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Ruf der Ferne: Meine Mission – Auslandsmaster

Ruf der Ferne: Meine Mission – Auslandsmaster

Kaffee, Politik und Ausland: Das bin ich. In diesem Beitrag stelle ich meine Mission etwas näher vor und meine persönlichen Tipps, um ein Auslandsstudium zu meistern.

Mensch beim Wandern in den schottischen Highlands

Manchmal muss man einfach raus – hier aus meinem ersten Semester in den schottischen Highlands.

Meine Mission

Für diejenigen, die gerne für den Master ins Ausland möchten, sich aber vielleicht noch nicht ganz trauen, gibt es viele Möglichkeiten. Erasmus ist eine häufige, recht unkomplizierte Lösung. Ebenso werden aber auch viele Doppelmaster angeboten, wo man die Hälfte seines Studiums in einem anderen Land verbringt. Erasmus Mundus bietet die Möglichkeit sogar an drei bis vier Orten zu studieren. Ich war sehr bereit für genau so ein Abenteuer, weil ich wusste, dass ich im Ausland leben wollte, und dass ich jetzt die Zeit und Energie hatte so viel umzuziehen. In Deutschland hatte mich auch nicht mehr viel gehalten. Zeit, für das richtige Nomadenleben. Ich möchte euch zeigen, dass ein Auslandsstudium nicht nur möglich ist, sondern es definitiv wert ist! Insbesondere will ich euch die Erasmus Mundus Programme näher bringen, die sind nämlich noch relativ neu in ihrer Konzeption und euch durch die bürokratischen Hürden, aber auch die einzigartigen Erfahrungen, die durch das ganze Umziehen entstehen, mitnehmen.  Besonders im Vordergrund steht hier meine zweite Mobilitätsphase in Italien, die tatsächlich sogar komplett neu in meinem Jahrgang angeboten wird (bis letztes Jahr ging es für alle im Studiengang für das zweite Semester nach Dublin).

Was mich im Ausland immer ganz besonders in den Bann zieht, ist tatsächlich die hiesige Politik. Das klingt vielleicht etwas trocken für so manch einen, aber mein Bachelor in Politikwissenschaften und meine Arbeit für das Europäische Jugendparlament hat mich sehr für politische Geschehnisse begeistert. Ich bin auch ein kleiner News-Junkie und gebe mein Bestes auf dem Laufenden zu bleiben, was gerade in dem Land passiert, in dem ich lebe. Aktuell ist es super spannend in Italien, weil Mario Draghi (der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank) letztes Wochenende zum Premierminister vereidigt wurde. Mit solchen Thematiken möchte ich mich auch befassen und euch näher bringen!

Zuletzt der Grund, weswegen ich so viele Umzüge meistern kann: Koffein! Ich liebe Kaffee und wenn ich ein Hobby hätte, dann wäre es Café-Hopping. Für mich gibt es nichts Besseres als eine neue Stadt über ihre Kaffeekultur kennenzulernen. Meistens habe ich schon vorher recherchiert und Listen zusammengestellt, so dass ich weiß, wo man sich mit neuen Freunden treffen kann, oder einen Kaffee to go holen kann, wenn Pandemie-bedingt Cafés geschlossen haben. Auf der Suche nach meinem Lieblingsort für Kaffee in Trento, könnt ihr mich hier natürlich auch begleiten!

ein cappuccino
Mein erster Kaffee in Italien, den man übrigens nicht to go trinkt, sondern stehend an der Theke. Bis vorletzte Woche hatten Cafés und Restaurants auch offen, seit wir wieder in der orangenen Zone sind, gibt es nur noch zum Mitnehmen.

Meine Mission: Euch zu zeigen, dass ein Auslandsstudium möglich ist vor allem ein Erasmus Mundus Master, gleichzeitig einen Einblick in die Kaffeekultur zu geben und die nationale Politik ein bisschen näher zu bringen.

Meine persönlichen Tipps für das Auslandsstudium

Ich persönlich bin sehr durch meinen Hintergrund geprägt, mir wurde immer beigebracht, dass „Ausland“ und „international“ schöne Dinge sind. Aufregende Erlebnisse, die einen bereichern und wachsen lassen, und ich bin in meinem Vorhaben im Ausland zu studieren immer sehr unterstützt worden. Deswegen ist es mir auch nicht allzu schwergefallen, diesen Schritt zu wagen. Aber nur, weil es mir leichtfällt, heißt es nicht, dass es für jeden so ist. Ins Ausland zu gehen (während einer Pandemie) ist schließlich nicht nur Zuckerschlecken. Hier sind meine Tipps, die ich im Laufe der Zeit angesammelt habe, die es für mich immer leichter machen, mich schnell einzugewöhnen.

Alltag und Routine etablieren: Das klingt vielleicht ein bisschen banal, aber sobald man seine Routine auch im Ausland hergestellt hat, mit Dingen, die man von zuhause gewöhnt ist, wird es doch gleich etwas heimeliger. Für mich persönlich bedeutet das konkreter: Sport in den Alltag integrieren, wöchentliche Einkäufe, vorkochen. Allein, wenn es sich eingependelt hat, was ich jeden Tag frühstücke und wie ich meinen Kaffee koche, bin ich gleich viel ruhiger. Ich koche gerne koreanisch und suche als allererstes (mein persönliches Ritual) in einer neuen Stadt immer den nächsten asiatischen Supermarkt.

Finde etwas, dass DIR Freude bereitet: Wenn du ein Hobby hast, dass dir Freude bereitet und dem du auch im Ausland nachgehen kannst – dann tu es! Ich persönlich werde von meiner Koffeinabhängigkeit getrieben und suche immer nach neuen süßen Cafés. Man kann sich aber auch neuen Hobbies widmen, immerhin ist Ausland auch für neue Erfahrungen gut. In Italien bereitet mir aktuell der Donnerstagsmarkt viel Freude, und ich versuche mein Italienisch beim Blumen kaufen zu üben, wenn ich erkläre welche Blumen in welcher Farbe ich gerne in meinem Strauß hätte.

In Kontakt bleiben: Vielleicht manchmal das schwierigste, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, da muss jeder seinen eigenen Rhythmus finden. Nicht nur, wie viel Zeit man hat (man ist ja schließlich doch im Ausland und erlebt täglich neue, spannende Dinge), sondern auch wie viel Zeit man sich nimmt, für Personen, die einem wichtig sind. Ein paar meiner Freunde haben im Ausland täglich mit ihren Eltern telefoniert, ich melde mich meist sporadischer, aber versuche mir mittlerweile immer sonntags dafür Zeit zu nehmen. Freunde hingegen rufe ich meist spontan mal zwischendrin an und auch oft per Video.

Klar, ins Ausland zu gehen für sein komplettes Studium klingt vielleicht etwas wagemutig. Aber wie man hierzulande sagt: „Chi non risica non rosica.“ – wer nicht wagt der nicht gewinnt.

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