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Hallo Kaukasus: 3 Tipps für eine Reise nach Baku

Der Kaukasus ist kein gewöhnliches Reiseziel. Da ich nicht weiß, wie oft ich noch die Möglichkeit haben werde, herzukommen, habe ich mir vorgenommen, so viel wie möglich davon zu sehen. Armenien? Check. Georgien? Check. Aserbaidschan? Auch das kann ich jetzt von der Liste streichen.

Tipp 1: Vorbereiten und starke Nerven beweisen!

Da die Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlossen ist, mussten wir einen „kleinen“ Umweg über Georgien machen. Theoretisch liegen zwischen Eriwan und Baku etwa 672 Kilometer. Eine Strecke, die problemlos mit dem Auto zu bewältigen wäre. Praktisch ist die Strecke jedoch 860 Kilometer lang und führt über die georgische Hauptstadt Tiflis. Unsere Reiseroute sah demnach so aus:

Hinweg

  • Zugfahrt von Eriwan nach Georgien, 21 Uhr bis 7 Uhr
  • Busfahrt vom Hauptbahnhof Tiflis zum Flughafen, etwa eine Stunde
  • Flug von Tiflis nach Baku, etwa anderthalb Stunden
  • Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel, etwa eine halbe Stunde

Rückweg

  • Taxifahrt vom Hotel zum Flughafen, etwa eine halbe Stunde
  • Flug von Baku nach Tiflis, etwa anderthalb Stunden
  • Taxifahrt von Tiflis nach Eriwan, etwa sechs Stunden

Reist man von Deutschland aus, fällt natürlich ein Großteil der Reise weg. Was allerdings trotzdem sein muss: die Beantragung des Visums. Das kann man bequem online machen, 25 Dollar und circa drei Tage später hat man dann sein e-Visum in der Hand. Ungemütlich wird es trotzdem am Flughafen. Hier wird man bei der Einreise ganz genau gefragt, was man in Aserbaidschan machen möchte. Wenn man aber glaubhaft darstellt, dass man an der Kultur des Landes interessiert ist – was bei mir ja eindeutig der Fall war – darf man ohne größere Schwierigkeiten weitergehen. Trotzdem heißt es, Nerven bewahren und nicht zu nervös werden, wenn man eine solche Befragung nicht gewöhnt ist.

Tipp 2: Baku genießen!

Zugegeben, ich konnte mir vor meiner Ankunft wenig unter der aserbaidschanischen Hauptstadt vorstellen. Tatsächlich erinnert die Stadt an eine Mischung aus Istanbul und Paris – die zu meinen Lieblingsstädten gehören – und lädt so dazu ein, stundenlang die Altstadt und die Promenade zu erkunden. An manchen Tagen riecht das kaspische Meer zwar sehr nach Öl, aber das kann man angesichts des wundervollen Ausblicks ganz gut ignorieren.

Die Stadt hat zwar ein großes Angebot an Museen und Kunstgalerien, wir haben uns aber vor allem dafür entschieden, die kleinen Gassen der Altstadt zu erkunden und durch die Stadt zu flanieren. Auch das aserbaidschanische Essen kann sich sehen lassen (genau wie der Wein…). Dazu kommt, dass Aserbaidschan, wie auch die anderen Kaukasus-Staaten, sehr günstig ist. Auch das Umrechnen ist ziemlich einfach: Zwei Manat entsprechen ungefähr einem Euro.

Tipp 3: In Aserbaidschan gibt es mehr als nur die Hauptstadt

Wenn man länger Zeit hat, sollte man auf jeden Fall versuchen, mehr als Baku zu erkunden. Landschaftlich ist die nähere Umgebung zwar nicht bemerkenswert, denn sie besteht vor allem aus Steppe und Ölbohrern, aber wenn man sich informiert, gibt es spannende Sachen zu entdecken. Am besten ist es einen kurzen Tagestrip mit einem Reiseunternehmen zu buchen – so geht man wenigstens nicht verloren.

Uns führte es nach Gobustan. Das ist ein Nationalpark in dem es nicht nur Petroglyphen gibt, sondern auch, wie mir so schön beschrieben wurde, „Pfützen mit Blubber“. Tatsächlich handelt es sich dabei um jede Menge Schlammvulkane, die fröhlich vor sich hin blubbern – und auf jeden Fall die mörderische Taxifahrt wert waren.

Fazit: Immer wieder gern!

Auch wenn die Reise nach Baku beschwerlich war, ist sie auf jeden Fall lohnenswert. Die Mischung aus Paris, Istanbul und hochmoderner Architektur ist interessant, die Menschen sind freundlich (und sprechen teilweise sogar Englisch) und wenn man nicht gerade einen Umweg fahren muss, ist auch die Anfahrt nicht ganz so kompliziert. Baku, wir sehen uns auf jeden Fall wieder!

Pro-Tipp: Auf die Füße achten

Wie immer, wenn man im Kaukasus unterwegs ist, sollte man genau schauen, wo man hinläuft. Viele der Gehwege sind nicht ausgebaut oder nicht gut in Stand gehalten – riesige Löcher im Boden sind nicht selten – und wenn man nicht aufpasst, so wie ich, kann man sich schonmal in Tiflis am Bahnhof die Bänder im Fuß zerren. Und auf der Krankenstation am Flughafen eine Spritze gegen den Schmerz angeboten bekommen. Und in Baku die erst beste Apotheke aufsuchen. Und mitten in der Fußgängerzone in Baku einen Verband um den Fuß legen. Und sich von einem Schuster eine Schere ausleihen. Und den Fuß mit der Cola aus der Minibar kühlen. Kurz: immer aufpassen, wo man hintritt!

 

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