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Ein Tag auf der Insel

Ein Tag auf der Insel

Leuchttürme, Sandstrände, Kitesurfer und der Geruch von Salzwasser: Was kann es Besseres geben? Am Wochenende haben wir im Norden der Niederlande ein Tag auf der Insel Schiermonnikoog verbracht. Wie das war und was ihr so beachten solltet, erfahrt ihr hier.

Nach einem endlos lang scheinendem Jahr habe ich am Donnerstag meine letzte Prüfung geschrieben: Definitiv ein Grund für gute Laune. Dazu kommen die auch in den Niederlanden immer weiter fallenden Coronazahlen. Nach einem Jahr, das ich fast ausschließlich nur in Groningen in meinen eigenen vier Wänden verbracht habe, ging es nun endlich mal wieder nach draußen.

Eine Freundin und ich machten uns also Samstag in der Früh auf den Weg zur Bushaltestelle, um zur Insel Schiermonnikoog zu fahren. Die liegt ganz im Norden der Niederlande und ist von Groningen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln super einfach zu erreichen. Schiermonnikoog ist die Kleinste der bewohnbaren Inseln der Niederlande und zählt nur etwa 1000 Einwohner.

Die Anreise auf die Insel Schiermonnikoog

Wenn ihr kein Auto habt, dann ist die Anreise mit dem Bus definitiv die einfachste. Und auch die einzige Möglichkeit, soweit ich weiß. In Groningen könnt ihr dann vom Hauptbahnhof mit der Buslinie 163 nach Lauwersoog fahren. In dem kleinen, sehr unaufgeregten Dorf an der Nordsee war ich tatsächlich auch schon mal und habe für Studieren weltweit darüber berichtet. Das könnt ihr gerne hier nachlesen. Die Busfahrt dauert etwa fünfzig Minuten. In den Niederlanden könnt ihr beim Busfahrer selbst kein Ticket mehr kaufen. Das müsst ihr entweder am Bahnhof selbst oder onlineerledigen. Ein Tagesticket kostet innerhalb der Stoßzeiten 16 Euro.

Die Fähre

In Lauwersoog angekommen ging es dann für uns auch direkt auf die Fähre. Die Tickets dafür kosten 17 Euro und können von euch online hier gekauft werden. Das Ticket gilt für Hin- sowie Rückfahrt. Die Fähre hat von Lauwersoog nach Schiermonnikoog etwa 45 Minuten gebraucht. Hier könnt aber auch die „Fast Ferry“ buchen, die bringt euch innerhalb von 20 Minuten auf die Insel.

Hier sieht man einen Sonnenuntergang über dem Wasser. Man erkennt die Umrisse von Segelbooten.
Willkommen in Lauwersoog!

Ankommen

Auf Schiermonnikoog angekommen haben wir uns Fahrräder geliehen. Für den ganzen Tag haben diese uns nur sieben Euro gekostet. Die Fahrräder können direkt bei der Fähre geliehen werden. Mit den Fahrrädern geht es für uns beide dann erst mal in das einzige Dorf der Insel mit dem kreativen Namen Schiermonnikoog. Im Dorf angekommen bummeln wir ein wenig durch die charmanten kleinen Läden, genießen den warmen Sonnenschein auf der Haut und kaufen uns im Supermarkt erst einmal etwas zum Frühstück.

Die Niederlande kann vom Wetter her manchmal tückisch sein und obwohl es die letzten Tage brüllend heiß in Groningen gewesen war, weht auf Schiermonnikoog ein frischer Wind. Ich bin vorbereitet auf die Wetterlaunen der Niederlande, habe einen extra Pulli dabei und eine Regenjacke. Und ein extra Paar Hosen, falls es dann doch noch regnen sollte. Meine Klamottenausstattung kann ich jedem hier auch nur ans Herz legen, über die „Must-Haves“ habe ich auch schon einen Artikel gelesen, den ihr hier gerne nachlesen könnt.

Man sieht mich am Meer, das Handy in der Hand. Der Wind verweht meine Haare.
Wie man auf diesem Bild erkennt, hat es auch kaum gewindet.

Der Strand

Für meine Freundin und mich ging es danach erst mal zum Strand. Wenn man die Dünen durchquert hat, sieht man es auch schon: das Meer. Wie kleine Kinder rennen wir durch den weichen Sand auf die Wellen zu und freuen uns: über das Wasser, das uns um die Füße schwappt, und über das komische Freiheitgefühl, es nach so langer Zeit endlich mal wieder sehen zu dürfen. Wir beobachten Hunde, die nach dem Ball ihrer Besitzer*innen rennen, Menschen, die Sandburgen bauen und Kitesurfer, die sich im Meer an den Wellen messen.  Schiermonnikoogs Strand ist schön, er ist nicht überfüllt und typisch Niederländisch, so wie ich das aus den Urlauben aus meiner Kindheit und Jugend kenne.

Wir trinken eine Apfelschorle im Strandcafé und als ich mit dem Kellner auf Niederländisch reden will, wird mir auf Deutsch geantwortet. Eisern halte ich an meinem Niederländisch fest und so reden wir in der Sprache des jeweils anderen aufeinander ein. Das passiert mir in Groningen eigentlich nie. Man merkt also, dass wir hier wieder in einem bei Touristen beliebten Ort sind.

Aktivitäten

Außer Fahrradfahren und am Strand liegen könnt ihr in Schiermonnikoog auch noch einige sportliche Dinge erleben. Ihr könnt bei einer geführten Wattwanderung durch den Matsch wandern, eine Kitesurfstunde buchen oder bei einer Seehundstour nach den flauschigen Wasserbewohnern Ausschau halten.

Die Insel

Wir fahren noch ein wenig weiter, an Kühen vorbei und Schafen. Wir landen an einem See, Kinder spielen auf einem Floß. Die Zeit rennt ein wenig und wir müssen schon wieder zur Fähre. Wir müssen die Fähre um halb fünf schaffen, damit wir den Bus nach Groningen noch bekommen.

Man sieht einen See inmitten von grün.
Diesen versteckten See haben wir auch eher aus Zufall gefunden!

Auf der Fähre genießen wir dann den letzten Blick auf die Insel. Zuhause angekommen bemerken meine Freundin und ich dann, dass wir beide gut Sonne abbekommen haben. In unserem Fall heißt das Sonnenbrand. Also, der friesische Insel Profitipp lautet: Nimmt euch genügend Jacken mit und schmiert euch immer dicke ein.

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