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Mein Praktikumsalltag in Marseille

Mein Praktikumsalltag in Marseille

Wie sieht mein Leben eigentlich so aus in Marseille, wie läuft der Alltag ab? damit ihr euch davon einen Eindruck machen könnt, habe ich einen Tag lang Tagebuch geführt.

07:40 Uhr Der Wecker klingelt und die Sonne von Marseille scheint schon in mein Zimmer herein. Mit meinen beiden Mitbewohnern, die zur selben Zeit frühstücken, machen wir uns Fruchtsmoothies mit Bananen und Pfirsichen vom Markt vor der Haustür.

8:30 Uhr Los geht’s zehn Minuten auf dem Fahrrad zum Generalkonsulat. Dabei komme ich am Alten Hafen vorbei. Ein täglicher morgendlicher Blick aufs Meer hebt die Laune ungemein!

Hafen
Morgens vorbei am Alten Hafen.

8:45 Uhr Der Arbeitstag beginnt für mich meistens damit, meine E-Mails zu checken, zu beantworten und Zeitung zu lesen. Das ist wichtig, um auf dem Laufenden zu bleiben, was in Marseille und der Welt so passiert. Außerdem klingelt oft das Telefon und ich berate Franzosen und Deutsche zu Fragen zur Ein- und Ausreise nach Deutschland und den neuesten Corona-Vorschriften.

Glücklicherweise kommen wir alle ganz normal zum Arbeiten ins Büro, allerdings muss man auf den Fluren und Gängen Maske tragen. Für diesen Zweck wurden diese wunderbaren Gesichtsvisiere angeschafft!

Corona

10:15 Uhr Der Chauffeur holt uns ab und gemeinsam mit der Generalkonsulin fahren wir zu einem Interviewtermin ins Rathaus der Stadt. Ich darf daneben stehen und zugucken.

Interview vor dem Rathaus.
Interview vor dem Rathaus.

12:00 Uhr Zum Mittagessen sind wir mit anderen (General-)Konsulen.innen der Stadt in einem Restaurant mit Meerblick verabredet. Solche Besuche sind sehr wichtig, um Kontakte zu knüpfen und sich in der Stadt ein Netzwerk aufzubauen.

14:00 Uhr Zurück im Generalkonsulat schreibe ich weiter an meinen Berichten. Diese sind meistens zu aktuellen, für Marseille relevante Themen und dienen dazu, die Generalkonsulin und die Botschaft in Paris zu informieren. Auch die E-Mails und das Telefon darf man natürlich nicht vergessen.

16:30 Uhr Feierabend! Auf dem Nachhauseweg komme ich immer an dem Obst- und Gemüsemarkt vor unserer Haustür vorbei. Da mich die Verkäufer inzwischen kennen, zahle ich selten mehr als ein paar Euro für meine Einkäufe.

Meistens komme ich zeitgleich mit meiner Mitbewohnerin Cécile zu Hause an und wir tauschen uns erstmal ein wenig über den Tag aus und essen einen kleinen goûter.

Frühstück

Meine Freizeitgestaltung ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Dienstags und donnerstags haben wir abends einen Bachata-Tanzkurs (Paartanz aus der Dominikanischen Republik), freitags sind wir oft unterwegs zu Wochenendausflügen.

Gordes

Wenn die Sonne scheint, können wir auch gleich von der Arbeit aus noch an den Strand fahren. Was wir oft machen, sind die Sonnenuntergänge am Meer anzuschauen. Entweder von Notre Dame de la Garde, von Le Vallon des Auffres oder vom Vieux Port aus. Diese sind jedes Mal atemberaubend.

21:00 Uhr Meistens schaffen wir es, als Mitbewohner alle gemeinsam zu kochen und zu Abend zu essen, am liebsten auf unserem kleinen Balkon mit Ausblick auf Notre Dame de la Garde. Melonen vom Markt zum täglichen Nachtisch sind inzwischen bei uns ein Ritual geworden, das ich auf keinen Fall mehr missen möchte.

Dinner

Bonne nuit et à bientôt!

Clara

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