende zu verstehen, deren Rat ich annehmen kann, aber nicht muss (zum Beispiel Wut möchte mich beschützen, Angst möchte mich warnen). Ich erwarte vom Auslandsjahr viele spannende Erfahrungen und neue Freundschaften, aber auch Momente des ratlos Seins oder gelegentlicher Einsamkeit. Fettnäpfchen, Irrwege oder andere Katastrophen sind zwar niemandem zu wünschen, doch ich nehme mir vor, sie als unvermeidbare Teile des Lebens anzuerkennen.


Mission 4:
Sigmund Freud – besondere Psychologiekurse besuchen

Bei meinem Masterstudium gibt es deutschlandweit sehr enge Vorgaben und wenig Wahlmöglichkeiten. Was mir oft im Studium fehlt, ist eine politische Perspektive auf die Systeme, die ebenfalls dazu beitragen, dass Menschen psychisch krank werden. Auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit globalen und ethischen Themen, die meist eher Inhalte der Philosophie sind, wünsche ich mir für mein Studium. Das Studium in Israel bietet mir die Möglichkeit, über den Tellerrand meines aktuellen Studiums hinauszublicken und mich politisch weiterzubilden. Die vielfältige Auswahl an Kursen war einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich für die Tel Aviv University entschied.

Mission 5:
Eigene kulturelle Prägungen reflektieren

Interkulturelle Kompetenzen sind in vielen Berufen, aber besonders für Psychotherapeuten essenziell. Oft ist einem selbst nicht bewusst, durch welche kulturelle Linse man blickt. Mein Lieblingsbeispiel: Wofür man sich schämt, kann sich zwischen Kulturen stark unterscheiden. Wissen darüber ist allerdings entscheidend, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten, gerade in einem psychotherapeutischen Setting. In Israel treffen verschiedenste Kulturen aufeinander. Hier kann man sich hautnah mit diesen Fragen auseinandersetzen.


Ich bin bereits sehr gespannt, ob sich meine Erwartungen für mein Auslandsjahr erfüllen. Wenn die Fragen hast, kommentiere gerne hier (ich antworte wirklich) oder lies meine anderen Beiträge.

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