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Mit Geduld und Überzeugungskraft zum Bildungskredit

Mit Geduld und Überzeugungskraft zum Bildungskredit

Ein Masterstudium im Ausland ist eine Investition in die Zukunft, die mit hohen Kosten verbunden ist. Der Bildungskredit der Bundesregierung hilft dabei, die Kosten zu stemmen, dazu bedarf es nur Geduld und etwas Überzeugungskraft.

Meinen Antrag auf die Bewilligung eines Bildungskredites habe ich Mitte August gestellt, als ich die Immatrikulationsbescheinigung meiner Universität vorliegen hatte. Dazu musste ich ein Online-Formular ausfüllen und anschließend die Immatrikulationsbescheinigung, eine Kopie meines Personalausweises sowie eine Kopie meiner Bachelorurkunde per Post an das Bundesverwaltungsamt schicken. Mittlerweile gibt es ein neues Online-Portal, über das der Antrag gestellt werden kann. Dort können auch fehlende Nachweise bequem hochgeladen werden.

Nach der Antragsstellung hieß es warten auf eine Antwort des Bundesverwaltungsamtes. In der Zwischenzeit hatte ich meinen Wohnsitz zurück zu meinen Eltern verlegt, den Wechsel meiner Adresse konnte ich per E-Mail mitteilen. Genau acht Wochen nachdem ich alle Nachweise abgeschickt hatte, erhielt ich die Bewilligung und das Vertragsangebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die für die Abwicklung des Kredites zuständig ist.

Zu diesem Zeitpunkt war ich schon in Schottland. Das Angebot musste ich aber im Original unterschreiben und mich ebenfalls gemäß dem deutschen Geldwäschegesetz identifizieren lassen. Dabei sollte man sich nicht zu viel Zeit lassen, denn das Vertragsangebot verliert nach einer Frist von ungefähr fünf Wochen seine Gültigkeit.

Die Identifizierung war die größte Herausforderung. Zuerst musste ich eine Bank ausfindig machen, deren Hauptsitz sich in der Europäischen Union (EU) befindet. Nachdem Großbritannien dieses Jahr aus der EU ausgetreten ist, war die spanische Santander Bank meine einzige Option. Das Formular zur Identifizierung gibt es zwar auch auf Englisch, das deutsche Geldwäschegesetz und der Prozess zur Legitimierung war den Mitarbeitern in der Filiale aber nicht bekannt. Da auf dem Formular nicht explizit steht, dass die zu identifizierende Person kein Konto bei der Bank haben muss, herrschte erst einmal Verwirrung.

Nach mehreren Erklärungsversuchen hat sich die Filialleiterin dann doch bereit erklärt, meine persönlichen Daten in das Formular einzutragen und es zu unterschreiben. Anschließend habe ich das Identifizierungsformular, das unterschriebene Vertragsangebot und eine Kopie meines Personalausweises per Post an die KfW geschickt. Zwei Wochen später war die erste Auszahlung auf meinem deutschen Konto. Da ich den Kredit bereits ab September beantragt hatte, habe ich rückwirkend die monatlichen Beträge sowie die Einmalzahlung erhalten.

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