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Start in Buenos Aires – Das Erklimmen der Bedürfnisspyramide

Start in Buenos Aires – Das Erklimmen der Bedürfnisspyramide

In meinem Spanischkurs in Berlin hat unsere Lehrerin uns vorgewarnt: Ein Auslandssemester ist ein kompletter Neustart, man fängt wieder ganz unten in der Bedürfnispyramide an. Wie ich die ersten Stufen in den letzten Tagen erklommen habe und welche Herausforderungen es in einer fremden Stadt gibt, könnt ihr hier lesen.

Bedürfnispyramide Maslow

Schlaf und Essen

Ganz unten in Maslows Bedürfnispyramide steht alles, was grundlegend für das Überleben ist: Schlaf, Nahrung, Wasser, …  Mein Basiseinkauf mit Nudeln mit Tomatensoße, Müsli, Brot, Käse und Wasser im Supermarkt, der nur fünf Minuten von meiner Tür entfernt ist, deckt das also schon ganz gut ab. Die Preise sind dabei tatsächlich mit denen in Deutschland vergleichbar. Auch meine ersten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) habe ich schon probiert! Für umgerechnet nicht mal ein Euro bekommt man die hier in Buenos Aires an jeder Ecke.

Meine ersten Empanadas

Offline geht nichts

Zu meinen grundlegendsten Bedürfnissen hier zählt aber definitiv auch das Internet, denn ohne Google Maps bin ich tatsächlich aufgeschmissen. Meine größten Errungenschaften in den letzten Tagen waren daher das Aktivieren und Aufladen meiner SIM-Karte und meiner neuen U-Bahn-Karte. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier super günstig, umgerechnet nicht mal 50 Cent pro Fahrt. Allerdings ist das Busfahren, wenn man sich nicht auskennt, gar nicht so einfach, weil die Busstationen im Bus weder angesagt noch angezeigt werden und auch auf der Straße nicht sehr erkenntlich sind. Also hieß es für mich auf Google Maps zu verfolgen, wo ich gerade bin, um dann den richtigen Moment zum Stop-Drücken abzupassen. Das klappt so mit plus minus einer Haltestelle Abweichung.

Geld, Arbeit, Wohnung

Schwieriger wurde es dann schon auf der nächsten Stufe, den Sicherheitsbedürfnissen: Materielle Sicherheit, Arbeit, Wohnung, und so weiter. Mein Zimmer und die Wohnung hier in Buenos Aires sind super! Schwieriger wurde aber dann die Antwort auf Frage, wie ich meine Miete am besten bezahle. Geld abzuheben ist nämlich leider nicht so einfach. Aufgrund der Inflation haben fast alle Geldautomaten ein Abhebelimit von 4000 Pesos, oft sogar nur 2000 Pesos, also nicht mal 50 Euro. Will man also höhere Summen abheben, muss man mehrere Auszahlungen durchführen, die aber jeweils mindestens 5 Euro kosten. Günstiger ist es bei einer Wechselstube Euros direkt in Pesos zu wechseln, dafür muss man aber natürlich viel Bargeld mitnehmen. Und da ein Euro in etwa 44 Pesos entspricht, muss man sich auch erstmal daran gewöhnen, so viele Scheine im Portemonnaie zu haben!

Freundschaften

Ich bin momentan schon in der dritten Stufe angekommen: Bedürfnisse nach soziale Kontakten. Hier habe ich super gehabt, dass meine Uni hier eine Art Buddy Programm hat, bei dem jedem Austauschstudenten ein Infriend zugeteilt wird, der einem bei allen möglichen Problemen helfen kann. Ich habe sogar zwei Infriends, mit denen ich mich gestern Abend auf ein Bier in einer tollen Bar bei mir in der Nähe getroffen habe. Ich konnte so viel Spanisch üben, habe viel über Buenos Aires erfahren und hatte eine tolle Zeit!

Kommentare
  1. Godi

    3. März 2019

    Hallo Jana, vielen Dank für die Infos. Kann ich mal eine Woche mit Dir tauschen? Hört sich spannend an… LG Simone und Axi

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